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Für Viktoria Rebensburg reichte es beim Super G in Lenzerheid nur für Platz 18. Damit ist das Thema Gesamtweltcup-Sieg erledigt.

"Das Thema ist durch"

Nur Platz 18: Rebensburg muss Gesamtweltcup abhaken

Lenzerheide - Viktoria Rebensburg (Kreuth) hat ihre letzte kleine Chance im Kampf um den Gesamtweltcup verspielt. Beim Weltcup-Super-G in Lenzerheid/Schweiz belegte die 26-Jährige nur Rang 18.

Sie hob die Arme, schimpfte vor sich hin, schüttelte den Kopf. Viktoria Rebensburg war alles andere als zufrieden. Beim Weltcup-Super-G im Schweizer Lenzerheide ging der 26-Jährigen so gut wie alles daneben, am Ende reichte es nur zu Rang 18. Ernüchternd, enttäuschend, denn: Damit ist auch Rebensburgs letzte, kleine Chance dahin, noch einmal in den Kampf um den Gesamtweltcup einzugreifen. Lara Gut aus der Schweiz hat die große Kristallkugel nun praktisch sicher.

„Ich hab ja schon ein paar mal gesagt: Wenn die Lara keinen Fehler macht, ist das Thema durch“, sagte Rebensburg nach der missratenen Fahrt im ZDF. Gut machte ein paar kleine Fehler, wie sie beklagte, aber entscheidende waren nicht dabei: Sie belegte Rang fünf, ihr Vorsprung auf Rebensburg beträgt bei nur fünf noch ausstehenden Rennen 295 Punkte - das Thema ist bereits vor dem Weltcup-Finale in St. Moritz/Schweiz (ab 16. März) durch.

Gut ist die erste Schweizerin seit Vreni Schneider 1995, die den Gesamtweltcup gewinnen wird, sie profitiert auch ein wenig davon, dass sich Rivalin Lindsey Vonn (USA) vor zwei Wochen so schwer verletzte, dass sie die Saison beenden musste. Beim letzten Super-G des Winters in St. Moritz kann Gut der Amerikanerin nun auch noch die Weltcup-Kugel in dieser Disziplin entreißen - ihr Rückstand beträgt 19 Punkte, sie muss also beim Finale mindestens Rang 13 belegen.

Eine kleine Chance auf die kleine Kristallkugel hat auch noch Cornelia Hütter. Die Österreicherin freute sich aber erst mal über ihren ersten Weltcupsieg. Nach sieben Platzierungen auf dem Siegerpodest erklomm sie am Samstag in Lenzerheide zum ersten Mal die obersten Stufe, auf die Ränge zwei und drei fuhren die Schweizerin Fabienne Suter (+0,10 Sekunden) und die Österreicherin Tamara Tippler (+0,35). Patrizia Dorsch (Schellenberg) belegte Rang 38.

„Es hat nichts zusammengepasst“, sagte Rebensburg erkennbar enttäuscht zu ihrer zögerlichen Fahrt, „ich muss leider eine bittere Pille schlucken, das tut weh.“ Und auch wenn sie es nicht zugeben wollte: Die Gewissheit, keine Chance mehr auf den Gesamtweltcup zu haben, raubte ihr ein wenig die Energie. In der Kombination am Sonntag wird Rebensburg nicht an den Start gehen. Sie weiß, sie hat keine Chance mehr, Gut noch abzufangen.

SID

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