House of Cards, Kevin Spacey
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Hauptdarsteller Kevin Spacey bei der Weltpremiere der 3. Staffel von "House of Cards" in London.

Spoiler-Alarm!

"House of Cards": So gut ist Staffel 3

München - Deutsche Serienfans warten gespannt auf die 3. Staffel der preisgekrönten US-Politikserie "House of Cards". Wer wissen will, wie es im Intrigantenstadl vom Weißen Haus weitergeht, kann es hier lesen - auf eigene Gefahr.

Im 3. Kapitel zeigen sich die Darsteller in ungebrochener Höchstform, die komplexe, spannende Handlung wartet mit haufenweise unerwarteten Wendungen auf, die Dialoge sind so scharf, dass man sich an ihnen schneiden könnte, und der Hochglanz-Look macht "House of Cards" auch optisch zum Genuss.

Diesmal wird zwar weniger gemordet als in der Vergangenheit, dafür werden die vielschichtigen Figuren und ihre Entwicklung mit chirurgischer Präzision psychologisch seziert. Parallelen zu hochaktuellen Themen wie die Menschenrechtsverletzungen in Russland (die Polit-Aktivistinnen von Pussy Riot treten in einer kleinen Gastrolle auf) und die Krise im Mittleren Osten machen den Blick hinter die Kulissen der Korridore der Macht am Capitol Hill zusätzlich reizvoll.

"House of Cards" - Darum gibt's die 3. Staffel exklusiv bei Sky

Lange mussten die Fans von "House of Cards" auf die dritte Staffel warten. Am 27. Februar war es dann endlich soweit: Das Binge Watching, also der Serienmarathon mit allen Folgen an einem Stück, mit Frank und Claire Underwood konnte beginnen. Die Originalfassung des neuen Kapitels über die amerikanischen Nachfolger von Mr. und Mrs. Macbeth feierte weltweit im Komplettpaket Premiere.

Wer sich in Deutschland extra wegen Kevin Spacey, Robin Wright und Co. Netflix ins Haus geholt hatte, sieht bei der 3. Staffel von "House of Cards" buchstäblich in die Röhre. Obwohl die Serie wieder vom US-Pay-TV-Sender Netflix produziert wurde, läuft sie hierzulande nämlich beim Konkurrenten Sky. Der hatte die Rechte erworben und dachte nach dem enormen Erfolg der preisgekrönten Politserie nicht im Traum daran, sie wieder herzugeben.

Am 13. März geht die deutsche Fassung online. Wer aber schon jetzt wissen will, wie es weitergeht, sollte weiterlesen.

+++ Achtung Spoiler! +++

Frank Underwood (Kevin Spacey) ist endlich am Ziel: Der intrigante, machtbesessene und skrupellose Politiker ist Präsident der Vereinigten Staaten. An die Spitze der Macht ist er nicht durch sein Können und seine Autorität gekommen, sondern als Nachrücker für Präsident Walker, der sich zum Rücktritt gezwungen sah. Auf dem Weg nach oben hat Frank sich viele Feinde gemacht, Leichen pflastern seinen Weg. Und er steht unter großem Druck: Nach sechs Monaten im Amt sind weder der Kongress noch die Wähler auf seiner Seite.

Auch mit Franks Ehe steht es nicht zum Besten: Das Kräfteverhältnis zwischen ihm und seiner Frau Claire (Robin Wright) ist ins Wanken geraten. First Lady zu sein reicht ihr nicht, sie hat selber ein Auge auf das Präsidentenamt geworfen. Doch zuerst will sie UN-Botschafterin werden. Da sie den Kongress nicht überzeugen kann, hievt Frank sie kraft seines Amtes auf den Posten. Ist sie dem gewachsen?

