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Argentiniens Staatschef Mauricio Macri hatte die Festnahme der Flüchtigen bekannt gegeben - verfrüht. 

Doch nur einer wieder festgenommen?

Argentinien: Verwirrung um Festnahme ausgebrochener Mörder

Buenos Aires - Entgegen erster offizieller Berichte ist nur einer von drei aus einem Hochsicherheitsgefängnis in Argentinien ausgebrochenen Mördern festgenommen worden.

Die Generalstaatsanwaltschaft hatte am Samstag die Festnahme der drei Männer mitgeteilt. Polizeichef Román Di Santo erklärte jedoch am Samstagabend (Ortszeit), tatsächlich sei nur einer von ihnen in Cayastá, 550 Kilometer nördlich von Buenos Aires, gefasst worden.

Argentiniens Staatschef Mauricio Macri hatte wenige Stunden vorher die Sicherheitskräfte wegen der "Festnahme der Flüchtigen" über den Kurznachrichtendienst Twitter beglückwünscht. Sicherheitsministerin Patricia Bullrich erklärte, die Fehlinformation könne wegen mutmaßlicher Zusammenarbeit von Sicherheitskräften mit dem organisierten Verbrechen entstanden sein. Die beiden noch Flüchtigen hätten so Zeit gewinnen können.

Hunderte Sicherheitsbeamte hatten die Verfolgung der vor zwei Wochen ausgebrochenen Mörder aufgenommen. Die Männer hatten 2008 in Buenos Aires drei Geschäftsmänner getötet, die mutmaßlich illegal Ephedrin an das Sinaloa-Kartell in Mexiko zur Herstellung der Droge Crystal Meth lieferten. Der Fall bekam eine politische Komponente, als der nun gefasste Verurteilte 2015 vor den allgemeinen Wahlen in Argentinien den damaligen Kabinettschef der Präsidentin Kirchner, Aníbal Fernández, als Drahtzieher der Tat nannte. Fernández war Kandidat für das Amt des Gouverneurs der Provinz Buenos Aires und wies die Vorwürfe zurück.

dpa

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