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Viktoria Rebensburg will ihre gute Form am Wochenende in Garmisch bestätigen.

Trainingslauf macht Hoffnung

Rebensburg will Vonn in Garmisch angreifen

Garmisch - Viktoria Rebensburg will ihre Form auch in Garmisch unter Beweis stellen. Beim Heim-Weltcup war ihr noch kein Spitzenrang gelungen. Am Wochenende gilt es wieder, Lindsey Vonn zu schlagen. Schwerstarbeit hatten bei schwierigen Bedingungen die Pistenarbeiter zu verrichten.

Speed-Queen Lindsey Vonn klagte schon nach dem Training über den miserablen Zustand der Kandahar-Piste von Garmisch-Partenkirchen. Dass der weiche Schnee bei der Abfahrt am Samstag (11.30 Uhr) nicht die einzige Sorge der derzeit überragenden US-Skirennfahrerin ist, dafür will Viktoria Rebensburg sorgen. „Meine Form ist aktuell gut, und nach meinem zweiten Riesenslalomsieg in Folge stimmt auch das Selbstvertrauen“, sagte Vonns deutsche Herausforderin. Mit einem starken Rennen kann die 26-Jährige ihre gute Form untermauern - und sogar den Gesamtweltcup offener halten.

Im Kampf um die große Kristallkugel ist Rebensburg als Dritte mit 680 Punkten klare Außenseiterin gegen die Führende Vonn (900) und Lara Gut aus der Schweiz auf Platz zwei (855) - zumal in den nächsten Wochen viele schnelle Disziplinen anstehen und keine Riesenslaloms.

Ein Coup im Heimrennen könnte aber immerhin verhindern, dass Vonn nach vier Abfahrtssiegen in fünf Saison-Rennen weiter davonzieht. Im Training am Donnerstag war die Kreutherin knapp dran an Vonn, ein zweiter Testlauf am Freitag wurde zur Pistenschonung abgesagt.

Bevor Vonn, Gut und Rebensburg am Sonntag um Hundertstel- und Zehntelsekunden kämpfen, mussten die Organisatoren Schwerstarbeit leisten. Neuschnee im oberen Streckenteil und Regen weiter unten stellten die Arbeiter vor Herausforderungen. Immerhin soll es in der Nacht auf Samstag noch einmal abkühlen, die Wetterprognosen lassen nach der Abfahrt auch auf die Durchführung des Super-G am Sonntag (11.00 Uhr) hoffen. Am vergangenen Sonntag war ein Herren-Riesenslalom abgesagt worden.

Rebensburg und Gut nutzten den Freitag dann übrigens für ein bisschen Abwechslung und zogen ein paar Schwünge mit den kurzen Skiern in den Schnee. Die Schweizerin postete dazu ein Selfie bei Instagram und scherzte über „Plan B“ und „aufstrebende Slalom-Stars“.

Die gute Laune kommt bei den beiden Mittzwanzigerinnen nicht von ungefähr: Gut scheint nach einigen Jahren mit Höhen und Tiefen die Konstanz in der Weltspitze gefunden zu haben. Und bei Rebensburg passt nach einem verkorksten Saisonstart inzwischen die Abstimmung mit dem Material und das Selbstvertrauen. In Cortina gelang ihr jüngst mit Rang drei im Super-G das erste Speed-Podest der Saison.

Im Werdenfelser Land hatte die Riesenslalom-Olympiasiegerin von 2010 noch nie einen Top-7-Rang erreicht - das soll sich ändern. „Vielleicht gelingt es mir ja in diesem Winter auch in Garmisch-Partenkirchen ein Top-Ergebnis einzufahren“, meinte sie.

dpa

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