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Nico Ihle.

Pechstein auf Rang acht

Eisschnelllauf: Ihle sichert sich WM-Ticket

Stavanger - Die deutschen Eisschnellläufer bleiben in diesem Winter weiter ohne Podestplatz, doch die Formkurve zeigt zwei Wochen vor der WM nach oben.

Nico Ihle stand die Erleichterung ins Gesicht geschrieben. „Das tat richtig weh heute“, sagte der Chemnitzer Olympia-Vierte, nachdem er sich am Sonntag in letzter Sekunde das Ticket zur Einzelstrecken-WM der Eisschnellläufer in Kolomna gesichert hatte. „Aber solche Rennen geben mir Mut und Motivation“, bekannte er nach Platz zehn über 1000 Meter beim Weltcup in Stavanger.

Nach oben zeigt die Formkurve bei Claudia Pechstein. Mit Platz acht egalisierte die 43 Jahre alte Olympiasiegerin ihre beste Weltcup-Platzierung über 3000 Meter in diesem Winter. In 4:08,77 Minuten trug das Training unter dem neuen Coach Peter Mueller damit erste Früchte. Der Sieg ging erneut an Top-Favoritin Martina Sablikova in 4:00,08 Minuten. Die Tschechin hatte tags zuvor auch erstmals die 1500 Meter gewonnen. Bente Kraus aus Berlin überraschte am Sonntag als Zweite der B-Gruppe in 4:09,76 Minuten.

Tags zuvor hatte sich auch Patrick Beckert mit einem fünften Platz über 5000 Meter dem Podest genähert. „Das macht Hoffnung für die WM“, bekannte der Erfurter, der zuletzt unter Knöchelproblemen zu leiden hatte.

Voll unter Druck stand vor der fünften Weltcup-Station Nico Ihle. In 1:09,51 Minuten war der Sachse am Sonntag noch einmal 0,13 Sekunden schneller als am Vortag, als er gleichfalls Zehnter geworden war. Er entschied damit das interne Duell gegen den Inzeller Hubert Hirschbichler klar zu seinen Gunsten. „Das war wieder ein Schritt nach vorn, der mich zuversichtlich in Richtung WM stimmt“, sagte der Olympia-Vierte, der in der ersten Saisonhälfte überhaupt nicht zurecht gekommen war.

Hirschbichler lief zwar in 1:10,43 Minuten so schnell wie noch nie auf einer Flachlandbahn, hatte aber gegen Ihle keine Chance. Das Stechen war notwendig geworden, weil die Deutschen bei den ersten Weltcups des Winters nur einen Startplatz über 1000 Meter für die WM in Russland vom 11. bis 14. Februar erkämpft hatten. Der Sieg ging erneut an den Russen Pawel Kulischnikow, der in 1:08,10 Minuten seinen inoffiziellen Flachland-Weltrekord egalisierte.

dpa

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