Frank Underwood will Präsident bleiben

Entgegen seinem ursprünglichen Versprechen tritt Frank doch zur Wiederwahl an. Er will kein Platzhalter sein, sondern will Geschichte schreiben. Mit einem ehrgeizigen Projekt will er die Arbeitslosigkeit im Land abschaffen. Die finanzielle Starthilfe zweigt er mit einem äußerst fragwürdigen Winkelzug Geld vom Katastrophenschutz ab. Doch dann bedroht ein Hurrikan die Ostküste.

Seine Gegner im Rennen um die nächste Präsidentschaft sind zwei Frauen: die Generalstaatsanwältin Heather Dunbar (Elizabeth Marvel) und die Kongressabgeordnete Jackie Sharp (Molly Parker). Letztere soll für ihn die weiblichen Wählerstimmen gewinnen und dann aus dem Rennen austreten. Dafür verspricht er, sie zu seiner Vizepräsidentin zu machen. Doch kann sie ihm trauen? Und traut er ihr?

Auf internationaler Ebene machen ihm nicht mehr China, sondern der russische Präsident Petrov (Lars Mikkelsen als grandios böser Putin-Verschnitt), ein Schwulenrechtler und eine Krise im Mittleren Osten zu schaffen. Probleme, die auch die instabil gewordene Ehe der Underwoods schwer belasten. Zudem stellen sich viele politische Entscheidungen Franks als Fehler heraus.

"House of Cards" endet dramatisch

Franks Assistent Doug Stamper (Kelly AuCoin) hat den Mordversuch von seiner Geliebten, der Ex-Prostituierten Rachel (Rachel Brosnahan), schwer verletzt überlebt. Während er versucht, wieder gesund zu werden, macht er sich auf die Suche nach der Frau, von der er noch immer besessen ist. Seine Loyalität Frank gegenüber wird auf eine schwere Probe gestellt, als er keine Chance mehr sieht, seinen alten Posten zurückzubekommen.

+++ ACHTUNG - HIER KOMMEN DIE RICHTIGEN SPOILER! +++

"House of Cards" - Episode 1

Frank Underwoods ehemaliger Assistent Stamper, den seine Geliebte, die Ex-Prostituierte Rachel Posner, mit einem Backstein erschlagen wollte, hat überlebt, aber einen Hirnschaden davongetragen, der ihn körperlich einschränkt und emotional unstabil macht. In der Reha bekommt er starke Schmerzmittel, von denen er abhängig zu werden droht, ebenfalls droht ein Rückfall in die Alkoholsucht. Er will unbedingt herausfinden, wo die geflüchtete Rachel ist, denn sie weiß zu viel.

Frank entlässt den Chef des Heimatschutzministeriums, als der die Pläne für Franks Arbeitsbeschaffungsprogramm AmWorks kritisiert, mit dem er den Staatshaushalt zu ruinieren droht.

Auch privat knirscht es gewaltig: Claire, die Frank an Ehrgeiz in nichts nachsteht, setzt diesen unter Druck: Er soll sich der Wiederwahl stellen und sie zur UN-Botschafterin ernennen. Doch der will sich erst einmal profilieren.

Ein Drohnenangriff im Mittleren Osten, der einen Terroristenführer töten soll, geht schief: Zivilisten sterben, ein amerikanischer Staatsbürger verliert ein Bein.

Beste Szene: Frank besucht das Grab seines Vaters "um menschlicher zu erscheinen. Man muss ein wenig menschlich erscheinen, wenn man der Präsident ist." - sprach's und pinkelt auf den Grabstein.

"House of Cards" - Episode 2

Franks eigene Partei will nicht, dass er sich der Wiederwahl stellt, doch er ist fest entschlossen.

Beste Szene: Als ein Senatoren-Ausschuss prüfen soll, ob sie als UN-Botschafterin geeignet ist, verliert Claire nach einer unglücklichen Formulierung den Kopf. Die Medien stürzen sich auf sie, sie verliert die Wahl. Ihre Chance auf den Posten scheint vertan.

