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Reismann, Grünebach und Soyer jubeln

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Von: Paul Hopp

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Top bei den Frauen der W-60: Marianne Grünebach (Mi.) aus Polling siegte mit deutlichem Vorsprung auf Brigitte Büttner (l.) und Barbara Selb (r.). Foto: Grünebach
Und die Kuh schaut zu: Auf den letzten Metern zur Ziellinie wurden (v. r.)  Michael Speinle (TSV Penzberg), Anita Reismann (Post SV Weilheim), Fabian Kraus (BOB) und Andre Hornung (LG Stadtwerke München) von einem speziellen Fan beobachtet. © Scheitterer

Landkreis - Drei Sportler holen sich die Klassensiege beim 37. Gaißacher Berglauf.  Josef Streicher wurde mit 28:06 Minuten schnellster Landkreis-Athlet.

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Top bei den Frauen der W-60: Marianne Grünebach (Mi.) aus Polling siegte mit deutlichem Vorsprung auf Brigitte Büttner (l.) und Barbara Selb (r.). © Grünebach

Absolut ruhig und gelassen steht die mächtige Kuh direkt am Streckenrand und beobachtet die bunt gekleideten Frauen und Männer, die da mehr oder weniger laut schnaufend die letzten Meter bis zur Ziellinie absolvieren. Von den zahlreichen Zuschauern, die klatschend und rufend die Sportler anfeuern, lässt sich das Tier – zum Glück – auch nicht beeindrucken. Auf der Schwaigeralm, da sind die Rindviecher eben Läufer schon längst gewöhnt. Der Gaißacher Berglauf endet seit jeher dort, heuer ging die 37. Auflage über die Bühne. Für die Sportler aus dem Landkreis gab es bei dem Rennen der „Oberland Challenge“ gleich drei Klassensiege.

In der Altersklasse W-30 (Frauen zwischen 30 und 40 Jahren) holte sich die Penzbergerin Anita Reismann (Post SV Weilheim) in überlegener Manier den ersten Platz. Die 4,5 Kilometer inklusive 480 Höhenmeter absolvierte sie in 28:57 Minuten. Auf die Zweitplatzierte, Judy Schaffrath (TSV Wolfratshausen), hatte Reismann 1:14 Minuten Vorsprung. Die Penzbergerin war fast dreieinhalb Minuten schneller als im Vorjahr – eine gewaltige Steigerung auf der doch recht anspruchsvollen Strecke.

Erstmals am Lehener Berg am Start war Marianne Grünebach. Die Pollingerin (62) vom „Team Erdinger Alkoholfrei“ kam nach 38:48 Minuten oben an und gewann damit die Klasse W-60. Ehemann Peter Grünebach (68) belegte in der M-60 mit beachtlichen 34:45 Minuten den vierten Rang. Ebenfalls Vierter, allerdings in der Klasse M-45, wurde Josef Streicher. Der Athlet vom TSV Peißenberg überquerte bereits nach 28:06 Minuten die Ziellinie, Er war somit schnellster Landkreisathlet.

Doch nicht nur die älteren Semester überzeugten. Korbinan Soyer (Jahrgang 2004) vom SV Söchering bewältigte die Strecke in 32:14 Minuten. Damit war er in der U-16 Bester unter insgesamt drei Athleten. Mit Wadenproblemen hatte Soyers Vereinskamerad Fabian Fittkau (Jg. 1997) zu kämpfen. Er hielt dennoch durch und wurde mit 34:17 Minuten Dritter der U-20-Klasse. Ohne Training und nach einer fünfwöchigen Pause bestritt Michael Speinle (TSV Penzberg) den Wettkampf. „Ich bin absolut ohne Erwartungen hergekommen“, sagte er. Mit 28:56 Minuten gelang ihm trotz allem eine gute Zeit. In der Herrenklasse (20 bis 30 Jahre) bedeutete sie allerdings nur den 20. Rang – ein Beleg für das hohe Niveau der Konkurrenz.

Für die schnellste Zeit aller 137 Finisher sorgte „Challenge“-Dominator Toni Lautenbacher. Mit seiner Zeit von 20:07 Minuten war er um 16 Sekunden schneller als bei seinem Sieg 2015. Zum Streckenrekord aus dem Jahr 1996 (19:52) fehlt allerdings noch ein gutes Stück. „Es ist vom Start weg gut gegangen – auch, weil es nicht zu warm war“, sagte Lautenbacher. Für ihn war es auch eine Art Generalprobe: Der Benediktbeuerner tritt am kommenden Wochenende bei der Berglauf-WM in Bulgarien an. Schnellste Frau war Lokalmatadorin Regina Danner mit 26:21 Minuten. „Ich freue mich, dass ich nach meiner Babypause schon so gut drauf bin“, sagte die Sportlerin vom SC Gaißach.

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