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Felix Neureuther.

Slalom in Kitzbühel

Felix Neureuther schon wieder auf dem Podium

Felix Neureuther hat zum sechsten Mal in diesem Winter das Podium erreicht. Der 30-Jährige aus Partenkirchen belegte beim Weltcup-Slalom im österreichischen Kitzbühel erneut einen starken dritten Rang.

Weltmeister Mario Götze zitterte auf der Tribüne mit - und er brachte vor allem Felix Neureuther Glück. In einem spannenden Rennen im Schneetreiben von Kitzbühel fuhr der 30 Jahre alte Vizeweltmeister im siebten Slalom der Saison schon zum sechsten Mal auf das Treppchen.

„Glückwunsch zum Podestplatz, Felix“, twitterte Götze noch von der Tribüne, während Neureuther in bester Laune betonte: „Podium ist immer genial. Das war kein einfaches Rennen. Ich bin richtig happy.“

Schneller als Vorjahressieger Neureuther, der am Ganslernhang auch 2010 schon gewonnen hatte, waren Mattias Hargin aus Schweden, der erstmals im Weltcup siegte, und Marcel Hirscher aus Österreicher (0,49 Sekunden zurück). Hinter Neureuther (0,63), der im zweiten Lauf von Rang fünf aus noch aufs Podest fuhr, gelang auch Fritz Dopfer (Garmisch) auf Rang fünf, vor allem aber auch dem jungen Linus Strasser auf dem 14. Platz ein herausragendes Resultat - für den 22 Jahre alten Münchner war es das beste seiner Karriere.

„Überragend“, sagte DSV-Alpindirektor Wolfgang Maier über das deutsche Trio, „das war sportlich eine super gute Vorstellung.“ Neureuther fährt als Sieganwärter zur WM nach Vail und Beaver Creek (2. bis 15. Februar), Dopfer ist mindestens für eine Medaille gut - und neben Strasser darf sich dort nun auch Philipp Schmid (37. /Oberstaufen) beweisen. „Diese Truppe fährt eine sensationelle Saison, auf die man stolz sein kann, egal, was da jetzt in Vail rauskommt.“

Mehr rauskommen können hätte schon in Kitzbühel, wo sich bei den Fahrten der drei Deutschen so viele deutsche Zuschauer wie wohl noch nie bemerkbar machten. „Es war nicht ganz optimal“, sagte Cheftrainer Mathias Berthold. Strasser, der als Kind in Kitzbühel das Skifahren gelernt hat und für den örtlichen Skiclub startete, hatte nach dem ersten Durchgang sogar auf Rang zehn gelegen. Bei Neureuther und Dopfer, analysierte Berthold, habe nach „ziemlichen Fehlern“ im ersten Lauf im Finale „so das letzte Dings gefehlt“.

Alpindirektor Maier sah das nicht anders, bemühte sich freilich erneut, die Ansprüche größer werden zu lassen, als sie ohnehin schon sind. „Wir müssen die Füße auf dem Boden lassen. Wir kommen langsam in Sphären, dass man glaubt, der Felix müsse jedes Rennen gewinnen und Fritz immer aufs Podium kommen“, sagte er. „Natürlich steigen die Ansprüche“, erwiderte Dopfer, der sich erkennbar „über ein, zwei kleine Fehler zu viel“ ärgerte. Maier beruhigte ihn: „Das ist ein sehr gutes Ergebnis. Das passt schon für uns.“

Die deutschen Slalom-Fahrer werden Ende der Woche Richtung USA fliegen. Zuvor geht es noch zum Nacht-Slalom auf die Planai in Schladming (Dienstag). Dort hat Neureuther vor zwei Jahren WM-Silber im Slalom hinter Hirscher gewonnen.

sid

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