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US-Star Steven Holcomb siegte mit rund einer Zehntelsekunde Vorsprung.

Holcomb gewinnt in Lake Placid

Deutsche Bobs erstmals geschlagen

Lake Placid - Die Siegesserie der deutschen Bob-Piloten ist beim ersten Übersee-Weltcup gerissen. Auch die Damen verpassten in Lake Placid den erhofften ersten Podiumsplatz in diesem Winter.

Nico Walther (Oberbärenburg) holte am Freitag in Lake Placid den zweiten Platz im Zweierbob und musste sich dabei US-Star Steven Holcomb geschlagen geben, der mit rund einer Zehntelsekunde Vorsprung siegte. Der Südkoreaner Won Yunjong wurde Dritter.

Maximilian Arndt (Oberhof) landete auf dem sechsten Platz, ausgerechnet Weltmeister Francesco Friedrich (Oberbärenburg) enttäuschte als Achter. Der ehemalige Leichtathlet hatte bislang alle Rennen im kleinen Schlitten gewonnen und führt den Gesamtweltcup weiter an. Mitfavorit Oskars Melbardis aus Lettland hatte sich im Training leicht verletzt und nahm nicht am Rennen teil.

Vor der Weihnachtspause hatten die deutschen Männer den Heimvorteil bei den Rennen in Altenberg, Winterberg und am Königssee perfekt genutzt und alle Siege eingefahren. Fünf von sechs Erfolgen gingen allein an Friedrich.

Schneiderheinze Fünfte

Die WM-Zweite Anja Schneiderheinze aus Erfurt zeigte trotz Startnummer neun mit Erline Nolte immerhin eine ordentliche Leistung und kam auf Platz fünf. Die Oberhoferin Mariama Jamanka landete bei ihrem erst zweiten Weltcuprennen mit Debütantin Anne Lobenstein auf Rang sieben von nur neun Schlitten.

Den Sieg in Abwesenheit von Bahnrekordlerin Elana Meyers Taylor, die einen Start beim Europacup auf der WM-Bahn in Innsbruck/Igls bevorzugte, holte sich US-Pilotin Jamie Poser Greubel. Die Ehefrau des deutschen Anschiebers Christian Poser verwies mit 0,43 Sekunden Vorsprung Olympiasiegerin Kaillie Humphries aus Kanada auf Platz zwei. Dritte nach zwei Läufen wurde bei Minus 28 Grad Celsius und hartem Eis die Österreicherin Christina Hengster mit Anschieberin Monique Dekker.

Sandra Kroll aus Königssee, zuletzt beste Deutsche, musste absagen. „Sandra hatte bedauerlicherweise noch Probleme mit ihrer Gehirnerschütterung nach dem Trainingssturz in Altenberg. Es ist halt wie fast immer turbulent bei uns“, sagte Cheftrainer Christoph Langen.

dpa/SID

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