Umgang mit Flüchtlingen

Amnesty kritisiert Griechenlands Grenzpolizei

Berlin - Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat Griechenland für den Umgang mit Flüchtlingen hart attackiert. Die Situation an der Grenze zur Türkei habe sich dramatisch verschlimmert.

So heißt es in einem am Montag veröffentlichten Bericht. „Flüchtlinge müssen sich vor der griechischen Küstenwache nackt ausziehen, ihre Habseligkeiten werden weggenommen und sie werden mit Waffen bedroht, bevor sie in die Türkei zurückgeschoben werden“, sagte Franziska Vilmar, Asylexpertin von Amnesty International in Deutschland.

Laut Amnesty berichteten Flüchtlinge außerdem, dass ihnen schwarzmaskierte Männer Pässe und Geld abgenommen haben und sie dann in kleinen Booten in die Türkei zurückschleppten. „Dies sind unhaltbare Zustände. Die EU-Kommission muss endlich mit einem Vertragsverletzungsverfahren gegen Griechenland vorgehen“, forderte Vilmar.

Für den Bericht „Griechenland: Grenze der Hoffnung und der Angst“ wurden zwischen September 2012 und April 2014 insgesamt 148 Flüchtlinge und Migranten befragt. Die Betroffenen saßen nach den Angaben in Abschiebelagern in Griechenland und Bulgarien oder hielten sich in der Türkei auf.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa (Symbolbild)

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