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Axel Teichmann war zuletzt nach einem Rennen in extremer Kälte erkrankt ausgefallen.

Deutsche Langläufer wollen in die Kälte-Hölle

Köln - Die deutschen Skilangläufer werden nun doch trotz klirrender Kälte zum Weltcup im russischen Rybinsk reisen - und zwar auf eigenen Wunsch. Der Bundestrainer kann das nicht nachvollziehen.

„Die Athleten sind auf mich zugekommen. Sie wollen unbedingt starten, egal wie kalt es wird. Daher habe ich das akzeptiert, auch wenn ich das nicht ganz nachvollziehen kann“, sagte Bundestrainer Jochen Behle. Für das Wochenende sind Temperaturen von bis zu 28 Grad unter Null angesagt.

Insbesondere Athleten wie Axel Teichmann (Bad Lobenstein) oder Steffi Böhler (Ibach) waren zuletzt nach Rennen in extremer Kälte erkrankt ausgefallen. „Aber wenn sie wollen, dann fahren wir hin. Ein Stückweit kann ich sie auch verstehen, immerhin gibt es einige Weltcuppunkte zu holen“, sagte Behle, kündigte aber auch an: „Wenn wir nach Rybinsk fahren, dann müssen wir auch starten.“ Nach den Regeln des Weltverbandes FIS dürfen Weltcuprennen nicht bei Tagestemperaturen unter minus 20 Grad gestartet werden.

Bei den Massenstartrennen und beim Skiathlon werden neben Böhler auch Katrin Zeller und Nicole Fessel (beide Oberstdorf) starten. Bei den Männern treten neben Teichmann Tobias Angerer (Vachendorf), Jens Filbrich (Frankenhain) und Tim Tscharnke (Biberau) die Reise in die 200.000-Einwohner-Stadt 280 Kilometer nördlich von Moskau an.

Am Montag hatte Behle die Fahrt nach Rybinsk „aus gesundheitlichen Gründen“ noch abgesagt.

sid

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