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X-Tausend: "Wir zeigen, dass es im Grünwalder möglich ist"

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Von: Felix Müller

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Michi (links) mit Markus Drees, dem Chef der Stadion-Freunde. © Kurzendörfer Reinhard

München - Für viele Löwen-Fans ist es jede Saison ein Highlight: das X-Tausend-Spiel. Am Samstag ist es beim Spiel gegen Ingolstadt II wieder soweit. Wir haben uns mit Mit-Organisator Michi unterhalten.

Michi, was kann das Grünwalder, was die Allianz Arena niemals kann? 

Es hat ein städtisches Umfeld, in dem man sich gerne aufhält. Wo man nach dem Spiel noch gerne ein Bier trinken geht. Das Sechzgerstadion ist übersichtlicher, es gibt dort ein Zusammengehörigkeitsgefühl – und es hat Historie.

Hand aufs Herz: Was würden Sie lieber sehen: Zweite Liga in der Arena oder eine Liga tiefer im Grünwalder Stadion? 

Ich halte den sportlichen Erfolg schon für wichtig, gerade auch für die Nachwuchsarbeit. Wenn die erste Mannschaft absteigt, muss die zweite ja auch zwangsabsteigen. Andererseits will ich natürlich nach Giesing. Am liebsten wäre mir also auf jeden Fall zweite Liga im Grünwalder Stadion.

Wann waren Sie das erste Mal im Sechzgerstadion? 

Das muss um 89/90 gewesen sein. Die Zeit mit Karsten Wettberg. In die Löwen-Familie wurde man damals sofort aufgenommen.

„Heimat ist, wo das Herz weh tut“ sagen die Stadion-Nostalgiker. Tut es denn noch so sehr weh? Das Sechzger ist ja nicht mehr vom Abriss bedroht. 

Natürlich geht es uns bei „X-Tausend“ nicht mehr wie am Anfang um den reinen Erhalt. Jetzt geht es uns stattdessen auch darum, zu zeigen, dass Spiele mit vielen Zuschauern im Grünwalder immer noch möglich sind – ohne Verwüstungen in Giesing oder angeblich bürgerkriegsähnliche Zustände.

Zu den Spitzenzeiten kamen über 10 000 Fans zu X-Tausend. Mit wie vielen rechnen Sie dieses Mal? 

Mit 3500 wäre ich schon zufrieden. Wir werden in den nächsten Tagen noch viel Mund-zu-Mund-Propaganda machen und Plakate verteilen.

Gibt es heuer eigentlich ein Motto für X-Tausend? 

Ja. Wir haben uns für „Eine Leidenschaft – Eine Familie – Eine Tradition“ entschieden.

Die Fragen stellte Felix Müller.

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