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Maria Höfl-Riesch.

Undankbarer 4. Platz

Höfl-Riesch verpasst nächstes Podest

Flachau  - Maria Höfl-Riesch  fährt knapp vier Wochen vor Olympia weiter in Medaillenform, hat beim Flutlicht-Slalom in Flachau einen Podestplatz aber verpasst.

Ärgern wollte sich Maria Höfl-Riesch über den verpassten siebten Podestplatz im Olympia-Winter nicht. „Auch wenn es jetzt kein Podium ist, ich bin super zufrieden mit dem Ergebnis und bin froh, dass ich wieder im Ziel bin. Mit zwei Ausfällen fährt man halt doch nicht ganz so locker“, sagte die Doppel-Olympiasiegerin am Dienstagabend nach Rang vier im Flutlicht-Slalom von Flachau und dem Sieg von Weltmeisterin Mikaela Shiffrin aus den USA.

Als nach ihrer Fahrt im Finale klar war, dass sie Rang zwei aus dem ersten Durchgang nicht verteidigen konnte, hatte Höfl-Riesch noch enttäuscht den Kopf in den Nacken gelegt. „Vierte ist halt knapp daneben. Deswegen ist ja nicht Dritte super und Vierte total schlecht. Das ist ein super Ergebnis“, meinte die 29-Jährige.

Nach zwei dritten Plätzen in der Abfahrt und der Super-Kombination von Altenmarkt-Zauchensee verfehlte Höfl-Riesch einen weiteren Podestrang, konnte ihre Führung im Gesamtweltcup aber weiter ausbauen. Auf Anna Fenninger auf Österreich, die im Slalom nicht startet, hat sie nun 72 Zähler Vorsprung.

Der Sieg in Flachau ging an die überragende Shiffrin. Die Amerikanerin distanzierte die Schwedin Frida Hansdotter um 0,83 Sekunden und zeigte insbesondere im ersten Lauf eine nahezu perfekte Vorstellung. „Ich bin sehr glücklich“, sagte Shiffrin nach dem Rennen. Rang drei in Österreich ging an Maria Pietilae-Holmner aus Schweden.

Hinter Höfl-Riesch gab es wieder jede Menge Enttäuschungen für das deutsche Team. Von insgesamt neun Starterinnen erreichten nur Höfl-Riesch und Veronika Staber das Finale. Staber heimste als 24. Weltcup-Punkte ein, dagegen müssen Lena Dürr nach Platz 31 und Susanne Riesch nach Rang 33 ihre Olympia-Hoffnungen wohl begraben. Vor der zweiten Nominierungsrunde für Olympia gibt es für die beiden keine Chance mehr, im Torlauf die Norm für Sotschi zu erfüllen.

Das Kontingent an Startplätzen wird der Deutsche Skiverband beim Olympia-Slalom voraussichtlich nicht voll ausschöpfen können: Neben Höfl-Riesch gehen dann Christina Geiger und Barbara Wirth an den Start. Auf der Hermann-Maier-Weltcupstrecke schieden beide am Dienstag allerdings aus.

Anders als im Vorjahr kam Höfl-Riesch diesmal durch - und bot in beiden Durchgängen eine gute Leistung. Nach zwei zweiten Plätzen und einem Sieg war sie vor einem Jahr im Flutlicht von Flachau als klar Führende ausgeschieden. Eine „kleine Rechnung“ sei da noch offen, erklärte die Kombinations-Weltmeisterin. Erneut unterstrich sie am Dienstagabend ihre Vielseitigkeit, auch wenn es im Finale nicht ganz aufs Podest reichte. Schon seit dem Wochenende in Zauchensee ist sie die einzige Skirennfahrerin, die in Abfahrt und Slalom 25-mal unter die besten drei fuhr. Wie bei allen Großereignissen bieten sich ihr dank der Variabilität auch für Sotschi wieder mehrere Medaillenchancen.

Im Kampf um die Torlaufkrone baute Shiffrin ihre Führung aus. Höfl-Riesch liegt auf Rang fünf mit inzwischen 212 Zählern Rückstand. Der nächste Slalom - und der letzte vor den Wettkämpfen in Sotschi - steht am 2. Februar im slowenischen Maribor an.

dpa

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