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Landet auf dem Podium: Severin Freund springt in Almaty auf Platz drei.

Skispringen in Almaty

Freund springt aufs Podium - aber Prevc unschlagbar

Almaty - Severin Freund unterstreicht beim Skispringen in Almaty seine Form, doch Sieger Peter Prevc fliegt weiter auf Rekordkurs. Schon am Sonntag könnte der Slowene groß feiern.

Severin Freund bleibt eine Bank, doch im Duell mit Überflieger Peter Prevc ist für den Skisprung-Weltmeister weiter kein Kraut gewachsen: Bei der Weltcup-Premiere in Almaty flog Freund als Dritter bereits zum zehnten Mal in diesem Winter aufs Podest. Sloweniens Topstar Prevc steht nach seinem zwölften Saisonsieg allerdings unmittelbar davor, Freund als Gesamtweltcup-Sieger zu beerben.

"Ich hab's ziemlich gut gemacht. Schön, dass es sich ausgegangen ist, das freut mich sehr", sagte der 27 Jahre alte Freund im ZDF, nachdem er auf der Gorney-Gigant-Schanze in der früheren kasachischen Hauptstadt zwei blitzsaubere Sprünge auf 135,0 m gezeigt hatte.

Der hoch überlegene Prevc setzte sich mit Sprüngen auf 141,0 und 137,5 m sowie 272,7 Punkten vor dem Österreicher Michael Hayböck (254,7) durch und kann sich bereits im zweiten Springen am Sonntag (13.00 Uhr/ZDF und Eurosport) die große Kristallkugel vorzeitig sichern. Der 23-Jährige hat bei noch sieben ausstehenden Springen 599 Punkte Vorsprung auf den zweitplatzierten Freund und muss damit am Sonntag nur vor diesem landen.

Leyhe ist zweitbester Deutscher

Freund (252,0) hatte nach zwei Sprüngen auf jeweils 135,0 m 2,7 Punkte Rückstand auf Hayböck, der zuletzt drei Springen in Serie gewonnen hatte. Die weiteren DSV-Adler blieben im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Zweitbester Deutscher war Stephan Leyhe (Willingen/226,5) auf Platz 15. Karl Geiger (Oberstdorf/225,8), in der Vorwoche Sensations-Zweiter in Lahti, verpasste als 17. diesmal die Top 10.

Andreas Wank (Hinterzarten/224,4) kam auf Rang 18, Andreas Wellinger (Ruhpolding/223,3) und Richard Freitag (Aue/219,8) enttäuschten mit den Plätzen 20 bzw. 25. Markus Eisenbichler (Siegsdorf) war als 32. im ersten Durchgang ausgeschieden. "Eigentlich hatten wir mehrere Springer hier mit dem Zeug, unter die besten Zehn zu kommen", sagte Bundestrainer Werner Schuster. 

Prevc auf Rekordjagd

Prevc beendete derweil eine für seine Verhältnisse ewig lange Durststrecke. Dreimal in Folge war der Überflieger zuletzt am Podest vorbeigesegelt - das gab es zuletzt vor einem knappen Jahr. Im Saisonfinale darf er nun in aller Seelenruhe auf Rekordjagd gehen: Nach seinem zwölften Saisonsieg kann Prevc bereits am Sonntag die Bestmarke des Österreichers Gregor Schlierenzauer einstellen, der in der Saison 2008/09 13 Springen gewann.

Auch den Punkte-Rekord, den Schlierenzauer mit 2083 damals setzte, dürfte Prevc (derzeit 1798) übertreffen. Mit 18 Karriere-Erfolgen zog er zudem mit Sven Hannawald auf Platz zwölf der "ewigen" Bestenliste gleich, Freund ist mit 21 Siegen Zehnter.

Schwerer Sturz von Österreicher Diethart

Derweil ist der Österreicher Thomas Diethart, 2014 Sieger der Vierschanzentournee, beim Continentalcup im thüringischen Brotterode schwer gestürzt. Der 24-Jährige wurde im Probedurchgang beim Absprung von einer Windböe erfasst und knallte auf den Hang. 

Diethart wurde mit dem Helikopter ins Krankenhaus nach Meiningen geflogen, wo Prellungen der Wirbelsäule und von Niere und Lunge diagnostiziert wurden. Zudem zog sich Diethart, der kurzzeitig bewusstlos war, nach Angaben der österreichischen Trainer Gesichtsverletzungen zu.

sid, dpa

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