TSV 1860, Hasan Ismaik, Peter Cassalette
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1860-Präsident Peter Cassalette und Hasan Ismaik beim 2:0-Sieg des TSV 1860 München über den FC St. Pauli.

Insolvenzgefahr droht

Wie geht es weiter mit Ismaik? Das sagen Cassalette und Bay

München - Wie geht es weiter mit dem TSV 1860 und Hasan Ismaik? Auf einer Presserunde bezogen die Vereinsverantwortlichen am Montag Stellung zur aktuellen Lage.

Am Montag luden die Vereinsverantwortlichen des TSV 1860 München zu einer offenen Presserunde ins Donisl am Marienplatz. Grund dafür: Ismaiks Pressekonferenz aus London kurz nach der Niederlage in Freiburg und das Verhältnis zu Hasan Ismaik. Nach dessem medialem Dauerfeuer rund um die Weihnachtstage waren die verantwortlichen Protagonisten des TSV 1860 München erst einmal abgetaucht, auch um eine öffentliche Schlammschlacht mit dem streitbaren Jordanier zu verhindern.

Für Verwirrung sorgte Ismaik neben seinen Ankündigungen (keine Umwandlung der Genussscheine, indirekte Androhung der Insolvenz) zudem mit den Plänen, einen Club aus der englischen Premier League übernehmen zu wollen. Auch die zeitlich unterschiedliche Autorisierung von Zitaten für deutsche und englische Medien erweckte den Eindruck, dass Ismaik eine durchgeplante Medienkampagne führe, und ließ für Spekulationen in jegliche Richtung viel Raum.

Teilnehmer der Gesprächsrunde im Donisl am Montagmittag waren Vereinspräsident Peter Cassalette, die Vizepräsidenten Peter Helfer und Hans Sitzberger, sowie der Verwaltungsratsvorsitzende Karl-Christian Bay.

Die wichtigsten Aussagen der 1860-Verantwortlichen: 

Präsident Peter Cassalette zu Ismaiks Pressekonferenz in London: "Wir waren überrascht." Der Verein habe nicht von dieser Aktion gewusst und könne sich vieles auch nicht erklären, beispielsweise was Ismaik mit "spürbare Veränderungen" im Verein fordere.

Verwaltungsratsvorsitzende Karl-Christian Bay zur aktuellen Lage: "Der Verein ist an keiner Eskalation interessiert. Wir betrachten die aktuelle Entwicklung mit großer und ernsthafter Sorge." Aufgrund Ismaik neuerlichem Bekenntnis zum Verein hoffe man, „dass wir die neue Situation auf den Verhandlungsweg bringen können“. 

Bay über Ismaiks Vorwurf einer Verschwörung gegen seine Person: "Derartige Vorgänge sind nicht bekannt. Sie entbehren auch der Grundlage. Wir tun uns etwas schwer zu erkennen, was Ismaik damit konkret meint.“ 

Bay über eine drohende Insolvenz: "Wenn Ismaik die Saison 2016/17 nicht finanziert und wir keine alternative Finanzierungsmöglichkeit finden würden, dann wäre 1860 gefährdet. Wir bräuchten einen mittleren einstelligen Millionenbetrag." Andernfalls entstehe „Insolvenzgefahr“. 

Cassalette zur Umwandlung der Darlehen in Genussscheine bis zum 31.12.: "Das ist maximal unwahrscheinlich, aber wir probieren es."

Cassalette soll Verhältnis zu Ismaik retten

Für den Fall, dass Ismaik seine Darlehen in Höhe von 3,5 Millionen Euro nicht in Genussscheine umwandelt, droht den Löwen seitens der DFL eine Strafe von 750.000 Euro. Das wären in etwa die Pokaleinnahmen aus der laufenden Saison.

Bay und Cassalette zum weiteren Vorgehen: "Wir werden versuchen, mit Ismaik vernünftig zu reden. Der, der am meisten Gehör bei ihm findet, sollte das tun. Peter Cassalette hat ein sehr gutes Verhältnis zu Ismaik", so Bay. Cassalette: „Dass ich momentan einen sehr guten Draht zu Ismaik habe, liegt daran, dass ich bei ihm unvorbelastet bin.“

Im Laufe des Abends lesen Sie eine ausführliche Berichterstattung zur Veranstaltung mit 1860-Präsident Peter Cassalette auf unseren Portalen tz.de und merkur.de.

Armin Gibis/Erik Petersen

Armin Gibis

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E-Mail:armin.gibis@merkur.de

Erik Petersen

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