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Felix Neureuther.

Stadtrennen in Stockholm

Neureuther ärgert sich - Hirscher großer Gewinner

Stockholm - Beim Parellel-Slalom in Stockholm scheitern die drei Deutschen Starter vorzeitig - auch „Spezialist“ Felix Neureuther.

Felix Neureuther war so zuversichtlich gewesen. Ein Ski-Rennen mitten in der Stadt, unter Flutlicht, die Duelle Mann gegen Mann. „Ich bin gut in Form, und generell macht mir dieses Format viel Spaß“, hatte er vor dem fünften sogenannten City Event in der Weltcup-Geschichte betont. Doch dann war beim Parallel-Slalom vor rund 7000 Zuschauern auf dem 93,5 Meter hohen Hammarbybacken ein paar Kilometer südlich der Innenstadt von Stockholm schon im Viertelfinale Schluss.

„Schade“, sagte Neureuther, „ich ärgere mich schon.“ Grund für die Verärgerung: Im ersten Durchgang auf dem roten Kurs patzte er, lag 0,31 Sekunden zurück, holte auf dem blauen Kurs aber gegen den Italiener Stefano Gross nur noch 0,20 Sekunden auf. Bitter für den „Spezialisten“ im Duell Mann gegen Mann. In den bisherigen vier Stadtrennen seit 2011 in München und Moskau hatte Neureuther einmal den ersten (München 2013), einmal den zweiten (Moskau 2012) und zweimal den vierten Platz belegt.

Hirscher der große Gewinner

Großer Gewinner war am Ende Marcel Hirscher, der nicht nur das Finale knapp mit 0,06 Sekunden Vorsprung gegen Andre Myhrer (Schweden) gewann. Der Österreicher vergrößerte durch seinen 37. Weltcupsieg seinen Vorsprung im Gesamtweltcup auf Henrik Kristoffersen (Norwegen) auf 173 Punkte. Kristoffersen war in der ersten Runde an Landsmann Kjetil Jansrud gescheitert. Dritter wurde Neureuthers Bezwinger Gross, der im kleinen Finale Alexander Choroschilow (Russland) besiegte.

„Das Glück war diesmal auf meiner Seite. Es ist schön, wieder von ganz oben zu lachen nach einer Zeit, wo man schon zum Nachdenken anfängt“, sagte Hirscher. Dagegen war Kristoffersen sauer und wetterte gegen das Reglement. „Es ist halt kein Slalom. Dass es für den Slalom-Weltcup Punkte gibt, ist nicht gut, das geht meiner Meinung nach nicht.“

Dopfner scheidet in Runde eins aus

Fritz Dopfer war bereits in der ersten Runde ausgeschieden. Im ersten Lauf fuhr der WM-Zweite im Slalom auf dem roten Kurs einen Vorsprung von 0,40 Sekunden auf Victor Muffat-Jeandet aus Frankreich heraus, verspielte diesen aber im zweiten Lauf auf dem blauen Kurs komplett und lag am Ende sogar 0,07 Sekunden hinter seinem Gegner.

Bei den Frauen feierte Wendy Holdener (Schweiz) im Finale gegen Frida Hansdotter (Schweden) ihren ersten Weltcupsieg. Das Duell um Platz drei gewann Maria Pietilä-Holmner (Schweden) gegen Nina Löseth (Norwegen). Löseth hatte in der erste Runde Maren Wiesler (Münstertal) bezwungen. Wiesler war für Viktoria Rebensburg (Kreuth), die zugunsten der Vorbereitung auf die Rennen am Wochenende in Soldeu/Andorra auf die Reise nach Schweden verzichtet hatte, an den Start gegangen.

Bereits im Achtelfinale war auch für Lindsey Vonn (USA) und Lara Gut (Schweiz) Schluss. Vonn bleibt damit im Gesamtweltcup knapp vor ihrer Verfolgerin, um 23 Punkte. „Ich habe 15 Punkte gemacht, das war wichtig. Ich hätte noch gerne eine Runde gemacht. Aber es hat viel Spaß gemacht“, sagte Vonn.

SID

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