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Claudia Pechstein hat die Europameisterschaft in Minks abgesagt.

Start in Minsk macht keinen Sinn

Claudia Pechstein sagt EM ab

Berlin - Claudia Pechstein hat am Montag ihren Start bei der EM in Minsk abgesagt. Vor ihr liegen nun intensive Trainingseinheiten.

Dieser EM-Start hätte keinen Sinn gemacht. Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Claudia Pechstein will sich in dieser Saison ganz auf den Gewinn einer Medaille bei den Weltmeisterschaften konzentrieren und hat daher ihre Teilnahme an der Mehrkampf-Europameisterschaft am Wochenende im weißrussischen Minsk abgesagt.

„Mein bisheriger Saisonverlauf war nur durchschnittlich, was nicht meinem Anspruchsdenken entspricht. Aus diesem Grund habe ich mich entschieden, mich noch härter und gezielter auf die Einzelstrecken-Weltmeisterschaft in Kolomna vorzubereiten“, begründete die 43 Jahre alte Berliner Olympiasiegerin am Montag der Deutschen Presse-Agentur ihren Startverzicht.

In Minsk stehen die 500, 1500, 3000 und 5000 Meter auf Programm. Sowohl die 500 als auch die 1500 Meter ist Pechstein in diesem Winter nicht in der A-Gruppe des Weltcups gelaufen. Über 3000 Meter waren zwei achten Plätze ihre besten Platzierungen. Damit wäre sie bei der Mehrkampf-EM wohl ohne Chance auf den Einzug in das Finale der besten acht Läuferinnen über 5000 Meter gewesen. „Mein absoluter Fokus in dieser Saison liegt auf den 5000 Metern bei der WM. Hier werde ich versuchen, mein bestes Saisonergebnis zu erkämpfen“, erklärte die 43-jährige Berlinerin.

Die beste deutsche Eisschnellläuferin plant für die restliche Saison noch zwei intensive Trainingsblöcke und wird die deutschen Mehrkampf-Meisterschaften (16./17. Januar in Berlin) und den Weltcup im norwegischen Stavanger (29. bis 31. Januar) aus dem vollen Training heraus als Vorbereitung auf die WM bestreiten.

In Minsk ist die Deutsche Eisschnelllauf-Gemeinschaft in der Konkurrenz der Damen somit nur durch die Erfurterin Leia Behlau vertreten. Bei den Herren treten in Jonas Pflug (Berlin) und Felix Maly (Erfurt) gleichfalls Athleten der zweiten Reihe an.

dpa

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