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Magdalena Neuner

"Sport etwas zurückgeben"

Neuner fühlt sich Biathlon verpflichtet

Leipzig - Rekordweltmeisterin Magdalena Neuner fühlt sich auch nach ihrem Rücktritt 2012 dem deutschen Biathlon verpflichtet. Dabei liegen ihr vor allem ihre ehemaligen Teamkollegen am Herzen.

„Das wird bis an mein Lebensende einen großen Teil einnehmen. Ich glaube, das ist auch meine Aufgabe und meine Verpflichtung: Dem Biathlonsport etwas zurückzugeben und weiterhin Ansprechpartnerin zu sein“, sagte die zweimalige Olympiasiegerin am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa. „Ich denke schon, dass ich durch meine Erfahrung und meine Erfolge dieses Recht und diese Verpflichtung auch habe.“

Vor allem ihre ehemaligen Teamkollegen liegen ihr am Herzen. „Mich lässt nicht kalt, was in der Mannschaft passiert oder wie die Entwicklungen sind. Deshalb ist es schon so, dass ich mich da noch ein bisschen einbringen möchte“, erklärte die 27-Jährige. Zuletzt hatte sie mit deutlicher Kritik an den Strukturen des Deutschen Skiverbandes (DSV) für Aufruhr gesorgt.

Vor allem das Menschliche und der Umgang mit Sportlern sei ihr ein Anliegen, damit diese ihre besten Leistungen abrufen können. „Das sehe ich als eine Aufgabe für mich, weil ich das selber in der Mannschaft als defizitär erlebt habe und auch mitbekomme, dass sich da noch nicht viel verändert hat“, erklärte die frühere Ausnahmeathletin. „Da kann man noch ein bisschen was machen.“

Nach ihrer Kritik hatte sie sich mit DSV-Sportdirektorin Karin Orgeldinger getroffen. „Der Skiverband und ich haben sehr gute Gespräche geführt und ich glaube, dass sehr gute Ideen dabei gewesen sind und dass noch viel Verbesserungspotenzial gegeben ist“, meinte Neuner.

Am Montag war bekannt geworden, dass Neuner am 27. Dezember bei der World-Team-Challenge auf Schalke als Co-Kommentatorin zu sehen sein wird.

dpa

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