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Severin Freund im ersten Durchgang.

Stoch siegt

Freund springt in Willingen auf Platz drei

Willingen - Severin Freund macht nach seiner kurzen Wettkampfpause dort weiter, wo er aufgehört hat. Beim Heim-Weltcup in Willingen landet der 26-Jährige hinter Kamil Stoch und Peter Prevc auf Rang drei.

Severin Freund reckte die Faust in den Himmel, fast 10.000 Fans sangen lauthals „Oh, wie ist das schön“: Mit Rang drei beim Heim-Weltcup in Willingen hat der Skiflug-Weltmeister aus Niederbayern seine beeindruckende Serie fortgesetzt. Bei seinem fünften Start nach der Vierschanzentournee stand der 26-Jährige zum fünften Mal auf dem Treppchen.

„Das war ein hochklassiger Wettkampf. Dass es für das Podest gereicht hat, ist sehr, sehr schön. Im ersten Durchgang habe ich leider ein paar Meter liegen lassen, aber den zweiten habe ich sogar gewonnen“, sagte Freund. Den insgeheim erhofften Sieg musste er aber dem überragenden Kamil Stoch überlassen. Der Doppel-Olympiasieger aus Polen segelte auf furiose 147,5 und 142,5 Meter und feierte seinen dritten Willingen-Sieg in Folge.

Stoch lag am Ende mit 276,6 Punkten klar vor dem Slowenen Peter Prevc (262,3) und Freund (261,8), der auf 135,5 und 146 m kam. „Es war ein guter Wettkampf von Severin, er ist derzeit gut drauf. Ich bin froh, dass er im zweiten Durchgang noch vom sechsten Platz nach vorne gekommen ist“, sagte Bundestrainer Werner Schuster.

Stoch ist derweil erst der zehnte Skispringer, der auf einer Schanze dreimal in Folge gewann. Am Sonntag kann der 27-Jährige mit einem weiteren Triumph eine alleinige Bestmarke aufstellen, zuvor steht am Samstag ein Teamspringen an.

Hinter Freund zeigten die übrigen DSV-Adler drei Wochen vor der WM in Falun/Schweden eher durchwachsene Leistungen. „Wir wollen in Willingen an die guten Leistungen in diesem Winter anknüpfen und uns auch mannschaftlich stark präsentieren“, hatte Bundestrainer Schuster angekündigt, doch seine Schützlinge erfüllten die Vorgabe nur zum Teil.

Markus Eisenbichler (Siegsdorf) überzeugte immerhin auf Rang zwölf, Innsbruck-Sieger Richard Freitag (Aue) musste sich dagegen mit dem für ihn enttäuschenden 17. Rang begnügen. „Es geht zur Zeit nicht ganz so leicht. Heute bin ich nicht ins Fliegen gekommen, und dann wird es schwer auf so einer großen Schanze“, sagte Freitag.

Team-Olympiasieger Marinus Kraus (Oberaudorf) sammelte als 18. erstmals seit der Tournee wieder Punkte. Lokalmatador Stephan Leyhe (Willingen) belegte auf seiner Heimschanze immerhin den 24. Rang. „Fast mein ganzer Heimatort war heute hier, die Familie und viele Freunde. Das ist es doch ein wenig schwieriger, sich auf sich zu konzentrieren“, sagte Leye, der zwei Plätze vor Michael Neumayer (Oberstdorf/26.) landete.

Vierter wurde der Norweger Rune Velta vor Jurij Tepes aus Slowenien. Vierschanzentournee-Gewinner Stefan Kraft (Österreich) musste sich mit dem siebten Rang begnügen, behauptete aber mit 1043 Punkten seine Führung im Gesamtweltcup vor Prevc (1004) und dem Österreicher Michael Hayböck (886), der nur 20. wurde. Freund bleibt mit jetzt 813 Zählern Fünfter.

Der dreimal in Willingen erfolgreiche Japaner Noriaki Kasai (42) wurde am Freitag Neunter. Altmeister Janne Ahonen (Finnland), der erstmals seit Ende November wieder bei einem Weltcup am Start war und in Willingen noch immer den Schanzenrekord von 152 m hält, verpasste als 31. knapp den zweiten Durchgang.

Bessere Chancen auf einen Heimsieg haben die DSV-Adler am Samstag (16.00/ARD und Eurosport) beim Teamspringen, die ersten beiden Mannschaftswettbewerbe der Saison gingen jeweils souverän an Olympiasieger Deutschland. „Wir werden alles geben, um den Hattrick zu schaffen“, sagte Freund. Am Sonntag folgt dann ein weiterer Einzel-Wettbewerb - und eine weitere Podest-Chance für Severin Freund.

sid

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