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Stefan Kießling hat bisher sechs mal gegen Manuel Neuer getroffen.

Einsatz in München aber unsicher

Kießling macht's am liebsten gegen Neuer

Leverkusen - Nach dem 5:1-Kantersieg im Derby gegen den 1. FC Köln reist Bayer Leverkusen mit breiter Brust zum Liga-Primus Bayern München. Torjäger Stefan Kießling gibt sich kämpferisch.

Torjäger Stefan Kießling gibt sich kämpferisch. „Die Bayern sind wohl die beste Mannschaft der Welt. Aber unser Ziel ist es, mit drei Punkten im Gepäck nach Lissabon zu fahren“, gab der 30-Jährige die Marschroute von Bayer Leverkusen für das Topspiel der Fußball-Bundesliga am Samstagabend (18.30 Uhr/Sky) beim dominanten und bislang ungeschlagenen Tabellenführer Bayern München aus.

Dass die Hoffnungen der Werkself im Spiel zwischen dem Ersten gegen den Dritten besonders auf seiner Person ruhen, ist ihm dabei bewusst. Denn kein Spieler hat bisher mehr Tore gegen Bayern-Torwart Manuel Neuer erzielt als er. „Von den sechs Treffern sind auch einige aus seiner Schalker Zeit dabei, deshalb ist das nicht relevant. Ich hoffe zwar, dass ich der Mannschaft helfen kann, aber wichtig ist, dass wir als Mannschaft geschlossen auftreten. Dann können wir auch aus München etwas mitnehmen“, sagte Kießling, der bereits am Sonntag mit Bayer weiter nach Portugal reist. Bei Benfica Lissabon steht am Dienstag das letzte Gruppenspiel von Leverkusen in der Champions League an, in dem es nach dem vorzeitigen Achtelfinaleinzug noch um den Gruppensieg geht.

Ob Kießling, der in dieser Saison erst zweimal in der Liga getroffen hat, bei den Bayern von Beginn an spielt, steht aber noch in den Sternen. Beim deutlichen 5:1-Sieg am vergangenen Samstag im Derby gegen den 1. FC Köln musste der sechsmalige Nationalspieler zur Pause wegen Hüft- und Rückenbeschwerden in der Kabine bleiben. Sein Ersatz Josip Drmic erzielte anschließend zwei Treffer und bereitete ein weiteres Tor vor.

Einsatz von Kießling jedoch fraglich - Drmic steht bereit

„Natürlich würde ich mich freuen, wenn ich in München von Beginn an spielen würde“, sagte der Schweizer anschließend. Bayer-Trainer Roger Schmidt hatte die imposante Eigenwerbung seines Edeljokers erfreut zur Kenntnis genommen und dem 22-Jährigen mehr Einsatzzeit in Aussicht gestellt: „Er hat seine Sache sehr gut gemacht und wird für uns noch ein sehr wichtiger Spieler werden.“

Wem Schmidt am Samstag beim souveränen Spitzenreiter den Vorzug gibt, ließ er zunächst aber noch offen. Für Kießling, der am, Donnerstag wieder ins Mannschaftstrainimng einstieg, spricht, dass er vor über zwei Jahren am 28. Oktober 2012 beim 2:1 der Leverkusener in München einen Treffer beisteuerte. Seitdem kassierten die Münchner in 72 Bundesligaspielen nur noch zwei Niederlagen in Partien, in denen es für sie als bereits feststehender Meister nicht mehr um viel ging.

„Wir hatten damals etwas Glück gebraucht“, erinnerte sich Simon Rolfes bei bundesliga.de. „Wir haben sehr gut und mit viel Leidenschaft verteidigt und hatten in der letzten Minute beim Siegtreffer das Glück auf unsere Seite. Das braucht man in solchen Spielen. Aber vorher muss man die Basis durch eine gute Defensivarbeit legen“, sagte der Bayer-Kapitän.

Schmidt verriet unterdessen, wie er den Bayern beikommen will: „Wir müssen sprinten und attackieren bis zum Geht-Nicht-Mehr, dann können wir sie überraschen.“

SID

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