Unterdessen kocht die Kongressabgeordnete Jackie Sharp ihr eigenes Süppchen: Sie will Vizepräsidentin werden.

Frank versucht mit allen Mitteln, Geld für AmWorks aufzutreiben, doch erfolglos. (Bester Spruch: Frank: "Wenn Sie dabei sein wollen, müssen Sie scheißen oder vom Topf runtergehen.") Völlig frustriert bekommt er einen Wutanfall, dann bricht er weinend zusammen. Claire tröstet ihn  - mit Sex. Die Dynamik zwischen den Eheleuten wechselt hin und her.

Frank erklärt öffentlich, dass er sich nicht zur Wiederwahl zur Verfügung steht, er will seinen New Deal zur Vollbeschäftigung Amerikas umsetzen. (Motto: "Euch steht gar nichts zu. Der amerikanische Traum hat nicht funktioniert. Wir müssen ihn neu erfinden.") In Wirklichkeit hat er natürlich nicht vor, seinen Platz im Oval Office in 18 Monaten zu räumen.

Weil der Senat Claire als UN-Botschafterin ablehnt, bittet sie Frank, sie Kraft seines Amtes auf den Posten zu heben, während der Senat im Urlaub ist. Ein gerade noch legales, aber riskantes Manöver - für beide. Frank stimmt zu.

"House of Cards" - Episode 3

Der russische Präsident Petrov, der nicht zufällig Ähnlichkeit mit Wladimir Putin hat und Frank an Skrupellosigkeit in nichts nachsteht, kommt nach Washington. Das allererste Treffen der beiden verläuft so gar nicht nach dessen Wünschen: Gleich zu Beginn stellt Petrov klar, dass er Franks Lösungsvorschlag zur Krise im Mittleren Osten ablehnt. Das wiederholte Kräftemessen der beiden Alphatiere zählt zu den Highlights dieser Staffel.

Stamper hat Angst, dass Frank ihn nicht mehr braucht. Er benutzt Gavin Orsay, den schmierigen Hacker aus der 2. Staffel, um Rachel zu finden. Dafür verspricht er dem Mann, der als FBI-Informant arbeitet, einen neuen Pass zu besorgen, damit er das Land verlassen kann.

Beim Dinner im Weißen Haus trifft Petrov auch auf zwei Polit-Aktivistinnen von Pussy Riot, die in einer kleinen Gastrolle sich selbst spielen. Die beiden machen, wie kaum anders zu erwarten, eine Szene: Sie werfen dem russischen Präsidenten vor, Menschenrechte mit Füßen zu treten und eine Oligarchie in Russland zu errichten. Dann werden sie hinausbegleitet.

Beste Szene: Petrov erniedrigt Frank, als er Claire nach jeder Menge Alkohol und einem Tanz auf den Mund küsst. Der ist außer sich vor Wut, muss aber aus diplomatischen Gründen gute Mine zum bösen Spiel machen (Bester Spruch: Frank: "Ich würde ihn die Treppe hinunterstoßen und seine Leiche anzünden, nur um sie brennen zu sehen, wenn das keinen Weltkrieg zur Folge hätte.")

Am nächsten Morgen kommt es zu einem Zerwürfnis über die Jordanien-Frage und Frank wirft Petrov quasi aus dem Weißen Haus. Droht jetzt ein neuer Kalter Krieg?

"House of Cards" - Episode 4

Generalstaatsanwältin Heather Dunbar, die Franks Vorgänger in der 2. Staffel zum Rücktritt gezwungen und Frank in arge Bedrängnis gebracht hatte, hat selber ein Auge auf das Präsidentenamt geworfen. Um sie als Gegnerin loszuwerden, bietet Frank ihr einen Richterposten im Supreme Court an, nachdem einer der Richter an Alzheimer erkrankt ist und seinen Rücktritt plant. Doch der überlegt es sich plötzlich anders. Dunbar verkündet darauf ihren Einstieg ins Rennen ums Oval Office.

