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Viktoria Rebensburg hat beim letzten Rennen vor der WM das Podium schon im ersten Lauf verpasst.

Abgeschlagen im Riesenslalom

Rebensburg verpatzt WM-Generalprobe

Kühtai - Viktoria Rebensburg ist in ihrer Spezialdisziplin derzeit keine Medaillenhoffnung für die WM im kommenden Februar. Das wird auch beim letzten Riesenslalom vor den Titelkämpfen deutlich.

Wie eine Läuferin voller Selbstvertrauen sah Viktoria Rebensburg auch diesmal nicht aus. Stattdessen zuckte sie am Fuße der sehr anspruchsvollen Piste im österreichischen Kühtai doch ein wenig ratlos mit den Schultern. „Da ist noch Luft nach oben. Zum Glück habe ich noch eine Top-Ten-Platzierung gerettet“, sagte sie bei dichtem Schneefall über ihren zehnten Rang beim ersten Sieg der Schwedin Sara Hector im Weltcup.

Rebensburg fuhr im Finale noch von Rang 18 nach vorne, zufrieden war sie nicht. „Es ist gut, dass es noch ein bisschen nach vorne ging, aber mein Anspruch im Riesenslalom ist schon ein anderer“, betonte sie. Das sah auch Alpindirektor Wolfgang Maier so: „Platz zehn ist okay, aber da kann ich nicht in Jubelstürme ausbrechen, weil ich weiß, dass die Vicky besser fahren kann.“ Gleiches gilt für Simona Hösl (Berchtesgaden), die Rang 27 belegte.

Beim letzten Riesenslalom vor der WM im Februar (2. bis 15.) in Vail/Beaver Creek hinterließ Rebensburg, immerhin Olympiasiegerin von 2010 und Olympiadritte von 2014, nicht den Eindruck, als könne sie in fünf Wochen wie erhofft eine Medaille gewinnen - zumindest nicht im Riesenslalom, ihrer bislang stärksten Disziplin. Sechste, Siebte, ausgeschieden, nun Rang zehn. So schlecht ist die Bayerin seit fünf Jahren nicht in die Saison gestartet.

„Ich bin hundertprozentig davon überzeugt, dass sie eine positive Formkurve macht und bei der WM ein Gewicht sein wird“, versicherte Alpindirektor Maier - freilich vor dem Rennen im Kühtai, wo sich Rebensburg drei Tage lang vorbereitet hatte. Im Riesenslalom ist sie aber weit entfernt davon, Medaillenanwärterin zu sein. Unter anderem, weil sie nach dem Materialwechsel vor der Saison gerade in dieser Disziplin noch Setup-Probleme hat.

„Es ist nicht ganz so einfach“, sagte Rebensburg. In Abfahrt und Super-G scheint die Abstimmung des Materials bereits zu stimmen. Nur eben nicht im Riesenslalom, ein Umstand, der erkennbar an ihr nagt. „Der Riesenslalom ist nun mal meine Lieblingsdisziplin, aber ich werde weiterarbeiten, dass das Setup passt.“ Allerdings: In einem Weltcup-Riesenslalom wird Rebensburg das bis zur WM dann nicht mehr ausprobieren können.

Immerhin, „in den anderen Disziplinen bin ich schon ganz gut aufgestellt“, sagte Rebensburg. Neulich, in Val d'Isere, wurde sie Zweite in der Abfahrt nach zuvor einem fünften und einem zehnten Rang, im bisher einzigen Super-G dieser Saison belegte sie Rang vier. „Zum Glück gibt es ja noch ein paar andere Disziplinen, die ich fahren kann“, sagte sie im Kühtai. Zuerst aber will sie mal „gescheit ins neue Jahr reinfeiern“.

sid

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