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Fritz Dopfer hat seine ersten Weltcup-Punkte geholt

Dopfer überrascht im Riesenslalom

Kranjska Gora - Der Garmischer Skirennfahrer Fritz Dopfer hat beim Riesenslalom in Kranjska Gora als 17. für eine Überraschung gesorgt. Es sind seine ersten Weltcup-Punkte überhaupt.

Nach 22 erfolglosen Weltcup-Rennen hat der Garmischer Fritz Dopfer als 17. des Riesenslaloms in Kranjska Gora für eine Überraschung gesorgt. Mit der hohen Startnummer 54 holte Dopfer am Samstag beim Sieg des Österreichers Marcel Hirscher seine ersten Weltcup-Punkte überhaupt und schaffte die beste deutsche Riesenslalom-Platzierung seit mehr als drei Jahren. “Es ist genial. Im zweiten Lauf habe ich alles gegeben, ich bin überglücklich. Das ist eine Bestätigung für meine harte Arbeit des Sommers“, sagte der 22-Jährige. Der gebürtige Österreicher hatte sich mit der zweitschnellsten Laufzeit im Finaldurchgang noch um sieben Plätze verbessert. Felix Neureuther aus Partenkirchen hatte in Slowenien als 32. den Finallauf erneut knapp verpasst, hofft aber nach seinem Kitzbühel-Sieg auf einen erneuten Slalom-Coup an diesem Sonntag.

Hirscher gewann den Riesenslalom in 2:31,30 Minuten vor dem Norweger Kjetil Jansrud und Ted Ligety aus den USA. Als Sechster baute der Österreicher Benjamin Raich mit 967 Punkten seine Führung in der Gesamtwertung auf Carlo Janka (Schweiz/8.) auf 70 Zähler aus. Die Entscheidung in der Disziplinen-Wertung fällt erst am beim Weltcup-Finale Mitte März in Garmisch-Partenkirchen: Ligety liegt mit 352 Punkten vor dem Italiener Massimiliano Blardone (309) und Hirscher (306).

Minutenlang durfte Dopfer seinen Erfolg auskosten. Als zwischenzeitlich Führender lächelte er in der “Leader Box“ in die TV- Kameras. “Es ist einfach genial und schön und eine Bestätigung für alle, die hinter mir stehen“, sagte er. Neureuther, der im Dezember 2006 Riesenslalom-Elfter in Alta Badia gewesen war, ärgerte sich über einen Fahrfehler im oberen Streckenteil, der ihn den Finaldurchgang kostete: “Dann wird's halt schwer, aber heute, das war ein großer Fortschritt.“

Während Dopfer sich die Olympischen Winterspiele daheim am Fernseher ansehen und dabei “viel von den Besten lernen“ will, wird der Finne Marcus Sandell nach überstandener schwerer Verletzung doch noch in Whistler starten. Als Vorläufer war der 22-Jährige auf der anspruchsvollen Podkoren-Piste so schnell, dass ihn der finnische Verband für Olympia nominierte. Sandell war Ende September nach einem Trainingssturz eine Niere entfernt worden.

Altmeister Didier Cuche wurde am Samstag in Zürich erfolgreich am gebrochenen Daumen operiert. Mit einer Spezialschiene könne Cuche das Training kommende Woche wieder aufnehmen, so der Schweizer Verband. Die Verletzungen am linken Knie seien nicht gravierend, Olympia somit nicht gefährdet. Cuche war am Freitag in Kranjska Gora gestürzt.

dpa

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