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ei Olympia gäbe es nach drei vierten Plätze am Stück wie in Ruhpolding und Oberhof durch Franziska Preuß, Franziska Hildebrand und Andrea Henkel Kritik an den deutschen Skijägerinnen.

Kein Erfolg in Ruhpolding

Deutsche Biathletinnen: Hoffnung auf Sotschi

Ruhpolding - Aufgeschoben, aber nicht aufgehoben. Erneut reichte es beim Weltcup in Ruhpolding nicht für einen Podestplatz. Die Hoffnungen liegen weiterhin auf Olympia in Sotschi

Auch wenn es beim „Weltcup dahoam“ für die Biathletinnen wieder nicht zum ersten Podestplatz in einem Einzelrennen reichte, bleiben die Skijägerinnen mit Blick auf Olympia optimistisch. „Wir haben bewiesen, dass wir mit den vierten Plätzen sehr nahe dran sind. Irgendwann kommt eine von uns durch“, sagte Damen-Bundestrainer Gerald Hönig. Er hofft auf den Durchbruch, am besten in Sotschi: „Wir fahren nicht dahin, um teilzunehmen. Wir wollen, wenn wir an den Start gehen, um die Medaillen mitkämpfen. Wir haben ja keine Teilnehmermentalität.“

Nach dem vierten Platz im Massenstart von Andrea Henkel in Oberhof und Rang vier durch Franziska Hildebrand am Freitag im Einzel-Wettbewerb von Ruhpolding schnupperte am Sonntag im Verfolgungsrennen in der Chiemgau-Arena Franziska Preuß beim erneuten Sieg der Tschechin Gabriela Soukalova am Podestplatz. „Ich bin schon zufrieden mit dem vierten Platz. Ich wäre froh, wenn es so weitergeht, aber ich mache mir da auch keinen Druck. Ich habe schon gesehen, dass das auch nix bringt“, sagte Preuß und spielte auf ihren Blackout im Staffelrennen an.

44,7 Sekunden fehlten dem Küken im deutschen Team am Ende. Nach dem Rennen über die zehn Kilometer wurde die 19-Jährige aus Haag von den 17 000 Zuschauern gefeiert. Da war schnell vergessen, dass sie nach dem letzten Schießen einmal in die Strafrunde musste. Richtig bitter dagegen war der letzte Auftritt am Schießstand für Franziska Hildebrand. „Ich bin enttäuscht, denn die Ausgangsposition war gut. Das ist eine bittere Pille“, sagte die 26-Jährige nach gleich drei Fahrkarten. Am Ende blieb Rang 13 für die Athletin aus Clausthal-Zellerfeld, die lange Zweite gewesen war.

Einen Aufwärtstrend in ihrem letzten Rennen auf deutschem Boden zeigte die achtmalige Weltmeisterin Andrea Henkel. Noch am Mittwoch hatte sie wegen einer Magen-Darm-Grippe auf ihren Einsatz in der Staffel verzichten müssen. Nun kam sie nach einem Schießfehler auf Rang 14. Während die in der Staffel so furios auftrumpfende Evi Sachenbacher-Stehle die Qualifikation für das Verfolgungsrennen verpasst hatte, beendete die dreimalige Junioren-Weltmeisterin Laura Dahlmeier nach ebenfalls nur einer Strafrunde das Verfolgungsrennen auf Rang 19.. Beim letzten Weltcup vor Olympia in Antholz geht es am Donnerstag weiter mit dem Sprint, ehe für die Biathleten das Olympia-Trainingslager ansteht.

Insgesamt 66 000 Zuschauer kamen in diesem Jahr zum Weltcup nach Ruhpolding. Bürgermeister Wolfgang Pichler zog ein zufriedenes Fazit der fünf Wettkampftage: „Nach dem Defizit im letzten Jahr sieht es diesmal sehr gut aus.“

dpa

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