Claire versucht unterdessen im UN-Sicherheitsrat eine Friedensmission für den Mittleren Osten durchzubringen, Russland legt jedoch ein Veto ein. In Russland wird derweil ein amerikanischer Schwulenrechtler festgenommen. Es droht seine Verurteilung, es sei denn, Claire lässt ihre Pläne für die UN-Friedensresolution fallen. Die Erpressung bringt Frank in einer weitere Zwickmühle.

Gavin macht sich an Rachels ehemalige Mitbewohnerin und Partnerin Lisa (Kate Lyn Sheil) beim Treffen einer Selbsthilfegruppe heran, um so herauszufinden, wo Rachel ist.

Derweil heuert der geschasste Stamper bei Franks Widersacherin Dunbar an. Er macht ihr klar, wie wertvoll sein Wissen für sie ist.

Frank will sich nach einem Besuch auf dem Soldatenfriedhof persönlich bei dem beim Drohnenangriff verwundeten Amerikaner entschuldigen, doch der verzeiht im nicht. Frank überkommen Selbstzweifel – ein seltener Moment.

Beste Szene: Abends besucht er den Priester, der den gefallenen Soldaten beerdigte und philosophiert mit ihm über Gerechtigkeit. Seine Feinde zu lieben, wie Christus es lehrte, damit kann Frank natürlich nichts anfangen, er versteht den Gott des Alten Testamentes, der mit absoluter Macht und durch Angst herrschte. Der Priester wäscht ihm den Kopf: Franks Aufgabe sei es, zusammen mit anderen durch Gott seinem Land zu dienen und keinesfalls sich selbst. Unter dem Vorwand, beten zu wollen, schickt Frank den Priester weg, tritt ans Kreuz und spuckt Christus voller Verachtung ins Gesicht. Da fällt das Kruzifix herab und erschlägt Frank um ein Haar. Frank hebt ein Ohr der zersplitterten Statue auf, und während er damit die Kirche verlässt, sagt er: "Jetzt hört mir Gott wenigstens zu.“

"House of Cards" - Episode 5

Frank will mit Hilfe eines Notstandsparagrafen seinen New Deal durchsetzen und erklärt die Arbeitslosigkeit kurzerhand zu einer Naturkatastrophe. Er baut darauf, dass der Kongress das Programm unterstützen wird, wenn er erste Erfolge vorweisen kann. Der Bürgermeister von Washington ist auf Franks Seite, da er ihm sein Amt verdankt. Er fordert 3 Milliarden Dollar für Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen in der Hauptstadt von der US-Bundesagentur für Katastrophenschutz. Die gesamte Regierung droht Frank, ihn abzusetzen, doch der weiß, dass der Mann, der nachrücken würde, nicht das Zeug zum Präsidenten hat.

Jackie Sharp hat einen Deal mit Frank: Sie soll antreten, um die weiblichen Stimmen einzusammeln, und dann aus dem Rennen ausscheiden. Dafür verspricht ihr Frank, sie zur Vizepräsidentin zu machen, wenn er die Wahl gewonnen hat. Doch Sharp hat im Gegensatz zu Dunbar keine Familie. Sie verlobt sich also mit ihrem Freund, obwohl sie das eigentlich nicht vorhatte.

Stamper hat auf die Seite von Franks Rivalin Heather Dunbar gewechselt. Er macht ihr klar, wie wertvoll er für sie ist: Er besitzt ein Notizbuch, das beweist, dass diese wegen ihrer Abtreibung gelogen hat. Diese Information wäre Sprengstoff in den falschen Händen, doch Dunbar will nichts von solchen schmutzigen Methoden wissen und lehnt es ab, es zu verwenden.

