Richard Freitag
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Richard Freitag.

Skispringen

Freitag gewinnt Sommer-Grand-Prix-Finale

Klingenthal - Den deutschen Skispringern ist ein versöhnlicher Abschluss des Sommer-Grand Prix gelungen. Richard Freitag siegt auf seiner Heimschanze in Klingenthal.

Der Jubel von Richard Freitag war ehrlich und drückte seine Erleichterung aus. Der 23-jährige Skispringer aus Aue gewann am Samstag das Finale des Sommer-Grand Prix in Klingenthal. „Das ist ein herrliches Gefühl, vor dem Heimpublikum zu gewinnen“, meinte Freitag, der erst zum zweiten Mal einen Wettbewerb des Sommer-Grand-Prix für sich entscheiden konnte. Vor einem Jahr hatte er sich in Hinterzarten erstmals durchgesetzt.

Für Sprünge auf 131 und 133 Meter bekam er diesmal 256,4 Punkte und verwies damit den Tschechen Roman Koudelka (253,4) und Runde Velta aus Norwegen (252,9) auf die Plätze. Der Slowene Jernej Damian, der beim Finale Vierter wurde, hatte bereits vor dem Abschlussspringen als Gesamtsieger des Sommer-Grand-Prix festgestanden.

Für den Sachsen dürfte der Erfolg ein Motivationsschub für die Wintersaison sein. Mit dem Sieg sollte die „Seuchensaison“ 2013/2014 endgültig vergessen sein. In der hatte er wegen Formschwäche den Sprung in das siegreiche deutsche Olympia-Quartett verpasst und war danach in ein mentales Loch gefallen. Rücktrittsgedanken verwarf er aber schnell wieder und stellte sich für das nacholympische Jahr neu auf. So wechselte er die Skimarke und baute auch sein Training um - mit Erfolg.

Bei schwierigen Rückenwindbedingungen machte sich der Heimvorteil besonders bemerkbar. Gleichmäßig sauber brachte er seine Sprünge ins Tal und begeisterte damit die 8500 Zuschauer genauso wie den Bundestrainer Werner Schuster, der sich für seinen Schützling freute.

Ein ordentliches Ergebnis nach zwei nicht glücklich machenden Sprüngen verbuchte Skiflug-Weltmeister Severin Freund als Elfter. Der Rastbüchler, in Sotschi Team-Olympiasieger, sieht sich für den Winter auf einem guten Weg. „Ich habe mehr Athletik als sonst trainiert und werde die Zeit bis zum Weltcup-Auftakt nutzen, um weiter nach vorn zu kommen“, sagte Freund.

Der Saisonstart findet wie im vergangenen Jahr ebenfalls in Klingenthal statt. Die Anlage im sächsischen Vogtland ist für die deutschen Springer im Winter allerdings noch nicht zur Erfolgsschanze geworden. Auf einen Heimsieg auf Schnee warten die Schuster-Schützlinge bislang vergebens.

dpa

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