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Felix Neureuther (l.) und Maria Höfl-Riesch.

Wie stark ist zweite Reihe?

Höfl-Riesch & Co.: Die große Generalprobe

St. Moritz/Kranjska Gora - Ihre Fan-Seite im Internet hat Maria Höfl-Riesch schon mit Bildern der goldenen Spiele von Vancouver verziert. Für sie und das Alpin-Team steht die Olympia-Generalprobe an.

Die Olympia-Form von Maria Höfl-Riesch und Felix Neureuther stimmt, jetzt soll auch die zweite Reihe weiter in Schwung kommen. Fritz Dopfer untermauerte als Vierter des Flutlichtslaloms in Schladming am Dienstag aufsteigende Form, bei den Generalproben für Sotschi sollen nun Riesenslalom-Olympiasiegerin Viktoria Rebensburg und Stefan Luitz am Wochenende eine vielversprechende Verfassung für den Saisonhöhepunkt zeigen. „Wenn die beiden eine ansprechende Leistung zeigen würden, dann würde mir das auch für die Mannschaft viel bedeuten“, betonte Alpinchef Wolfgang Maier. Drei Medaillen sind das Ziel des „kleinen und feinen Teams“ aus sieben Skirennfahrern für Olympia.

Sechs Siege und insgesamt 16 Podestplätze stehen für die deutschen Alpinen im Olympia-Winter zu Buche - 14 Stockerlränge gehen dabei auf das Konto von Höfl-Riesch und Neureuther (je drei Siege). Beim Saisonauftakt im Oktober in Sölden schaffte es Rebensburg als Dritte auf das Riesenslalompodium, Luitz raste in der selben Disziplin in Val d'Isére auf den dritten Rang.

„Ich wünsche mir auf jeden Fall, dass die Viktoria Rebensburg einen ordentlichen Riesenslalom fährt. Auch vom Stefan Luitz, weil die durch die dominanten Auftritte vom Felix etwas in den Hintergrund gerückt sind“, sagte Maier mit Blick auf die Rennen in St. Moritz (Herren) und Kranjska Gora (Damen).

Für Schwierigkeiten könnten die Schneefälle sorgen. In der Schweiz, wo es fast einen Meter Neuschnee gab, musste das letzte Training wegen der Schneemassen abgesagt werden. Und auch in Slowenien sorgt das Wetter für viel Arbeit. „Wenn es das Wetter zulässt, werden wir fahren. Aber es wird auch eine Glückssache“, sagte FIS-Renndirektor Atle Skaardal der österreichischen Nachrichtenagentur APA. „Das Ganze ist auf jeden Fall eine gute Übung für Sotschi.“

Die Herren fahren in St. Moritz, wohin die in Garmisch-Partenkirchen ausgefallenen Rennen verlegt wurden, eine Abfahrt und einen Riesenslalom. Die Damen testen ihre Olympia-Form bei Riesenslalom und Slalom. Gute Resultate seien gut für das Selbstvertrauen Richtung Sotschi, sagte Damen-Cheftrainer Thomas Stauffer.

Selbstvertrauen braucht vor allem Rebensburg. Die Olympiasiegerin von 2010 wurde von einer Lungenentzündung wochenlang gebremst und kam erst langsam wieder zu Kräften. „Ich freue mich auf den Riesenslalom“, sagte die 24-Jährige mit Blick auf das Rennen in Kranjska Gora. „Auch spannend“ findet sie nun für Olympia ihre Rolle als Jägerin.

„Vor der Saison war sicher das Ziel, um eine Medaille mitzufahren, aber nach dem tatsächlichen Verlauf bisher sind andere die Favoritinnen“, erklärte Rebensburg, die nach ihrem dritten Rang zum Saisonauftakt in Sölden nur noch einmal in die Top-10 fuhr. Bei ihrer richtigen Weltcup-Rückkehr nach auskurierter Erkrankung gab es in der Vorwoche bei den Speedrennen in Cortina bei zwei Ausfällen die Plätze 14 und 20.

Wie Neureuther bei seinem Sieg in Kitzbühel und seinem dritten Rang am Dienstag in Schladming demonstrierte Höfl-Riesch in den Dolomiten mit einem Sieg bei drei Podestplätzen Top-Verfassung. „Wir sind in einer guten Form, aber das Rennen hat nichts mit Sotschi zu tun“, warnte Alpindirektor Maier.

dpa

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