In den USA

Achtjähriger wegen Mord an Einjähriger angeklagt

Birmingham - Wenn Kinder sich gegenseitig töten, ist es schon schlimm genug. In den USA ist eine Mordanklage gegen Minderjährige nichts besonderes mehr. Jetzt gibt es neuen tragische Fall.

Ein acht Jahre alter Junge ist im US-Staat Alabama wegen Mordes an einem einjährigen Mädchen angeklagt worden. Er habe das nicht verwandte Kleinkind zu Tode geprügelt, als deren Mutter sich in einem Nachtclub vergnügte und die Tochter einer Gruppe von Kindern überließ, wie die Lokalzeitung „Birmingham News“ am Mittwoch unter Berufung auf Polizeiangaben berichtete. Offenbar hatte der Junge die Kleine brutal angegriffen, weil sie nicht aufhörte, zu weinen. Welche Strafe ihm droht, ist bislang unklar.

Die 26-jährige Mutter hatte ihre einzige Tochter vor vier Wochen in der Obhut fünf anderer Kinder im Alter von zwei bis acht Jahren gelassen. Sie wurde wegen Totschlags angeklagt und gegen eine Kaution von 15 000 Dollar (14 000 Euro) am Montag freigelassen. Der Polizeichef sprach von einer der herzzerreißendsten Ermittlungen, die er in mehr als 30 Jahren bei der Polizei erlebt habe.

Anklagen gegen Kinder wegen des Todes anderer Kinder sind in den USA ungewöhnlich, aber nicht neu. Vergangenen Monat wurde im Staat Tennessee ein 11-Jähriger wegen Mordes an einem acht Jahre alten Nachbarsmädchen angeklagt. Er hatte das Mädchen mit dem Gewehr seines Vaters erschossen. Als einer der jüngsten Angeklagten in der Geschichte der US-Justiz wurde der 13-jährige Lionel Tate 2001 wegen der Tötung einer Sechsjährigen zu lebenslanger Haft verurteilt. Er wurde aber drei Jahre später entlassen, das Urteil wurde in eine zehnjährige Bewährungsstrafe abgeändert.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Drei Frauen vor Restaurant in Finnland erschossen

Imatra - Im finnischen Imatra sind am Samstagabend mitten in der Fußgängerzone drei Frauen erschossen worden. Ein Tatverdächtiger wurde gefasst.
Drei Frauen vor Restaurant in Finnland erschossen

Zahl der Toten nach Grubenunglück in China auf 32 gestiegen

Peking - In einem Kohlebergwerk in China ist es zu einer verheerenden Gasexplosion gekommen. Mindestens 32 Menschen verloren dabei ihr Leben.
Zahl der Toten nach Grubenunglück in China auf 32 gestiegen

Studentin in Freiburg getötet: Kannten sich Opfer und Täter?

Freiburg - Nach dem tödlichen Sexualverbrechen an einer Studentin in Freiburg konzentriert sich die Polizei auf den festgenommenen Verdächtigen. Kannten sich der …
Studentin in Freiburg getötet: Kannten sich Opfer und Täter?

Särge im Stadion: Chapecó nimmt Abschied

Bei strömendem Regen kommen die Särge an. Fast das ganze Fußballteam von Chapecoense ist tot, gestorben auf dem Weg zum Finale um den Südamerika-Cup. Posthum soll ihnen …
Särge im Stadion: Chapecó nimmt Abschied

Kommentare