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Mit der Sitcom "Lerchenberg" lacht das ZDF zum 50. Geburtstag über sich selbst - auch Sascha Hehn lacht mit, er spielt sich selbst.

Satire zum TV-Geburtstag

Neue ZDF-Sitcom: Sascha Hehn veralbert sich selbst

München - Mediensatire zum 50.: Das ZDF gibt sich in seinem Jubiläumsjahr selbstironisch und startet im März mit der Sitcom „Lerchenberg“. Sascha Hehn spielt sich darin selbst - das ZDF auch.

Das ZDF will sich zu seinem 50. Geburtstag in einer neuen Sitcom selbst auf die Schippe nehmen - und Schauspieler Sascha Hehn gleich dazu. Am Dienstag gab der Sender in München einen ersten Einblick in die Satire-Serie „Lerchenberg“, die Ende März auf ZDFneo starten und im April auch im ZDF-Hauptprogramm zu sehen sein soll. Sie handelt von ZDF-Redakteurin Billie (Eva Löbau), die Sascha Hehn zu einem Comeback verhelfen will. Hehn spielt sich zwar selbst, allerdings eher nur dem Namen nach. Privat sei er längst nicht so unsympathisch, betonte er. „Du spielst einen Sascha Hehn, der du eigentlich nicht bist und es wird schwer, nachher alle zu überzeugen, dass es nicht so war.“

ZDF zeigt Selbstironie

Doch nicht nur Hehn spielt sich selbst, das ZDF auch. Schauplatz und Drehort ist die Senderzentrale auf dem Lerchenberg in Mainz. Das Ziel: Eine satirische Auseinandersetzung mit dem Geschehen im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. „Wir fanden, dass das dem ZDF unter selbstironischen Gesichtspunkten gut zu Gesicht stehen würde“, heißt es aus der zuständigen Redaktion des Kleinen Fernsehspiels. „Wie fühlt man sich als Redakteurin in einem Hochhaus, das auf der grünen Wiese steht und in dem 3000 Leute arbeiten - mitten in der Provinz? Das ZDF hat schon Besonderheiten“, sagte Produzent Florian Schneider.

Hehn muss in der Serie etwa mit Wayne Carpendale um eine Rolle in „Ein Fall für Zwei“ buhlen. Außerdem hat er darin einen schlechten Stand beim ZDF, weil er zu „Schwarzwaldklinik“-Zeiten mit der Freundin und der Mutter eines heutigen Redaktionsleiters im Bett war. Darum kam er - mit Leuten wie Thomas Gottschalk, Christoph Maria Herbst und sogar Heinz Erhardt - auf die „Giftliste“ des Senders. „Wer einmal drauf ist, kommt so schnell nicht wieder runter“, so der Kommentar.

Sascha Hehn gibt ZDF-Redakteurin Karriere-Tipps

Hehn selbst sagt in der Serie Sätze wie „Es ist eben nicht leicht, wenn man in Mainz anspruchsvoll sein will“ und empfiehlt Redakteurin Billie Bestechung. Ohne werde sie es beim ZDF nicht weit bringen. Der Sender betonte am Dienstag, in der Realität gebe es natürlich keine Promi-Giftliste beim ZDF. „Es ist alles fiktional und erfunden.“

„Ich habe gedacht, die wollen mich verarschen“, sagte Hehn über den Moment, als ihm die Rolle angeboten wurde. Dann aber habe ihn die Idee überzeugt. „Wenn man mutig genug ist, sich selbst zu verarschen, dann ist das eine große Herausforderung.“ Und davon gebe es im Fernsehen heute schließlich nicht mehr viele. „Wo kriegt man so etwas überhaupt angeboten?“

dpa

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