Lindsey Vonn in Aktion.
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Lindsey Vonn in Aktion.

US-Amerikanerin schreibt Ski-Geschichte

Vonn holt Abfahrtsweltcup und weitere Rekorde

La Thuile - Einen Tag nach ihrem Video-Eklat hat Lindsey Vonn in La Thuile wieder sportlich positiv für Aufsehen gesorgt und sich die erste Kugel der Saison gesichert. Damit trug sie sich mal wieder in die Ski-Annalen ein. Der Sieg bei der Abfahrt ging aber an eine Lokalmatadorin.

Lindsey Vonn hat vorzeitig den Abfahrtsweltcup gewonnen und sich mit drei weiteren Rekorden in der Ski-Historie verewigt.

Nach Platz zwei in La Thuile hinter der italienischen Lokalmatadorin Nadia Fanchini ist die Athletin aus den USA beim Saisonfinale in St. Moritz nicht mehr von der Spitze der Disziplinwertung zu verdrängen. Dritte wurde Fanchinis Teamkollegin Daniela Merighetti.

Dank ihrer insgesamt 20. Kristallkugel avancierte Vonn zur alleinigen Rekordhalterin vor Männer-Legende Ingemar Stenmark (19). Zudem holte sie sich die Gesamtführung im Weltcup von Lara Gut zurück. Die Schweizerin kam nach ihrem Sieg vom Freitag nur auf den elften Platz, einen Rang hinter der Deutschen Viktoria Rebensburg.

Nackt-Video von Lindsey Vonn: Ski-Star macht unbekleidet Klimmzüge

"Ich habe alles gegeben, ich bin sehr stolz", berichtete Vonn im ORF. Mit Verweis auf den Vortag, als sie ausschied und frustriert mit einem Hammer ihre Ski malträtierte, räumte sie ein: "Es war schwierig mit dem Selbstvertrauen, ich war am Start nicht sicher." In der Gesamtwertung rangiert sie vor dem Super-G am Sonntag 43 Punkte vor Gut und 262 vor Rebensburg. Letztere sagte: "Ich bin mit der unruhigen Piste und der schlechten Sicht nicht zurechtgekommen."

Vonn dagegen bejubelte neben der 20. Kugel noch weitere Bestmarken: Dank ihres achten Abfahrts-Gesamterfolgs krönte sich die Amerikanerin vor Annemarie Moser-Pröll (7) zur Rekordhalterin bei den Damen. Zudem stellte sie die Stenmark-Bestwerte ein, der jeweils acht Disziplinerfolgen in Riesenslalom und Slalom geholt hatte.

Für den Vorfall mit dem Hammer, den sie kurzzeitig sogar als Video bei Facebook gepostet hatte, entschuldigte sie sich erneut bei Ausrüster Head. "Das Video war keine gute Idee", räumte Vonn ein.

Nur Grund zur Freude hatte Fanchini, die mehr als sieben Jahre nach einem Super-G-Erfolg im Dezember 2007 in Lake Louise zum zweiten Mal in ihrer Karriere ganz nach oben auf das Siegertreppchen stieg.

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dpa

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