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Natalie Geisenberger.

Beim Heimrennen

Geisenberger siegt auch in Königssee

Königssee - Olympiasiegerin Natalie Geisenberger (Miesbach) dominiert den Rodel-Weltcup auch nach dem Jahreswechsel nach Belieben.

Die 26-Jährige gewann am Samstag das Rennen auf ihrer Heimbahn am Königssee mit mehr als drei Zehntelsekunden Vorsprung vor der Kanadierin Alex Gough und feierte damit den vierten Einzelsieg im vierten Weltcup-Lauf des WM-Winters.

„Ich wollte den Leuten hier unbedingt einen Sieg schenken, die kommen ja nicht hierher, um fünfte Plätze zu sehen“, sagte Geisenberger im ZDF nach dem Sieg vor hunderten Fans: „Das ist ein unbeschreibliches Gefühl, wenn man ins Ziel kommt und die ganze Tribüne bebt.“

Dritte wurde Dajana Eitberger (Ilmenau). Die Olympia-Zweite Tatjana Hüfner (Friedrichroda) landete auf dem enttäuschenden fünften Platz vor Anke Wischnewski aus Oberwiesenthal. In der Gesamtwertung liegt Geisenberger mit nun 570 Zählern deutlich vor Hüfner (390) und Eitberger (371).

Die Bayerin lässt sechs Wochen vor der WM in Sigulda/Lettland (14./15. Februar) damit weiterhin keinen Zweifel an ihrer Ausnahmestellung. Ob Einzel-, Team- oder Sprintwertung, mit einer Ausnahme gewann Geisenberger in dieser Saison bislang jeden Weltcup-Lauf, an dem sie teilnahm: Einzig im neu eingeführten Sprint-Wettbewerb von Calgary im Dezember musste sie sich mit Rang drei begnügen. „Das war halt der Sprint, da war ich einfach platt nach dem Weltcup“, sagte Geisenberger: „Und ich war froh, über Weihnachten ein paar Tage frei zu haben. Jetzt habe ich wieder Kraft und neuen Elan.“

Am Nachmittag bestätigten zudem die Olympiasieger Tobias Wendl/Tobias Arlt (Berchtesgaden/Königssee) ihre aufsteigende Form. Die Doppelsitzer siegten vor den seit Monaten starken Toni Eggert/Sascha Benecken (Ilsenburg/Suhl), erst im Dezember hatten sie den Thüringern im Sprint-Wettbewerb von Calgary die erste Saison-Niederlage zugefügt.

Auf Rang drei landeten Peter Penz/Georg Fischler (Österreich). Das dritte deutsche Doppel Robin Geueke/David Gamm (Winterberg) wurde Zwölfter. In der Gesamtwertung führen Eggert und Benecken (570) weiter vor den Olympiasiegern (500).

sid

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