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Mayrhofer über seine Zukunft und das Schicksalsspiel

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Von: Armin Gibis

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„Wir müssen unbedingt gewinnen“: Gerhard Mayrhofer. © sampics / Stefan Matzke

München - 1860-Präsident Gerhard Mayrhofer spricht im Interview mit dem Münchner Merkur vor der Schicksalspartie gegen Kiel: „Jeder hat verstanden, um was es geht“

Gerhard Mayrhofer, der Countdown läuft, der TSV 1860 steht vor einem schicksalsschweren Spiel. Wie fühlen Sie sich als Löwen-Präsident?

Gerhard Mayrhofer: Gut und schlecht zugleich. Die Situation ist natürlich angespannt. Wenn ich sagen würde, ich wäre vollkommen relaxed, würde ich lügen.

Der frühere Präsident des FC Bayern, Wilhelm Neudecker, hat einst vor wichtigen Spielen immer Kerzen gespendet. Eine solche Aktion ist nicht geplant?

Gerhard Mayrhofer: (lacht) Nein, das werde ich nicht machen. Aber ich weiß von einem Fan, der tatsächlich Kerzen gespendet hat.

Man hatte ja zuletzt den Eindruck, dass die Sechziger überirdische Unterstützung benötigen, um ein Tor zu schießen. Beunruhigt Sie das nicht?

Gerhard Mayrhofer: Das Spiel in Kiel war ein typisches Relegationsspiel. Das war geprägt von Nervosität auf beiden Seiten. Es war ja auch nicht so, dass sich Kiel – bis auf einen gefährlichen Kopfball – zwingende Torchancen herausgespielt hätte. Ich glaube, in solchen Spielen darf man sich keinen großartigen Fußball erwarten. Aber natürlich wäre es hilfreich, wenn wir mal wieder ein Tor schießen würden. Das stimmt schon.

Die Nervosität wird im Rückspiel nicht geringer sein. Wie sehen Sie die Chancen, dass die Sechziger die Relegation doch noch zu ihren Gunsten rumbiegen?

Gerhard Mayrhofer: Wir haben es in unserer eigenen Hand. Es liegt nur an uns. Das 0:0 ist kein Traumergebnis. Aber wir müssen dieses Spiel unbedingt gewinnen. Wir haben ein volles Haus. Ein ausverkauftes Stadion mit extrem vielen Löwen bringt natürlich eine extrem gute Stimmung für uns. Und ich glaube, es hat jetzt jeder verstanden, um was es geht.

Haben Sie vor, noch einen persönlichen Appell an die Spieler zu richten?

Gerhard Mayrhofer: Nein. Es ist besser, dass wir die Mannschaft zusammen mit dem Trainerteam völlig in Ruhe lassen. Man muss nichts mehr sagen. Es ist alles gesagt. Die Mannschaft weiß, dass wir mit unserem Herzen voll dabei sind.

Egal wie die Partie gegen Kiel ausgeht – Sie bleiben 1860-Präsident?

Gerhard Mayrhofer: Ich glaube nicht, dass das vom Ausgang dieses Spiels abhängig ist . . .

Hat Ihre Zukunft als Vereinschef mit dem Verhältnis zum Investor Hasan Ismaik zu tun?

Gerhard Mayrhofer: Darüber ist viel spekuliert worden. Es ist aber nicht an der Zeit, jetzt darüber zu reden. Es geht nur um dieses eine Spiel, der Sport steht im Fokus. Dass danach großer Gesprächsbedarf da ist, ist völlig klar.

Das Gespräch führte Armin Gibis

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