+
Moderatorin Anja Reschke spricht ihren "Tagesthemen"-Kommentar gegen Flüchtlingshetze im Netz.

Sie prangerte Hass gegen Flüchtlinge an

Video von Anja Reschke gelöscht? Aufregung um Facebook-Post

Moderatorin Anja Reschke hat für ihren "Tagesthemen"-Kommentar gegen Flüchtlingshetze viele Komplimente bekommen. Nun wundern sich User, warum Facebook angeblich das Video gelöscht hat.

Moderatorin Anja Reschke hat das ausgesprochen, was viele denken: Wir müssen "dagegen halten, den Mund aufmachen", wenn im Internet gegen Flüchtlinge gehetzt wird. Sie hat mit ihrem "Tagesthemen"-Kommentar einen Nerv getroffen. Sie bekam aber rauch böse Kommentare, mit denen sie gerechnet hat. Am Montagvormittag sorgt jetzt dieser Facebook-Kommentar der Userin Anja Reschke für Aufsehen: "Facebook hat unser Video entfernt und zwar mit folgender Begründung: Wir haben den unten stehenden Beitrag entfernt, weil er nicht den Facebook-Gemeinschaftsstandards entspricht."

Doch die Redaktion der Sendung Panorama, die Reschke moderiert, schreibt auf Facebook, dass dieser Post ein Fake sei. "Diese Facebook-Seite namens Anja Reschke ist NICHT von Anja Reschke oder der Panorama-Redaktion erstellt worden und wird auch nicht von uns oder Anja Reschke betrieben. Facebook ist informiert. Wir bitten darum, diese Seite nicht zu liken – sondern zu melden." Und als Nachtrag schrieb die Redaktion: "Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit, die Seite ist offenbar bereits zügig von Facebook entfernt worden."

NACHTRAG: Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit, die Seite ist offenbar bereits zügig von Facebook entfernt worden.In...

Posted by Panorama on Montag, 10. August 2015

Anja Reschke: Hass-Kommentatoren verstecken sich nicht mehr hinter Fantasienamen

Anja Reschke hat etwas Erschreckendes beobachtet: User, die voller Hass gegen Flüchtlinge hetzen, verstecken sich längst nicht mehr hinter irgendwelchen Fantasienamen: "Anscheinend ist das nicht mal mehr peinlich. Im Gegenteil, auf Sätze wie 'Dreckspack, soll im Meer ersaufen' bekommen sie ja auch noch begeisterten Zuspruch und eine Menge Likes."

Früher war dieser User ein kleiner rassistischer Niemand, jetzt fühlt er sich plötzlich ganz toll, sagt Anja Reschke. Man könne über diese Leute denken "Idioten gibt es halt immer" Aber es seinen "ja eben nicht nur Worte. Sondern es gibt sie ja schon – die Brandanschläge auf Flüchtlingsunterkünfte. Die Hasstiraden im Internet haben ja längst gruppendynamische Prozesse ausgelöst. Die Zahl der rechtsextremen Gewalttaten ist gestiegen."

Moderatorin Anja Reschke: "Mund aufmachen. Haltung zeigen"

Anja Reschke ruft die ARD-Zuschauer dazu auf, nicht gleichgültig mit den Achseln zu zucken, sondern laut auszusprechen, was von Hasskommentatoren zu halten ist. "Wenn man also nicht der Meinung ist, dass alle Flüchtlinge Schmarotzer sind, die verjagt, verbrannt oder vergast werden sollten, dann sollte man das ganz deutlich kundtun. Dagegen halten, Mund aufmachen. Haltung zeigen, öffentlich an den Pranger stellen."

Video: Anja Reschkes viel beachteter "Tagesthemen"-Kommentar 

sah

Mehr zum Thema

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Fünf Deutsche Nominierungen für internationale Emmys 

New York - Gleich fünf Nominierungen für die International Emmys gehen in diesem Jahr nach Deutschland.
Fünf Deutsche Nominierungen für internationale Emmys 

Die Höhle der Löwen: So sehen Sie die Show im TV und Live-Stream

Köln - In der TV-Show "Die Höhle der Löwen" kämpfen Gründer um die Unterstützung von Investoren. Wir geben einen Ausblick auf die nächste Folge und erklären, wo Sie die …
Die Höhle der Löwen: So sehen Sie die Show im TV und Live-Stream

Münster-Tatort verpasst Quoten-Rekord

Berlin - Mehr als 13 Millionen Zuschauer: Der „Tatort“ aus Münster ist unantastbar. Aber auch der WDR-Klassiker „Zimmer frei“ muss sich zum Abschied nicht verstecken.
Münster-Tatort verpasst Quoten-Rekord

"Feierstunde": So war der Tatort aus Münster

Münster - Verzweifelt zu versuchen, witzig zu sein, geht ebenso in die Hose wie ernsthaft zu sein, wenn andere Komödie erwarten. So war der Münster-Tatort von Sonntag. 
"Feierstunde": So war der Tatort aus Münster

Kommentare