Beste Szene: Auf Bitten Claires ordnet Frank die Versendung von Friedenstruppen im Gazastreifen an. In einem Gespräch auf dem Damenklo des Weißen Hauses droht Claire dem russischen Botschafter Moryakov (Aleksandr Sokovikov) mit Sanktionen und sogar mit Krieg, sollte Russland wie angekündigt Waffen in den Iran liefern. Währenddessen pinkelt sie, was ihre Kaltschnäuzigkeit unterstreicht. Es ist ihre Rache an dem Mann, der sie kurz davor noch als ungeeignet für den Posten als UN-Botschafterin bezeichnet hat.

Die beiden Eheleute schlafen seit geraumer Zeit in getrennten Betten. Claire war vor einiger Zeit erkältet, zog nach ihrer Genesung aber nicht wieder ins Bett ihres Mannes zurück. Doch sie liebe ihn nach wie vor, bestätigt sie Frank.

Der heuert den einstmals erfolgreichen Roman-Autoren Thomas Yates (Paul Sparks) an, einen Roman als Propaganda für AmWorks zu schreiben. Unterdessen strickt Reporterin Kate Baldwin (Kim Dickens) an einer Geschichte, die AmWorks in schlechtes Licht setzt.

"House of Cards" - Episode 6

Frank und Claire reisen nach Moskau, um mit Petrov über die Freilassung des inhaftierten Schwulen-Aktivsten Michael Corrigan (Christian Camargo) zu verhandeln.

Beste Szene: Die First Lady besucht Corrigan in seiner Zelle. Der weigert sich eine vorgefasste Erklärung abzugeben, in der er sich beim russischen Präsidenten entschuldigt. Er will vielmehr erreichen, dass Russland das Anti-Schwulen-Gesetz aufgibt. Kompromisse und Lügen lehnt er ab und ist bereit, für die Wahrheit zu sterben. Seine Integrität beeindruckt Claire, die stundenlang mit ihm diskutiert.

Corrigan erhängt sich mit Claires Schal, als die in seiner Zelle schläft. Auf der anschließenden Pressekonferenz sorgt Claire für einen Eklat, als sie nach der offiziellen Version die Wahrheit erzählt und Petrov für den Tod des Aktivisten verantwortlich macht. Die monatelangen Verhandlungen sind geplatzt, Petrov bloßgestellt.

Auf dem Heimflug kommt es zum Streit zwischen den Underwoods. Frank macht Claire, die sich für den Tod Corrigans verantwortlich fühlt, große Vorwürfe wegen des Eklats auf der Pressekonferenz. Er zeigt wenig Verständnis für ihr schlechtes Gewissen, der Selbstmord sei feige gewesen. (Bester Dialog: Claire: "Wir sind Mörder, Francis.“ Frank: "Nein, wir sind Überlebende! [...] Ich hätte dich nie zur Botschafterin machen sollen." - Claire: "Ich hätte dich nie zum Präsidenten machen sollen.")

Hacker Gavin gewinnt Lisas Vertrauen, indem er vorgibt, der Aids-Test, den er auf ihr Anraten gemacht hat, sei positiv ausgefallen.

Stamper und seine Physiotherapeutin kommen sich näher. Doch auch wenn sie später mit einander schlafen, bevor sie aus beruflichen Gründen die Stadt verlässt, ist er nach wie vor besessen von Rachel.

"House of Cards" - Episode 7

Claire ist von einer Blondine zur Brünetten geworden – es ist ihre natürliche Haarfarbe, die, mit der sie Frank kennengelernt hat – ein Zeichen ihrer engen Verbundenheit.

In einer Rückblende sieht man, wie es nach dem Streit auf der Airforce One weiterging: Trotz Eiszeit müssen sie für ein offizielles Foto Harmonie ausstrahlen. Das gelingt mit Mühe. Währenddessen fertigen tibetanische Mönche im Rahmen eines Austauschprogramms im Weißen Haus ein Sand-Mandala an. Als es nach Wochen vollendet ist, schütten sie den Sand in eine Art Urne, wie es Tradition ist. In einer Parallelmontage erneuern die Underwoods ihre Ehegelübde.

