Andrea Petkovic hat es in Wimbledon in die dritte Runde geschafft. Foto: Facundo Arrizabalaga
1 von 7
Andrea Petkovic hat es in Wimbledon in die dritte Runde geschafft. Foto: Facundo Arrizabalaga
Die Geschosse von bis zu 233 km/h waren für den Oldie kaum zu returnieren. Foto: Sean Dempsey
2 von 7
Die Geschosse von bis zu 233 km/h waren für den Oldie kaum zu returnieren. Foto: Sean Dempsey
Alexander Zverev unterliegt in Runde zwei Denis Kudla aus den USA. Foto: Gerry Penny
3 von 7
Alexander Zverev unterliegt in Runde zwei Denis Kudla aus den USA. Foto: Gerry Penny
Tommy Haas gewann den dritten Satz, konnte gegen den Aufschlagriesen Raonic aber letztlich nicht bestehen. Foto: Sean Dempsey
4 von 7
Tommy Haas gewann den dritten Satz, konnte gegen den Aufschlagriesen Raonic aber letztlich nicht bestehen. Foto: Sean Dempsey
Insgesamt 29 Asse servierte Milos Raonic allein im Match gegen Haas. Foto: Sean Dempsey
5 von 7
Insgesamt 29 Asse servierte Milos Raonic allein im Match gegen Haas. Foto: Sean Dempsey
Tommy Haas lässt seine Teilnahme beim Turnier am Hamburger Rothenbaum noch offen. Foto: Andy Rain
6 von 7
Tommy Haas lässt seine Teilnahme beim Turnier am Hamburger Rothenbaum noch offen. Foto: Andy Rain
Zudem setzte die Hitze allen auf dem Court zu. Foto: Sean Dempsey
7 von 7
Zudem setzte die Hitze allen auf dem Court zu. Foto: Sean Dempsey

In der Hitze von Wimbledon: Nur Petkovic weiter

Andrea Petkovic musste von der Hitzeregel keinen Gebrauch machen. Die deutsche Nummer zwei gewann in Wimbledon klar in zwei Sätzen. Für den jüngsten und ältesten Spieler im Feld dagegen ist das Turnier vorbei.

London (dpa) - Am heißesten Tag in der Wimbledon-Geschichte hat Andrea Petkovic die dürftige deutsche Bilanz geschönt. Die 27 Jahre alte Darmstädterin setzte sich am Mittwoch bei Temperaturen von mehr als 35 Grad Celsius gegen die Kolumbianerin Mariana Duque-Marino mit 6:3, 6:1 durch.

Petkovic zog damit als erster von anfangs insgesamt 18 deutschen Tennisprofis in die dritte Runde ein. Ausgeschieden sind dagegen Anna-Lena Friedsam und in Tommy Haas und Alexander Zverev der älteste und der jüngste Spieler im Hauptfeld der Grand-Slam-Veranstaltung.

"Es war echt anstrengend bei der Hitze. Du verlierst auf dem trockenen Gras mehr Energie. Ich hätte nicht sehr gerne drei Sätze gespielt", sagte Petkovic. Nach ihrem bizarren 6:0, 6:0-Erfolg zum Auftakt gegen die sichtlich angeschlagene Amerikanerin Shelby Rogers wusste sie vor dem Match gegen die Nummer 99 der Welt noch nicht so recht, wie sie ihr Level auf Rasen einzuschätzen hatte.

Doch bei drückenden Temperaturen zeigte sich die an Nummer 14 gesetzte Hessin vom ersten Ballwechsel an hochkonzentriert und verwertete eiskalt ihren dritten Matchball. Im Kampf um den Einzug in das Achtelfinale trifft die deutsche Nummer zwei auf Sarina Dijas aus Kasachstan. Dijas hatte zuletzt beim WTA-Turnier in Stuttgart mit ihrem 6:0, 6:0-Erfolg gegen Sabine Lisicki für Aufsehen gesorgt.

Im direkten Vergleich zwischen der Weltranglisten-34. Dijas und Petkovic steht es 1:1. Beide standen sich in diesem Jahr in Dubai und Doha gegenüber. "Eine sehr unangenehme Gegnerin, aber ich werde versuchen, mein Spiel zu machen und werde meine Chancen bekommen."

