Kubanische und US-Fans feierten in Havanna gemeinsam das historische Fußballspiel beider Länder. Foto: Rolando Pujol
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Kubanische und US-Fans feierten in Havanna gemeinsam das historische Fußballspiel beider Länder. Foto: Rolando Pujol
Bayern-Profi Julian Green erzielte das 2:0 in der 71. Minute. Foto: Rolando Pujol
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Bayern-Profi Julian Green erzielte das 2:0 in der 71. Minute. Foto: Rolando Pujol
Der Gladbacher Fabian Johnson stand bei der USA in der Startelf. Foto: Ernesto Mastrascusa
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Der Gladbacher Fabian Johnson stand bei der USA in der Startelf. Foto: Ernesto Mastrascusa
Kubas Arichel Hernandez im Zweikampf mit Michael Bradley. Foto: Ernesto Mastrascusa
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Kubas Arichel Hernandez im Zweikampf mit Michael Bradley. Foto: Ernesto Mastrascusa
Der Herthaner John Anthony Brooks spielte in der Innenverteidigung bei den US-Boys. Foto: Ernesto Mastrascusa
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Der Herthaner John Anthony Brooks spielte in der Innenverteidigung bei den US-Boys. Foto: Ernesto Mastrascusa
Die letzte Begegnung der beiden Teams in einem Freundschaftsspiel fand am 20. Juli 1947 statt. Foto: Rolando Pujol
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Die letzte Begegnung der beiden Teams in einem Freundschaftsspiel fand am 20. Juli 1947 statt. Foto: Rolando Pujol

Klinsmanns Team gewinnt

Green trifft bei historischem USA-Sieg in Kuba - Bilder

Havanna - Die Annäherung zwischen Washington und Havanna ist mühsam. Sport lockert den komplizierten diplomatischen Prozess ein bisschen auf. Die politische Bedeutung des Freundschaftsspiels in Havanna übersteigt die sportliche bei weitem.

Als Maynor Hernández hört, dass die US-Fußballnationalmannschaft erstmals seit fast 70 Jahren wieder ein Freundschaftsspiel in Kuba bestreiten wird, zögert der Amerikaner nicht lange: Er kauft ein Flugticket nach Havanna, um bei der historischen Partie dabei zu sein.

"Der Fußball vereint die beiden Länder", sagt der Kalifornier, der mit mehreren Verwandten nach Kuba gekommen ist, der Deutschen Presse-Agentur. "Es ist toll, hier zu sein." Die letzte Begegnung der beiden Teams in einem Freundschaftsspiel auf der Karibikinsel fand am 20. Juli 1947 in Havanna statt: Damals schickten die Kubaner die Gäste mit 5:2 nach Hause.

Auf den Rängen des Stadions Pedro Marrero schwenken die Fans kubanische Flaggen, aber auch das eine oder andere Sternenbanner ist zu sehen. Jill Biden, die Frau des US-Vizepräsidenten Joe Biden, feuert an der Seite des neuen US-Botschafters Jeffrey De Laurentis ihre Mannschaft an.

Die US-Boys schlagen die Gastgeber schließlich mit 2:0. Die Tore für die USA erzielen Chris Wondolowski (62.) und Bayern-Spieler Julian Green (71.). Doch das ist eigentlich gar nicht so wichtig. Fußball ist in Kuba eine Randsportart - auch deshalb überragt die politische Bedeutung der Begegnung die sportliche bei weitem.

Die Partie ist ein weiterer Schritt der Aussöhnung zwischen den einstigen Erzfeinden. Vor gut einem Jahr hatten Washington und Havanna wieder diplomatische Beziehungen aufgenommen. Auch gesellschaftlich, sportlich und wirtschaftlich öffnet sich Kuba derzeit.

Der Sport gilt in der Beziehung zwischen beiden Ländern längst als Fortsetzung der Politik mit anderen Mittel. Im Sommer 2015 kam mit dem Team von New York Cosmos erstmals seit 1978 wieder eine Profi-Fußballmannschaft aus den USA zu einem Spiel nach Kuba. NBA-Stars gaben kubanischen Kindern Basketballunterricht. Das Baseball-Spiel zwischen den Tampa Bay Rays und der kubanischen Nationalmannschaft im März schauten sich die Präsidenten Barack Obama und Raúl Castro sogar gemeinsam an.

Für die US-Boys ist die Partie ein Testlauf für die nächste Qualifikationsrunde vor der Fußballweltmeisterschaft 2018 in Russland. Trainer Klinsmann gibt mehreren jungen Spielern die Chance, sich zu beweisen. Der 21-jährige Torhüter Ethan Horvath etwa pariert bei seinem Debüt in der Nationalmannschaft drei Schüsse aufs Tor und empfiehlt sich für Höheres. "Wir wollen den Jungs eine Chance geben", sagt Klinsmann vor dem Spiel. "Solche Möglichkeiten gibt es nur sehr selten."

Der US-Coach blickt schon auf das nächste Etappenziel: Am 11. November trifft seine Mannschaft mit Mexiko auf den stärksten Konkurrenten im Kontinentalverband. Drei der sechs verbliebenen Mannschaften aus Nord- und Mittelamerika sowie der Karibik lösen direkt ein Ticket nach Russland.

Fußball-Arithmetik interessiert die Kubaner im Stadion Pedro Marrero herzlich wenig. Sie wollen guten Fußball sehen. "Wir sind begeistert vom US-Sport", sagt Luis Enrique Reyes und hüllt sich in einen Sternenbanner. "Wir haben nichts gegen unser Land, aber den besten Sport der Welt gibt es in den Vereinigten Staaten."

Spielbericht US-Fußballverband

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