Zeitfahrspezialist Tony Martin will das Gelbe Trikot erobern. Foto: Nicolas Bouvy
1 von 6
Zeitfahrspezialist Tony Martin will das Gelbe Trikot erobern. Foto: Nicolas Bouvy
John Degenkolb (l) möchte auch im Kampf um das Grüne Trikot ein Wörtchen mitreden. Foto: Rene Vigneron
2 von 6
John Degenkolb (l) möchte auch im Kampf um das Grüne Trikot ein Wörtchen mitreden. Foto: Rene Vigneron
Sprinter André Greipel will bei der Tour einen Etappensieg. Foto: Kim Ludbrook
3 von 6
Sprinter André Greipel will bei der Tour einen Etappensieg. Foto: Kim Ludbrook
Emanuel Buchmann fährt die Frankreichrundfahrt mit dem Trikot des deutschen Meisters. Foto: Arne Dedert
4 von 6
Emanuel Buchmann fährt die Frankreichrundfahrt mit dem Trikot des deutschen Meisters. Foto: Arne Dedert
Simon Geschke fährt für das Team Giant-Alpecin. Foto: Daniel Dal Zennaro
5 von 6
Simon Geschke fährt für das Team Giant-Alpecin. Foto: Daniel Dal Zennaro
Dominik Nerz war im ersten Habjahr angeschlagen, ist nun aber wieder fit. Foto: Kim Ludbrook
6 von 6
Dominik Nerz war im ersten Habjahr angeschlagen, ist nun aber wieder fit. Foto: Kim Ludbrook

Deutsche bei der Tour: Hohe Ziele für die drei Großen

Tony Martin, John Degenkolb und André Greipel sind die Stars unter den deutschen Tour-Teilnehmern. Ihre Minimalanforderung und die der Fans lautet: mindestens ein Etappensieg.

Berlin (dpa) - Die drei großen Deutschen der Tour de France haben hohe Ansprüche. Ein Etappensieg ist für Tony Martin, André Greipel und John Degenkolb die Minimalanforderung beim am Samstag in Utrecht startenden Saisonhöhepunkt.

Der dreimalige Zeitfahr-Weltmeister Martin und der überragende Fahrer des Frühjahrs, Degenkolb, haben sogar das Gelbe und Grüne Trikot im Visier. Für Überraschungen aus dem Kader der zehn deutschen Tourstarter könnten in erster Linie der neue deutsche Meister Emanuel Buchmann, Dominik Nerz oder Simon Geschke sorgen.

TONY MARTIN: Für den Wahl-Schweizer gilt "jetzt oder nie". Die erste Etappe am Samstag in Utrecht ist ein 13,8 Kilometer langes Zeitfahren durch die Stadt und damit eine Spezialität des 30-Jährigen. "Diese Chance auf Gelb wird es nicht mehr so oft geben", sagt Martin, der sich bei den nationalen Titelkämpfen in souveräner Manier seine fünfte Meisterschaft im Zeitfahren gesichert hatte.

Der gebürtige Lausitzer will nichts dem Zufall überlassen und testete die Strecke erstmals am Dienstagabend in der Dämmerung, weil sich da der Straßenverkehr beruhigt hatte. Zweimal war der viermalige Etappengewinner schon nah dran am "Maillot Jaune": 2010 in Rotterdam verhinderte womöglich Nieselregen den Sieg und Gelb, 2012 in Lüttich zerschnitt eine Glasscherbe den Hinterreifen. Vor allem Fabian Cancellara und Tom Dumoulin könnten das erste Gelbe Trikot in Martins Karriere verhindern.

JOHN DEGENKOLB: Nach seinen Siegen bei Mailand-Sanremo und Paris-Roubaix muss der Wahlfrankfurter weder sich noch seinen Fans bei den Klassikern etwas beweisen. Nun will er endlich zeigen: Er kann auch Tour. Zwei Jahre fährt er seinem ersten Etappensieg hinterher. Diesmal sind die Chancen so groß wie nie, auch weil im Giant-Alpecin-Team Topsprinter Marcel Kittel fehlt. Damit sind mehr Kräfte für "Dege" frei.

Der 26-Jährige ("Ich bin nicht in der Position, liefern zu müssen") fühlt angeblich keinen Druck und will sich sogar in den Kampf um das Grüne Trikot werfen. Die Punktewertung gewann er zuletzt bei der Vuelta 2014. Die vierte Etappe nach Cambrai mit den ihm bestens bekannten Kopfsteinpflaster-Passagen hat er am kommenden Dienstag besonders im Blickwinkel. "Da ist John Topfavorit", sagt Martin.

ANDRÉ GREIPEL: Der Rostocker ist in Topform und peilt seinen siebten Etappensieg an. Die zweite Etappe nach Nejlte Jans in den Niederlanden hat sich der 32 Jahre alte Kapitän des belgischen Lotto-Soudal-Teams bereits rot angestrichen. Greipel, der in diesem Jahr schon 14 erfolgreiche Tage Giro d'Italia (ein Etappensieg) in den Beinen hat, sieht seine Hauptkonkurrenten in Massensprints in dem wieder erstarkten Ex-Weltmeister Mark Cavendish, Alexander Kristoff und Nacer Bouhanni. "Ich bin bereit", sagt das Muskelpaket aus Hürth.

DIE OUTSIDER: Degenkolbs Teamkollege Simon Geschke aus Berlin und die beiden Bora-Argon-Fahrer Dominik Nerz aus Wangen und der neue deutsche Straßenmeister Emanuel Buchmann (Ravensburg) könnten für eine Überraschung sorgen. Nerz, 2013 bei der Vuelta 14., fährt allerdings ein wenig ins Ungewisse. Eine Viruserkrankung hatte ihn, ähnlich wie den von seinem Team Giant-Alpecin nicht aufgestellten Marcel Kittel, zu einer langen Pause gezwungen. "Wir haben einen kompletten Form-Neuaufbau gemacht. Ich fühle mich wieder gut, mal sehen, was kommt", sagt er.

Homepage Martin

Homepage André Greipel

Homepage Degenkolb

Mehr zum Thema

Auch interessant

Meistgesehene Fotostrecken

Das sind die Kandidaten für die Rosberg-Nachfolge bei Mercedes

München - Silly Season im Advent: Der Rücktritt von Weltmeister Nico Rosberg bei Mercedes kommt einem Erdbeben auf dem Fahrermarkt der Formel 1 gleich, das begehrteste …
Das sind die Kandidaten für die Rosberg-Nachfolge bei Mercedes

Argentiniens Davis-Cup-Held Del Potro krönt sein Comeback

Als "Turm von Tandil" gewann Del Potro einst die US Open. Es folgten lange Jahre des Leidens. Doch der Argentinier kehrte triumphal zurück und krönte sein Comeback nun …
Argentiniens Davis-Cup-Held Del Potro krönt sein Comeback

Nico Rosberg ist Formel-1-Weltmeister: Bilder aus Abu Dhabi

Abu Dhabi - Nico Rosberg hat seinen "Kindheitstraum" wahr werden lassen und sich erstmals zum Weltmeister der Formel 1 gekrönt.
Nico Rosberg ist Formel-1-Weltmeister: Bilder aus Abu Dhabi

Traumhafter Weltcup-Auftakt für deutsche Rodler

Besser hätte es nicht laufen können: Deutschlands erfolgsverwöhnte Rodler belegen zum Weltcup-Auftakt in Winterberg alle Podestplätze. "Perfekt, einfach perfekt", sagt …
Traumhafter Weltcup-Auftakt für deutsche Rodler

Kommentare