Weniger gut lief es am dritten Turniertag für Friedsam und die zwei deutschen Herren. Haas verabschiedete sich bei seiner 15. Wimbledon-Teilnahme aber ehrenvoll und wollte von einem Karriereende nichts wissen. "Ich hätte nichts dagegen, hier noch einmal aufzuschlagen. Wer weiß? Das Gefühl, aufzuhören, habe ich noch nicht", sagte der 37-Jährige nach seiner 0:6, 2:6, 7:6 (7:5), 6:7 (4:7)-Niederlage gegen den an fünf gesetzten Kanadier Milos Raonic.

Später ereilte auch den gerade einmal halb so alten Alexander Zverev bei seiner Grand-Slam-Premiere das Aus. Der 18 Jahre alte Hamburger verlor gegen Denis Kudla aus den USA 3:6, 6:3, 6:7 (2:7), 4:6. "Mein Level war nicht da, wo ich es haben wollte", sagte Zverev, der am Abend noch Blut bei der Dopingkontrolle abgeben musste. "Schade, dass ich noch nicht stark genug bin, so ein Match zu gewinnen", sagte er.

Haas klang nach seinem kämpferisch überzeugenden Auftritt ganz und gar nicht nach Resignation, Müdigkeit oder Berufsunlust. "Ich habe gegen einen der besten Spieler der Welt verloren", sagte er und scherzte: "Ich wünschte, ich hätte nur einmal im Spiel so einen Aufschlag wie er." Raonic gelang mit 233 Kilometern pro Stunde der drittschnellste Aufschlag der Turniergeschichte.

Einen weiteren Bestwert vermeldeten die Organisatoren am späten Nachmittag: Mit 35,7 Grad Celsius geht der Tag als bislang heißester in die Geschichte der traditionsreichen Veranstaltung im sonst gerne einmal so regnerischen Wimbledon ein. Der bisherige Bestwert lag bei 34,6 Grad während der Hitzewelle im Sommer 1976.

Fast alle Spieler legten sich während der Seitenwechsel mit Eis gefüllte Handtücher in den Nacken. Nur der Weltranglisten-Erste und Titelverteidiger Novak Djokovic hatte offenbar keine Probleme. "Es war nicht so schlimm, wie ich dachte", sagte der von Boris Becker trainierte Serbe nach seinem Sieg gegen den Finnen Jarkko Nieminen.

Damen-Auslosung

Herren-Auslosung

Profil Haas auf ATP-Homepage

Auch interessant

Meistgesehene Fotostrecken

Das sind die Kandidaten für die Rosberg-Nachfolge bei Mercedes

München - Silly Season im Advent: Der Rücktritt von Weltmeister Nico Rosberg bei Mercedes kommt einem Erdbeben auf dem Fahrermarkt der Formel 1 gleich, das begehrteste …
Das sind die Kandidaten für die Rosberg-Nachfolge bei Mercedes

Argentiniens Davis-Cup-Held Del Potro krönt sein Comeback

Als "Turm von Tandil" gewann Del Potro einst die US Open. Es folgten lange Jahre des Leidens. Doch der Argentinier kehrte triumphal zurück und krönte sein Comeback nun …
Argentiniens Davis-Cup-Held Del Potro krönt sein Comeback

Nico Rosberg ist Formel-1-Weltmeister: Bilder aus Abu Dhabi

Abu Dhabi - Nico Rosberg hat seinen "Kindheitstraum" wahr werden lassen und sich erstmals zum Weltmeister der Formel 1 gekrönt.
Nico Rosberg ist Formel-1-Weltmeister: Bilder aus Abu Dhabi

Traumhafter Weltcup-Auftakt für deutsche Rodler

Besser hätte es nicht laufen können: Deutschlands erfolgsverwöhnte Rodler belegen zum Weltcup-Auftakt in Winterberg alle Podestplätze. "Perfekt, einfach perfekt", sagt …
Traumhafter Weltcup-Auftakt für deutsche Rodler

Kommentare