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Lindsey Vonn (Archivbild) stand zum ersten Mal nach zehn Monaten Verletzungspause wieder auf Skiern.

Nach zehn Monaten Pause

Vonn mit Comeback: "Werde nichts überstürzen" 

Sölden - Ski-Star Lindsey Vonn hat nach zehn Monaten Pause ein erfolgreiches Comeback auf Schnee gefeiert. Die Abfahrts-Olympiasiegerin von 2010 trainierte am Mittwoch erstmals nach ihrer verletzungsbedingten Auszeit wieder.

Auf dem Rettenbachgletscher in Sölden, wo am 25. Oktober mit einem Weltcup-Riesenslalom die WM-Saison beginnt, absolvierte die 29-Jährige die erste Einheit. „Man hat mir berichtet, dass alles gut gelaufen ist“, sagte Patrick Riml, Alpindirektor des US-Skiverbandes, der Internetseite Skiracing.com über die heiß ersehnte Rückkehr der viermaligen Gewinnerin des Gesamtweltcups.

Vonn hatte sich im vergangenen Jahr zweimal schwer am rechten Knie verletzt. Ihr verzweifelter Versuch nach dem zweiten Unfall im vergangenen November, die Olympia-Saison zu retten, indem sie auf eine erneute Operation verzichtete, scheiterte. Nach einem letzten Start bei der Weltcup-Abfahrt in Val d'Isere am 21. Dezember 2013 rang sie sich zu einer weiteren OP durch und brach die Saison vorzeitig ab.

Diesmal will sich Vonn bei ihrer Rückkehr in den Weltcup-Zirkus trotz der Heim-WM im Februar in Vail/Beaver Creek im US-Bundesstaat Colorado mehr Zeit lassen. „Auch wenn es nicht meine Art ist und es mir deshalb schwer fällt“, wie sie in dieser Woche der New York Times sagte, „aber es ist das Beste für mein Knie.“ Die WM ist für Vonn Zwischenziel auf dem Weg zu Olympia 2018. Dort wolle sie ihren Titel in der Abfahrt von 2010 nach der verpassten Chance 2014 wiederholen, sagte sie.

„Viele Leute glauben nicht daran, dass ich zurückkomme“, meinte Vonn in der Times weiter, „und die anderen haben sich ohne mich wohl auch recht wohl gefühlt. Aber wenn ich wieder da bin, können sie sich nicht mehr zurücklehnen.“ Stattdessen müsse die Konkurrenz erkennen, „dass die Veteranin noch nicht ganz weg ist“.

Als Zeitpunkt für ihr Wettkampf-Comeback avisiert Vonn den Weltcup Anfang Dezember in ihrem „Wohnzimmer“ in Lake Louise/Kanada an. „Aber ich werde nichts überstürzen. Ich habe Zeit“, sagte sie.

SID

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