Angetrunken erzählt Frank Autor Thomas, mit dem er sich angefreundet hat, ausnahmsweise mal die Wahrheit über die Eheprobleme und von seinen tiefen Gefühlen für Claire. Der Autor gesteht im Gegenzug, dass das Buch, auf dem seine Karriere beruht, zur Hälfte von einem verstorbenen Freund geschrieben wurde. Am Ende der Episode schlafen die Underwoods erstmals wieder gemeinsam in einem Bett. Es scheint wieder aufwärts zu gehen mit den beiden.

Gavin hat in der Zwischenzeit eine erste Spur von Rachel.

"House of Cards" - Episode 8

Diese Episode wird von der Journalistin Kate Baldwin, die Frank feindlich gesonnen ist, und dem von Frank bezahlten Autor Tom Yates erzählt.

Es passiert, was nicht passieren durfte: Ein Hurrikan bedroht die Ostküste. (Bester Spruch: Frank: "Das Wetter kann ich nicht kontrollieren!") - vielleicht hätte Frank sich doch nicht mit Gott anlegen sollen... Die Finanzierung der Katastrophenhilfe wird aufgestockt, AmWorks wird so der Geldhahn abgedreht, eine bittere Pille für Frank. In letzter Sekunde dreht der Hurrikan jedoch ab. Frank präsentiert sich darauf - entgegen seinem früheren Versprechen - offiziell als Kandidat für die nächste Präsidentschaft, um das Programm wieder in Kraft zu setzen.

Jackie Sharp und Heather Dunbar beschließen ohne Franks Wissen, ihre Kampagnen vorübergehend ruhen zu lassen, bis der Hurrikan abgezogen ist. Stamper kriegt Wind davon und gibt die Information an Frank weiter. Der bekommt Zweifel, ob er Jackie mit ihren eigenständigen Entscheidungen trauen kann.

Großer Erfolg für Claire: Die Friedensresolution ist durch!

Tom trifft sich mit Franks Kritikerin Kate. Die beiden beginnen eine Liebelei.

"House of Cards" - Episode 9

Franks Kampagne nimmt Fahrt auf, als die Nachricht kommt, dass russische Soldaten im Gazastreifen bei einem mysteriösen Angriff umgekommen sind. Israel will den Palästinensern die Schuld geben.

Remy Danton (Mahershala Ali), der Stabschef des Weißen Hauses und Ex-Freund von Jackie Sharp, hat immer noch Gefühle für die Gegnerin seines Chefs.

Gavin legt Stamper vermeintliche Beweise vor, dass Rachel einem brutalen Mord zum Opfer gefallen ist. Wie abgemacht bekommt er einen Pass. Für Stamper bricht eine Welt zusammen, der Abstinenzler betrinkt sich. Unter einem Vorwand trifft er sich mit Frank. Dabei zeigt er ihm die Beweise von Rachels Tod, gesteht seinen Rückfall und dass er für Dunbar arbeitet. Damit ist er endgültig unhaltbar für Frank geworden. Der ruft Dunbar an und droht ihr, sie umzubringen, sollte sie die Gesundheit seines ehemaligen Vertrauten noch einmal aufs Spiel setzen.

Als Frank beim Telefonat mit Petrov kritisiert, dass Russland als Mitteilnehmer der Mission die UN nicht an den Ort des Anschlags in Jordanien lässt, macht der russische Präsident ihm eine Szene. Der russische UN-Botschafter Moryakov lässt Claire glauben, dass die Russen selber den Anschlag geplant haben, um Chaos im Mittleren Osten zu stiften und deshalb auch die UN-Investigationen sabotieren. Frank schickt auf Anraten Claires verdeckt ein US-Team zur Untersuchung nach Jordanien, doch die Sache fliegt auf – damit provoziert er Russland. Ein Krieg droht.

