Francesco Friedrich
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Francesco Friedrich dominiert auch am Königssee den Weltcup im Zweierbob.

Deutscher bleibt das Maß im Bob

Sieg-Hattrick! Friedrich setzt Rekord-Fahrt fort

Königssee - Wieder Bahnrekord, wieder gewonnen: Francesco Friedrich bleibt im kleinen Schlitten das Maß. Nun schaffte er schon den Sieg-Hattrick im Zweierbob.

Francesco Friedrich ist im Eiskanal einfach nicht zu stoppen. Wieder Bahnrekord und ein Sieg-Hattrick im Zweierbob-Weltcup - im dritten Rennen der Saison schaffte er am Samstag in Königssee mit Anschieber Thorsten Margis den dritten Sieg hintereinander. Das Duo brach im ersten Lauf mit 49,29 Sekunden den fast fünf Jahre alten Bahnrekord vom Schweizer Beat Hefti (49,79) und gewann nach zwei Läufen in 1:38,77 Minuten.

Mit 0,28 Sekunden Vorsprung verwies Friedrich den Letten Oskars Melbardis auf Rang zwei vor Nico Walther, der erstmals in diesem Winter mit Marko Hübenbecker fuhr und auch seinen ersten Podiumsplatz im Zweierbob schaffte. Viererbob-Weltmeister Maximilian Arndt kam mit Anschieber Kevin Kuske nur auf Rang neun.

„Derzeit passt einfach alles, die Form, das Material. Wenn wir am Start das Niveau bestimmen, sind wir mit unserer hohen Abgangsgeschwindigkeit voll dabei“, sagte Friedrich nach seinem insgesamt schon fünften Saisonsieg. Denn auch mit dem Viererbob ist er bislang ungeschlagen. Diese Serie will der 25-Jährige aus Pirna an diesem Sonntag (11.45 Uhr) fortsetzen.

Die Grundlage für seinen Sieg am Samstag legte Friedrich erneut am Start. Mit 4,81 und 4,80 Sekunden war er deutlich schneller als Melbardis, der auf der ältesten Kunsteisbahn der Welt mit 4,77 Sekunden immer noch den Startrekord (2011) hält. „Der Startrekord war heute schwer, wir sind hier in Königssee überhaupt zum ersten Mal zusammen gefahren“, sagte Margis. Aber im 18 Kurven umfassenden Eislabyrinth zeigte Friedrich seine Klasse an den Lenkseilen und hatte mit 124,19 Stundenkilometern die mit Abstand höchste Geschwindigkeit.

Zufrieden mit der Platzierung war auch sein Trainings- und Vereinskollege Walther, der im dritten Anlauf nach den Plätzen vier und sieben seinen ersten Podiumsplatz feierte. „Wenn wir am Start einigermaßen dran sind, dann klappt es auch mit vorderen Platzierungen. Dennoch ist der Start immer noch eine Baustelle, woran wir arbeiten müssen. Da brauchen wir uns nicht zu beschweren, wenn wir nicht um den Sieg mitfahren“, sagte der 25-Jährige.

Im Gesamtweltcup schob er sich bis auf 16 Zählern an den drittplatzierten Südkoreaner Yungjong Won (576) heran. Friedrich baute seine Führung mit der Idealpunktzahl 675 aus. Melbardis ist Zweiter mit 630 Punkten.

dpa

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