Felix Neureuther verpasste in Alta Badia das Podium nur knapp. Foto: Claudio Onorati
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Felix Neureuther verpasste in Alta Badia das Podium nur knapp.

Alta Badia

"Super": Neureuther Fünfter beim Sieg von Hirscher

Alta Badia - Marcel Hirscher und Kjetil Jansrud dominieren den alpinen Weltcup. Felix Neureuther ist beim Riesenslalom in Alta Badia allerdings auch mit Rang fünf zufrieden.

Es ratterte, es schepperte, und am Ende war Felix Neureuther dann ganz schön aus der Puste - aber auch zufrieden. Beim Riesenslalom auf der traditionsreichen Piste Gran Risa in Alta Badia konnte sich der Partenkirchner ausnahmsweise auch mal mit einem fünften Rang anfreunden. Ein lädierter Rücken, wenig Training - „bei der Vorgeschichte ist das für mich ein super Resultat“, sagte er über den wilden Ritt über die Waschbrettpiste und betonte: „Ich bin auch im Riesenslalom auf einem guten Weg“.

Beim überlegenen Sieg von Marcel Hirscher wäre für Neureuther und den achtplatzierten Fritz Dopfer sogar mehr drin gewesen. Doch bei Neureuther schlich sich im ersten Lauf ein schwerer Patzer ein, im zweiten saß er sogar kurz auf dem Hosenboden. Und Dopfer kam nach Rang vier im Zwischenklassement mit dem Kurs im Finale nicht ganz zurecht. „Schade, dass es nicht fürs Podium gereicht hat“, sagte DSV-Alpindirektor Wolfgang Maier, „aber das war trotzdem wieder ein Top-Resultat.“

Besser machen können es Neureuther und Dopfer am Montag beim Slalom in Madonna di Campiglio/Italien (17.45/20.45 Uhr), der Mann, den es zu schlagen gilt, wird auch dann wieder Hirscher sein. In Alta Badia gelangen ihm zwei ausnehmend gute Läufe, er klar vor Olympiasieger Ted Ligety (USA/1,45 Sekunden zurück) und Thomas Fanara (Frankreich/1,48). „Er macht einfach kaum Fehler“, sagte Neureuther anerkennend über Hirscher, „er ist momentan der beste Skifahrer der Welt.“ Oder einer der beiden besten.

Hirscher zog mit seinem vierten Saisonsieg im Duell mit Kjetil Jansrud nach. Der Norweger hatte am Samstagmittag beim Super-G im benachbarten Grödnertal ebenfalls den vierten Saisonsieg gefeiert, der Olympiasieger lag auf der extrem anspruchsvollen Saslong klar vor dem Südtiroler Dominik Paris (0,46 Sekunden zurück) und dem Österreicher Hannes Reichelt (0,54). Vor dem Slalom am Montag in Madonna di Campiglio hat Jansrud im Gesamtweltcup 70 Punkte Vorsprung auf Hirscher.

Ein gute Leistung zeigte am Samstag Klaus Brandner aus Königssee, der mit 1,40 Sekunden auf dem 18. Rang landete, die halbe WM-Norm (einmal unter die Top acht oder zweimal unter die 15) aber knapp verpasste. Josef Ferstl (Hammer/1,83 Sekunden Rückstand) belegte den 29. Platz. Tobias Stechert (Oberstdorf/1,94) wurde 32., Fabio Renz (Fischen/2,56) 44. und Andreas Sander (Ennepetal/2,97) 50.

Er sei „insgesamt nicht unzufrieden“, sagte Alpindirektor Maier. Brandner fahre „nahe an der Selbstzerstörung, kann aber richtig gut werden“ - und das Gesamtergebnis zeige: „Es entwickelt sich langsam was nach vorne.“

sid

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