"House of Cards" - Episode 10

Israel verhängt ein Flugverbot über Westjordanland und droht, jedes russische Flugzeug abzuschießen. Als Petrov ankündigt, persönlich das Flugverbot zu missachten, plant Israel die Verstärkung seiner Bodentruppen. Claires Friedensresolution ist damit gescheitert. Frank will Petrov zur Räson bringen und trifft sich mit dem russischen Präsidenten mitten im Krisengebiet. Beste Szene: Petrov stellt als Bedingung den UN-Truppenabzug, Raketenabbau – und, um Frank zu erniedrigen, die Absetzung Claires als UN-Botschafterin, da sie sich hat hereinlegen lassen. Frank hat keine Wahl, er bittet seine Frau, zurückzutreten. Sie gehorcht und färbt sich später die Haare wieder blond – nicht, weil sie es will, sondern weil das laut Umfragen die beliebteste Farbe bei der weiblichen Bevölkerung ist.

Frank telefoniert mit Tim, seinem College-Liebhaber, den wir aus der 1. Staffel kennen. Yates hatte ihn kontaktiert, was Frank gar nicht passt. Angetrunken gesteht Yates in einem nächtlichen Gespräch mit Frank seine Sucht nach Geschichten, die aus seiner Zeit als Strichjunge stammt. Frank wiederum beichtet Tom einen Seitensprung. Die Vertrautheit kippt dabei fast ins Körperliche und wirft einmal mehr Fragen über Franks Sexualität auf.

Jackie Sharp, die ebenfalls noch Gefühle für Remy hat, plagt ihr schlechtes Gewissen, weil sie so wenig Zeit für ihre Familie hat. Doch ihr Mann, ein Chirurg, zeigt Verständnis - er vergleicht Politik mit einer OP am offenen Herzen: "Wenn man einmal drinnen ist, ist man drinnen.“

Derweil gesteht Gavin Rachels Ex, dass er sie angelogen hat und verschwindet.

"House of Cards" - Episode 11

Aus seinem Exil ruft Gavin Stamper an und eröffnet ihm, dass Rachel sehr wohl noch am Leben ist. Franks übergelaufener Ex-Assistent droht, die Kontrolle über sein Leben zu verlieren. Sein Bruder steht ihm jedoch bei.

Frank zwingt Sharp, Dunbar in einem TV-Rededuell zwischen den drei Kontrahenten um das Amt des Präsidenten Sexismus vorzuwerfen und sie als schlechte Mutter dastehen zu lassen - andernfalls sei sie aus dem Rennen. In einem geheimen Treffen eröffnet Sharp Dunbar, dass sie in der Debatte die Seite wechseln werde, im Gegenzug möchte sie nach deren gewonnener Wahl ihre Verteidigungsministerin werden. Dunbar lehnt ab, Sharp bleibt "bei dem Teufel, den sie kennt“.

Beste Szene: Im TV-Duell hält Dunbar Frank seine Fehlschläge, Lügen und Intrigen vor. Auch Claire kriegt dabei ihr Fett weg. Es erwischt Sharp kalt, als Frank sie unabgesprochenerweise mit demselben Argument angreift, das sie gegen Dunbar benutzt hat. Dem kann sie nichts entgegensetzen. Frank geht aus der Debatte als knapper Sieger hervor.

Als sich Sharp, die sich von Frank verraten fühlt, beschwert, macht der ihr klar, dass sie mitspielen muss, wenn sie Vizepräsidentin werden will. Da verkündet sie ihr Ausscheiden aus dem Rennen und wechselt auf Dunbars Seite.

Auch Remy hat genug von Franks Tyrannei und tritt von seinem Posten als Stabschef im Weißen Haus zurück.

