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Stadlshow: Wie geht es nach dem Desaster-Start weiter?

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Von: Rudolf Ogiermann

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Stadlshow Musikantenstadl Francine Jordi
Francine Jordi, Moderatorin der Stadlshow küsst Christian Ehrlich von den Ehrlich Brothers. © dpa

München - Auf die Kritik an der Stadlshow reagiert der BR trotzig. Ein Aus steht nicht zur Debatte. So soll es nach dem Desaster-Start mit dem früheren Musikantenstadl weitergehen.

Update vom 28. Dezember 2017: Die Stadlshow holte zum Jahreswechsel eine super Quote, unter neuem Namen gibt es die Live-Sendung an Silvester wieder. Wir haben alle Informationen zur Silvestershow 2017, den Gästen sowie der Übertragung im TV und Live-Stream zusammengestellt.

Update vom 12. Januar 2016: Aus und vorbei! Die „Stadlshow“ wird abgesetzt - zumindest in ihrer regulären Ausgabe. Das gaben die verantwortlichen Sender nun bekannt. Es gibt nur noch zwei Silvester-Sendungen.

Erst musste die ARD die miserable Quote zur der Stadlshow zur Kenntnis nehmen, nun gibt es auch noch harte Kritik aus den eigenen Reihen. Volksmusiker und Moderator Stefan Mross („Immer wieder sonntags“) hat deutliche Worte für die neue Stadlshow gefunden. Er sei „traurig und enttäuscht, dass man mit Gewalt eine der letzten Kultunterhaltungssendungen an die Wand spielt“, sagte er der „Bild“-Zeitung: „Was war denn das für ein Bühnenbild, ein furchtbarer Ton und was für eine schlechte Stimmung im Saal?“ Statt „25 mehr oder minder unbekannte Sänger mit kruden Songs“ zu präsentieren hätte man den „Stadl“ lieber so belassen sollen, wie er war, schäumte der 39-Jährige und brachte sich gleich selbst als (Co-)Moderator ins Spiel: „Andy Borg und ich hätten das Ding aus dem Dreck gezogen.“

Wie berichtet, erzielte die Premiere der Stadlshow mit Francine Jordi und Alexander Mazza am Samstagabend lediglich 2,46 Millionen Zuschauer. Bei Borgs Abschiedssendung am 27. Juni waren es noch 4,4 Millionen gewesen. Auch das Medienecho auf die renovierte Volksmusiksendung war verheerend. Von „Vollflop“ und „Desaster“ war die Rede, der neuen Show fehle die Seele, monierte ein Kritiker.

Fast trotzig klingt da die erste Reaktion des Bayerischen Rundfunks (BR), der innerhalb der ARD für die Stadlshow verantwortlich ist. „Die Sendung in ihrer bisherigen Form stand vor dem Aus, ohne die Veränderung wäre sie abgesetzt worden“, sagte eine Sprecherin gestern auf Anfrage unserer Zeitung. Man habe sie nicht aufgeben wollen, „ohne zumindest versucht zu haben, sie zeitgemäß weiterzuentwickeln. Offenbar war dies für viele Zuschauer zu viel Unbekanntes.“ Da dem BR und seinen Partnersendern die volkstümliche Musik jedoch sehr am Herzen liege, werde man nun „in Ruhe das Potenzial analysieren“.

Auch der Österreichische Rundfunk (ORF) will die Flinte nicht gleich ins Korn werfen. Mehr als 500.000 Zuschauerinnen und Zuschauer und 22 Prozent Marktanteil in Österreich seien „ein solider Wert für die neue Show“, so ein Sprecher. Die Stadlshow vereine „wie keine andere zuvor junge Musiker und arrivierte Künstler“. Nun gelte es, gemeinsam mit den Partnern in Deutschland und der Schweiz die unterschiedlichen Ergebnisse zu bewerten. Für Mross ist das vergebliche Liebesmüh’. „Jetzt heißt es: ,Tschüss, Stadl!‘“, ist der Musiker überzeugt.

Heino: Fünf-Punkte-Plan zur Rettung der Stadlshow

Nun hat sich auch eine absolute Volksmusik-Legende zum Thema Stadlshow zu Wort gemeldet: Heino, der schon im Musikantenstadl von Ur-Moderator Karl Moik Stammgast war, präsentiert in der "Bild"-Zeitung (Dienstagausgabe) einen Fünf-Punkte-Rettungsplan für die "Stadlshow“. Und der sieht so aus:

Stadlshow: Das sagen Francine Jordi und Alexander Mazza nach dem Quoten-Desaster

Nach dem desaströsen Start der Stadlshow stehen auch die Moderatoren Alexander Mazza und Francine Jordi in der Kritik. Beide sehen sich aber nicht als Totengräber der Sendung. Mazza betont gegenüber der "Bild"-Zeitung (Dienstagausgabe), dass die Sendung seiner Meinung nach durchaus Zukunftspotential habe: "Wenn ich mir vor Augen führe, wie wichtig allen Beteiligten die Zukunft der Stadlshow ist, dann gebe ich ihr weiter gute Chancen!" Francine Jordi räumt gegenüber dem Blatt ein, dass sie Kritik an der Stadlshow für angemessen hält: "Einige Kritik ist berechtigt. Und natürlich werden sich die Verantwortlichen darum kümmern." Aber auch die Schweizerin sieht die das Format Stadlshow noch nicht als gescheitert an. "Jede Rundumerneuerung bringt Kritik mit sich und Dinge, die man noch verbessern muss."

Von Rudolf Ogiermann

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