Nach der Pleite verschwand der schwedische Superstar Zlatan Ibrahimovic fluchtartig in die Kabine. Foto: Armando Babani
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Nach der Pleite verschwand der schwedische Superstar Zlatan Ibrahimovic fluchtartig in die Kabine. Foto: Armando Babani
Italien gewinnt durch ein spätes Tor von Eder mit 1:0 gegen Schweden. Foto: Vassil Donev
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Italien gewinnt durch ein spätes Tor von Eder mit 1:0 gegen Schweden. Foto: Vassil Donev
Nach einem Freistoß von Kim Källström kommt Zlatan Ibrahimovic vor dem italienischen Tor zum Kopfball. Foto: Khaled Elfiqi
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Nach einem Freistoß von Kim Källström kommt Zlatan Ibrahimovic vor dem italienischen Tor zum Kopfball. Foto: Khaled Elfiqi
Schweden-Keeper Andreas Isaksson wehrt eine Flanke mit der Faust ab. Foto: Vassil Donev
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Schweden-Keeper Andreas Isaksson wehrt eine Flanke mit der Faust ab. Foto: Vassil Donev
Ibrahimovic wird von Andrea Barzagli unsanft abgegrätscht. Foto: Khaled Elfiqi
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Ibrahimovic wird von Andrea Barzagli unsanft abgegrätscht. Foto: Khaled Elfiqi
Daniele De Rossi sieht die Gelbe Karte von Schiedsrichter Viktor Kassai. Foto: Vassil Donev
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Daniele De Rossi sieht die Gelbe Karte von Schiedsrichter Viktor Kassai. Foto: Vassil Donev
Alle gegen Zlatan: Die Verteidigung der Italiener engte die Kreise des schwedischen Superstars erfolgreich ein. Foto: Fehim Demir
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Alle gegen Zlatan: Die Verteidigung der Italiener engte die Kreise des schwedischen Superstars erfolgreich ein. Foto: Fehim Demir
Unglaublich, aber wahr: Ibrahimovic trifft aus kurzer Distanz das Tor nicht. Foto: Khaled Elfiqi
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Unglaublich, aber wahr: Ibrahimovic trifft aus kurzer Distanz das Tor nicht. Foto: Khaled Elfiqi

Ibrahimovic sauer nach Eder-Tor - Italien im Achtelfinale

Italiens Minimalisten-Taktik geht erneut auf. Die Altmeister um Torhüter Buffon schlagen spät zu und stehen im Achtelfinale. Der größte Star auf dem Feld war hingegen schlecht gelaunt.

Toulouse (dpa) - Zlatan Ibrahimovic verschwand nach dem späten 1:0-Sieg der Italiener fluchtartig in den Keller des Stadions von Toulouse.

Während die Azzurri tanzend ihren Matchwinner Eder (88.) und den Einzug ins Achtelfinale feierten, wollte sich der Superstar nicht mit den anderen geschlagenen Schweden von den Fans verabschieden. Ibrahimovic war sauer. Seinem Team droht nach nur einem Punkt aus zwei Spielen das Aus bei der Fußball-EM.

Den Italienern war Ibrahimovic reichlich egal - und auch die Kritik an ihrer ultra-defensiven Taktik. "Sicherlich haben wir uns heute schwer getan, aber wir haben auch nichts zugelassen" sagte Italiens Trainer Conte: "Das ist eine große Befriedigung, die sich diese Jungs verdient haben."

Dass es in Toulouse eine langweiliges Spiel und ein reichlich glücklicher Sieg war, interessierte den Coach wenig. Seine Minimalisten-Taktik ging erneut auf, die Altmeister um Torhüter Buffon feierten auf dem Rasen ausgelassen.

"Wir haben das Ziel erreicht, was wir unbedingt wollten", schwärmte Emanuele Giaccherini: "Niemand hätte das erwartet, aber wir sind frühzeitig im Achtelfinale." Die Squadra Azzurra führt die Gruppe E souverän mit sechs Punkten an, obwohl ihr Offensivspiel von großer Ideenlosigkeit geprägt ist.

Dass Eder zum Matchwinner wurde, war wie eine ironische Pointe. Der 29-Jährige von Inter Mailand war in einem schwachen Spiel einer der schwächsten Profis und wurde doch zum Held des Tages. In der ersten Halbzeit kam nicht ein einziger Pass von ihm an, und mit seinem ersten Torschuss erzielte er den einzigen Treffer der Partie. "Ich widme dieses Tor dem gesamten Team und allen, die mit uns arbeiten und gearbeitet haben", sagte er später etwas pathetisch.

Dass es kein tolles Spiel war, sah auch der Torschütze so. "Vielleicht haben wir uns in der ersten Halbzeit sehr schwer getan, aber dann wurde es besser", kommentierte der gebürtige Brasilianer: "Das zeigt noch mehr, was für ein tolles Team wir haben. Der Sieg ist ein Verdienst der gesamten Gruppe."

Italien kann sich nun gegen Irland schonen, während die Schweden um die Achtelfinal-Teilnahme zittern. Gegen Belgien am Mittwoch ist schon ein Sieg Pflicht, ansonsten droht wie 2008 und 2012 das Aus in der Vorrunde.

Seinen schnell verschwundenen Star nahm der schwedische Trainer Erik Hamren in Schutz. "Wenn er enttäuscht ist, muss man das verstehen. Wir waren alle sehr enttäuscht", betonte der Trainer der Schweden. "Er ist einer der größten Stürmer, die ich kenne."

Auch am Spiel von Ibrahimovic gab es keine Kritik vom Coach. "Er hat getan, was er machen musste. Aber es war hart, die Italiener haben stark verteidigt", sagte Hamren. "Ein Mittelstürmer benötigt Vorlagen von den Außen. Wir haben nicht genug Chancen kreiert, wir konnten Zlatan nicht einsetzen." Zufrieden war der Coach nur mit seiner Defensive: "Wir haben gut verteidigt."

Bei den Schweden war alles auf Ibrahimovic ausgerichtet. Die Mitspieler suchten den Angreifer bei fast jeder Offensivaktion. Doch der einzige Schwede mit außergewöhnlichem Talent konnte sich gegen die kantigen Routiniers in der italienischen Verteidigung nicht entscheidend durchsetzen.

Mehrere Male ließ er sich ins Mittelfeld zurückfallen, um sich der engen Bewachung zu entziehen. Früh haderte Ibrahimovic, wenn Zuspiele seiner Teamkollegen nicht ankamen. Und das passierte relativ häufig. Der Abgang nach dem Abpfiff wirkte dann auch reichlich theatralisch.

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