Während sie Blut spendet, unterhält sich Claire mit Yates. Der will verstehen, wieso sie Frank weiterhin "bis aufs Blut“ unterstützt, obwohl er sie gerade gefeuert hat. Sie gesteht sie ihm, wie sehr sie es hasst, von Frank abhängig zu sein. Dann bricht sie, geschwächt vom Blutverlust und ihrer tiefen inneren Zerrissenheit, zusammen.

"House of Cards" - Episode 12

Dunbar hat bei den Präsidentschafts-Vorwahlen mittlerweile die Nase vorne. Der Alzheimerkranke Richter steht endgültig vor seinem Rücktritt und bietet ihr seine Nachfolge an. Doch sie hat sich entschieden: Sie will US-Präsidentin werden.

Claire und Frank sind gemeinsam auf Wählerstimmenfang in Iowa. Frank liest das erste Kapitel von Yates' Roman. Es ist brutal ehrlich und dreht sich um Franks Ehe, nicht um AmWorks. Frank feuert den Yates und droht, die Wahrheit über dessen Erfolgsroman zu verraten, sollte er die Biografie veröffentlichen. Auch Yates Freundin rät ihm davon ab, es kommt zum Streit zwischen dem Paar.

Dunbar greift erstmals zu einer Methode, die Franks würdig ist: Sie bietet Stamper viel Geld für das Notizbuch an, das sie damals nicht verwenden wollte.

Beste Szene: Beim Treffen mit Frank im Keller des Weißen Hauses eröffnet sie diesem, dass sie nun von Claires Abtreibungslüge weiß und will ihn so zum Rückzug aus dem Rennen zwingen. Frank schäumt vor Wut. Doch wie sich herausstellt, hat Stamper die ganze Zeit nicht Frank, sondern Dunbar hintergangen: Er verbrennt vor Franks Augen die kompromittierende Seite aus dem Notizbuch - Dunbar hat nun nichts Brauchbares mehr in der Hand gegen Frank.

Der macht Stamper, der seine Loyalität bewiesen hat, zum neuen Stabschef - gegen Claires Willen. Die hat nach einem Gespräch mit einer "einfachen Frau aus dem Volk" vollends Zweifel an Frank und ihrer 30-jährigen Ehe. Als sie Frank dies mitteilt ("Wir haben uns selbst angelogen.“) droht die Trennung.

Unterdessen gesteht Sharp Remy ihre Liebe.

Journalistin Kate hat einen Artikel geschrieben, der beweisen soll, dass Frank in seinem Beileidsschreiben an die Familie des beim geheimen Seals-Einsatz gefallenen US-Soldaten gelogen hat, als er den Vorfall zu einem Trainingsunfall erklärte. Der tut dies als reine Spekulation ab.

"House of Cards" - Episode 13

Doug spürt Hacker Gavin in Venezuela auf und zwingt ihn auf brutale Weise, Rachels Aufenthaltsort zu verraten. Die hat in einem kleinen US-Kaff eine neue Identität angenommen. Doug entführt Rachel und bringt sie an einem Straßenrand im Nirgendwo um, nachdem er, der frisch ernannte Stabschef des Präsidenten der Vereinigten Staaten, selbst ihr Grab ausgehoben hat.

Die kreuzunglückliche Claire fordert harten Sex von Frank, doch der verweigert ihr das. Er bleibt in Iowa, während seine Frau alleine ins Weiße Haus zurückkehrt. Als er die Wahl gewinnt, ist Claire nicht an seiner Seite, obwohl sie es versprochen hatte - ein Affront.

Beste Szene: Im Oval Office stellt er sie zur Rede. Sie wirft ihm vor, dass sie sich nicht gegenseitig geholfen haben, sondern immer nur sie ihm. Er geht ihr buchstäblich an die Gurgel und macht ihr eiskalt klar, dass sie ohne ihn nichts ist. Dann befiehlt er ihr, am nächsten Tag mit ihm gemeinsam die nächste Stadt auf der Kampagnenroute zu besuchen.

Daraufhin verlässt Claire ihn. Was für ein Cliffhanger!

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