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Peter Prevc flog zum neunten Ml in der Saison am weitesten. 

Wank als bester Deutschen auf Platz neun

Prevc siegt in Trondheim - deutsche Springer enttäuschen

Trondheim - Deutschlands Skispringer um Weltmeister Severin Freund haben beim Weltcup in Trondheim einen enttäuschenden Auftritt hingelegt.

Trotz einer tollen Aufholjagd von Severin Freund sind die deutschen Skispringer beim Weltcup in Trondheim zum vierten Mal in Serie leer ausgegangen. Der Weltmeister machte am Mittwoch im Finale noch elf Plätze gut, musste sich beim neunten Saisonsieg des einmal mehr überragenden Slowenen Peter Prevc aber letztlich mit Rang zehn begnügen. Freund lag sogar noch hinter Team-Olympiasieger Andreas Wank, der Neunter wurde. „Wir sind es gewohnt, dass Severin uns rettet. Das ist heute ausgeblieben“, stellte Bundestrainer Werner Schuster enttäuscht fest.

Vierschanzentourneesieger und Skiflug-Weltmeister Prevc war dagegen erneut eine Klasse für sich. Der 23-Jährige verwies mit Sprüngen auf 135 und 132 Meter den Österreicher Stefan Kraft auf Rang zwei. Mit seinem insgesamt 15. Weltcuperfolg zog er mit Sloweniens bisherigem Rekordsieger Primoz Peterka gleich. Japans Altmeister Noriaki Kasai egalisierte im Finale mit 143 Metern den Schanzenrekord und wurde Dritter. In der Gesamtwertung baute Prevc seine Führung mit 1324 Punkten vor Freund (881) auf 443 Zähler aus. „Wenn Prevc gesund bleibt, ist er nicht mehr einzuholen“, meinte Schuster.

Freund, der am 10. Januar als Dritter in Willingen für den vorerst letzten Podestplatz der deutschen Ski-Adler gesorgt hatte, sprang bei schwierigen Windbedingungen 127 und 130 Meter weit. „Der erste Versuch war nix. Ich habe keine Ahnung, warum. Das passiert halt mal. Der zweite war dann besser, leider ist nicht mehr herausgekommen“, sagte der 27 Jahre alte Bayer.

Somit hatte lediglich Wank ein wenig Grund zur Freude. Der 27-Jährige stellte mit Sprüngen auf 124,5 und 136,5 Meter als Neunter sein bestes Saisonergebnis ein. Ganz zufrieden war er dennoch nicht, denn mit einer schlechten Landung vergab er ein noch besseres Resultat. „Ich bin von enormer Höhe heruntergefallen. Deshalb habe ich leider keinen Telemark gesetzt und einiges verschenkt“, analysierte Wank.

Eine ordentliche Vorstellung bot Karl Geiger auf Rang 16. Richard Freitag als 20. und Andreas Wellinger als 27. enttäuschten dagegen. „Meine Sprünge waren nicht optimal. Ich war etwas hektisch an der Kante“, sagte Wellinger. David Siegel auf Rang 35 und Stephan Leyhe als 37. verpassten das Finale.

„Alle haben gut trainiert, bei dem heftigen Wind im Wettkampf aber zu viel drauf gepackt. Das ist nach hinten losgegangen“, kritisierte der Bundestrainer. Bereits am Freitag besteht die Chance zur Rehabilitierung: Dann geht es zum Skifliegen auf die Monster-Schanze in Vikersund.

dpa

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