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Claudia Pechstein

"Pechstein ist auf jeden Fall ein Gewinn"

Berlin  - Nach dem gelungenen Auftritt am Wochenende in Moskau können die deutschen Eisschnellläuferinnen schon beim nächsten Weltcup auf prominente Unterstützung hoffen.

Claudia Pechstein plant für den 18. Februar in Salt Lake City ihre Rückkehr und soll das deutsche Team rechtzeitig vor den Saisonhöhepunkten verstärken.

„Claudia Pechstein ist auf jeden Fall ein Gewinn. Sie war über Jahre bei uns eine feste Größe und wird uns weiterbringen“, sagte Helge Jasch. Der deutsche Teamchef ist davon überzeugt, dass Pechstein nach ihrer zweijährigen Sperre wegen erhöhter Blutwerte sportlich schnell den Anschluss findet: „Es wird schwierig, weil sie so lange keinen Wettkampf bestritten hat. Aber sie wird sich zurückkämpfen.“

Das deutsche Team kann jede Top-Läuferin gut gebrauchen, obwohl die Bilanz beim Weltcup in Moskau nicht schlecht war. Jenny Wolf (Berlin) ist nach ihrem Doppel-Triumph von Krylatskoje der Sieg im Gesamtweltcup über 500 m nicht mehr zu nehmen. Stephanie Beckert (Erfurt) führte das Team in der Verfolgung zu Silber. Doch darüber hinaus sind keine Läuferinnen von Weltklasse-Format auszumachen.

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Deshalb kommt die Rückkehr von Pechstein gerade recht, schließlich will sich die Deutsche Eisschnelllauf-Gemeinschaft bei der Heim-WM in Inzell in einem guten Licht präsentieren. Zunächst muss die 38-jährige Pechstein am 12. Februar in Erfurt eine Qualifikationszeit über 3000 m laufen. Eine Woche später will sie dann in der Olympiastadt von 2002 das Ticket für Inzell lösen und könnte über eine Top-Platzierung im B-Lauf auch die Qualifikation für das Weltcup-Finale Anfang März in Heerenveen schaffen.

Noch bereitet sich die Berlinerin in Eigenregie auf das Comeback vor. In Berlin-Hohenschönhausen zieht sie ihre Bahnen und darf nicht bei offiziellen DESG-Einheiten teilnehmen. Doch ab der kommenden Woche ist ihre Sperre abgelaufen, und spätestens zehn Tage später soll Pechstein in Salt Lake City wieder zum deutschen Team gehören.

sid

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