Felix Loch
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Felix Loch.

Rodel-Olympiasieger am Königssee top

Loch meldet sich mit Sieg zurück

Königssee - Die deutschen Rodel-Olympiasieger um Felix Loch sind mit einem souveränen Dreifach-Heimsieg ins neue Jahr gestartet.

Rodel-Olympiasieger Felix Loch hat mit einer beeindruckenden Vorstellung den Heim-Weltcup am Königssee gewonnen und damit sein jüngstes Formtief beendet. Der 25-Jährige vom RC Berchtesgaden deklassierte beim Sieg vor Vize-Weltmeister Andi Langenhan (Zella-Mehlis) und Christopher Mazdzer (USA) die Konkurrenz, sein Vorsprung auf Rang zwei betrug mehr als sieben Zehntelsekunden. Zuletzt war der Gesamt-Führende Loch bei zwei Weltcups und der deutschen Meisterschaft im Dezember ohne Sieg geblieben.

„Das war gewaltig“, sagte Loch nach dem Zieleinlauf vor Hunderten Fans: „Vor allem der erste Lauf, so einen guten Durchgang habe ich hier schon lange nicht mehr erwischt. Es ist ungölaublich vor dieser Kulisse und vor meinen Freunden zu gewinnen.“ Im Gesamt-Weltcup führt Loch mit 463 Zählern nun wieder deutlicher vor dem Südtiroler Dominik Fischnaller (366).

Drittbester Deutscher war Julian von Schleinitz (Königssee) auf dem fünften Platz, Florian Berkes (Suhl) landete nach einem völlig misslungenen ersten Lauf nur auf dem 29. Rang. Ralf Palik (Oberwiesenthal) stürzte im zweiten Lauf. Wie Teamarzt Dr. Lutz Kistenmacher bestätigte, zog sich der 24-Jährige dabei eine Gehirnerschüterung zu und soll bis Dienstag zur Beobachtung in der Kreisklinik Berchtesgaden bleiben.

Olympiasiegerin Natalie Geisenberger (Miesbach) hatte schon am Samstag ihren beeindruckenden Lauf bestätigt. Die 26-Jährige gewann das Rennen auf ihrer Heimbahn mit mehr als drei Zehntelsekunden Vorsprung vor der Kanadierin Alex Gough, es war ihr vierter Einzelsieg im vierten Weltcup-Lauf.

„Ich wollte den Leuten hier unbedingt einen Sieg schenken, die kommen ja nicht, um fünfte Plätze zu sehen“, sagte Geisenberger im ZDF nach dem Sieg vor Hunderten Fans. In der Gesamtwertung liegt Geisenberger mit nun 570 Zählern deutlich vor Tatjana Hüfner (390), die nur Fünfte wurde.

Zudem dominierten die Olympiasieger Tobias Wendl/Tobias Arlt (Berchtesgaden/Königssee) auf ihrer Heimbahn. Die Doppelsitzer gewannen vor Toni Eggert/Sascha Benecken (Ilsenburg/Suhl). Erst im Dezember hatten sie den Thüringern im Sprint-Wettbewerb von Calgary die erste Saison-Niederlage zugefügt. In der Weltcup-Gesamtwertung führen Eggert und Benecken (570) allerdings weiter vor den Konkurrenten (500).

Wie selbstverständlich setzte sich Deutschland mit Loch, Geisenberger und Wendl/Arlt zum Abschluss des Wochenendes auch in der Teamstaffel durch. Der Vosprung auf die zweitplatzierten Amerikaner betrug 1,402 Sekunden.

sid

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