Severin Freund.
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Severin Freund.

In Almaty

Prevc schreibt Geschichte - Platz zwei für Freund

Almaty  - Vierschanzentourneesieger Peter Prevc hat mit dem vorzeitigen Gewinn des Gesamt-Weltcups seine Traumsaison gekrönt.

Severin Freund klatschte artig Beifall, als sein Rivale Peter Prevc endgültig zum großen Triumphator des Skisprung-Winters wurde. Mit seinem Doppelschlag in Almaty hat sich der slowenische Topstar nach dem Sieg bei der Vierschanzentournee und der Flug-WM auch den Gesamtweltcup gesichert. Sein Vorgänger Freund durfte sich derweil über zwei ganz starke Wettkämpfe mit Platz drei und zwei freuen.

„Peter hat noch mal dazugelernt und ist noch mal konstanter geworden, auch wenn das kaum noch möglich war. Hut ab!“, sagte der 27 Jahre alte Freund im ZDF, während Prevc kurz und knapp festhielt: „Das war ein großartiger Winter.“

Und das ist noch gnadenlos untertrieben: Als erstem Springer der Geschichte gelang Prevc in einer Saison der Dreierschlag aus Gesamtweltcup, Tournee und Flug-Titel. Mit seinem 13. Saisonsieg egalisierte er zudem die Bestmarke des Österreichers Gregor Schlierenzauer aus der Saison 2008/09.

Nach Sprüngen auf 139,5 und 139,0 m lag Prevc in Almaty mit 325, 9 Punkten deutlich vor Freund (137,0+141,5/314,3), der wie bei seinem dritten Platz am Samstag auf das Podest sprang und in seinem zweiten Versuch einen Schanzenrekord aufstellte. „Das war noch mal ein richtig cooles Ding, es ist hier echt gut für mich gelaufen“, sagte Freund, der seine elfte Top-3-Platzierung in diesem Winter feierte. Dritter wurde der Norweger Daniel Andre Tande (310,9). „Für Severin war es ein toller Abschluss hier, das war fast seine bester Wettkampf in diesem Winter“, sagte Bundestrainer Werner Schuster.

Prevc nicht mehr aufholbar

Im Gesamtweltcup hat Prevc nicht mehr aufholbare 619 Punkte Vorsprung vor Freund, der ihm im Vorjahr noch die Kristallkugel vor der Nase weggeschnappt hatte - damals waren beide Kontrahenten punktgleich, Freund hatte allerdings mehr Siege auf dem Konto.

Bei 13 Saisonsiegen dürfte es für Prevc allerdings kaum bleiben, vor allem beim Heimfliegen zum Abschluss in Planica ist Skisprung-Zar Peter der haushohe Favorit. Auch den Punkte-Rekord, den Schlierenzauer mit 2083 damals setzte, dürfte Prevc (derzeit 1898) übertreffen.

Bei Teil zwei der Weltcup-Premiere in der früheren kasachischen Hauptstadt präsentierte sich auch die weiteren DSV-Adler in glänzender Form. Richard Freitag (Aue) zeigte sich nach Platz 25 am Samstag deutlich verbessert und wurde Sechster (294,6). Team-Olympiasieger Andreas Wellinger (Ruhpolding) sprang als Zehnter (280,3) ebenfalls in die Top 10.

Stephan Leyhe (Willingen), im ersten Springen als 15. zweitbester Deutscher, überzeugte mit einen starken elften Platz (275,3). Karl Geiger (Oberstdorf) als 20. (260,9), Markus Eisenbichler (Siegsdorf) als 21. (259,8) und Andreas Wank (Hinterzarten) als 27. (252,7) schafften es zudem in die Weltcup-Punkteränge.

SID

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