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Horror-Sturz in Kitzbühel: Für Aksel Lund Svindal ist die Saison beendet.

Saison für Norweger beendet

Svindal nach Kitzbühel-Sturz: Kreuzbandriss

Kitzbühel - Der norwegische Skirennfahrer Aksel Lund Svindal hat sich bei seinem Sturz auf der Streif das vordere Kreuzband und den Meniskus im rechten Knie gerissen und muss die Weltcup-Saison vorzeitig beenden.

Das sagte sein Trainer Christian Mitter am Samstagabend in Kitzbühel. Der norwegische Verband rechnet mit einem knappen Jahr Pause für den Führenden im Gesamtweltcup.

„Es ist immer ein großes Risiko, wenn man Abfahrt fährt“, zitierte die norwegische Zeitung „Aftenposten“ Svindal aus einer Pressemitteilung des Verbands. „Ich bin dankbar dafür, dass es in dieser Saison so gut gelaufen ist. Das ist keine Selbstverständlichkeit in einem solch anspruchsvollen Sport.“

Bis zu seinem Sturz hatte Svindal allein in diesem Winter sieben Weltcup-Siege geholt. Er liegt in der Gesamtwertung derzeit 107 Punkte vor seinem Verfolger Marcel Hirscher aus Österreich.

Svindal war in der Abfahrt der Hahnenkamm-Rennen kurz vor der Traverse verunglückt und in die Fangnetze gekracht. Er zog sich dabei zudem Schürfwunden im Gesicht zu und blutete an der Nase. Die Österreicher Hannes Reichelt und Georg Streitberger waren an derselben Stelle gestürzt. Reichelt erlitt eine Knochenstauchung, Streitberger unter anderem ebenfalls einen Kreuzbandriss.

Hirscher kritisch nach Streif-Stürzen: „Was ist schaffbar?“

Nach dem Streif-Sturz von Aksel Lund Svindal und dem Saisonende für den Norweger hat sein Konkurrent Marcel Hirscher eine Sicherheitsdebatte angestoßen. „Leider ist es nicht die einzige Verletzung am Kitzbühel-Wochenende“, meinte der österreichische Ski-Star am Samstag im ORF. Er bezog sich auf die Stürze seiner Teamkollegen Hannes Reichelt und Georg Streitberger im Abfahrtsrennen sowie von Florian Scheiber und Max Franz bei den Trainingsfahrten.

„Es ist momentan der Punkt, wo man sich Gedanken machen muss, was ist möglich und was ist schaffbar, und was ist fahrbar und was ist zu gefährlich. Ich bin mir bewusst, dass das ein schmaler Grat ist zwischen Show und zu gefährlich“, sagte Hirscher. Er sei sich bewusst, dass diese Entscheidung zu treffen „sicherlich der schwierigste Job“ ist. Hirscher hat durch den Ausfall von Svindal nun sehr gute Chancen auf den fünften Gesamtweltcupsieg nacheinander.

dpa

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