Einsatzkräfte bringen nach dem Chemieunfall in Hamburg-Billbrook einen Mann in einen Rettungswagen. Foto: Daniel Bockwoldt
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Einsatzkräfte bringen nach dem Chemieunfall in Hamburg-Billbrook einen Mann in einen Rettungswagen. Foto: Daniel Bockwoldt
Rund 120 Feuerwehrleute rücken aus, als sich die weiße Wolke über dem Industriegebiet bildet. Auch Polizisten und Sanitäter sind im Einsatz. Foto: Daniel Bockwoldt
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Rund 120 Feuerwehrleute rücken aus, als sich die weiße Wolke über dem Industriegebiet bildet. Auch Polizisten und Sanitäter sind im Einsatz. Foto: Daniel Bockwoldt
Mehr als 100 Gäste eines Hotels und weitere Menschen in der Nähe der Firma mussten in Sicherheit gebracht werden. Foto: Daniel Bockwoldt
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Mehr als 100 Gäste eines Hotels und weitere Menschen in der Nähe der Firma mussten in Sicherheit gebracht werden. Foto: Daniel Bockwoldt
Feuerwehr im Einsatz: Aus einem Tank einer Chemiefirma in einem Industriegebiet ist ein zunächst unbekanntes Gas ausgetreten. Foto: Daniel Bockwoldt
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Feuerwehr im Einsatz: Aus einem Tank einer Chemiefirma in einem Industriegebiet ist ein zunächst unbekanntes Gas ausgetreten. Foto: Daniel Bockwoldt
Großalarm bei der Hamburger Feuerwehr: Aus einem Tank einer Chemiefirma tritt gefährliche Lauge aus. Foto: Daniel Bockwoldt
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Großalarm bei der Hamburger Feuerwehr: Aus einem Tank einer Chemiefirma tritt gefährliche Lauge aus. Foto: Daniel Bockwoldt
Hamburg-Billbrook: Aus einem Tank einer Chemiefirma tritt gefährliche Lauge aus. Foto: Daniel Bockwoldt
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Hamburg-Billbrook: Aus einem Tank einer Chemiefirma tritt gefährliche Lauge aus. Foto: Daniel Bockwoldt

Nach Chemieunfall in Hamburg: Umweltbehörde prüft Firma

Warum ist bei einer Chemiefirma in Hamburg eine ätzende Lauge ausgetreten? Erste Erkenntnisse zeichnen sich ab. Das dürfte auch die Verletzten interessieren, die ins Krankenhaus kamen.

Hamburg (dpa) - Nach einem Chemieunfall in einem Hamburger Gewerbegebiet wird klarer, warum eine stark ätzende Lauge ausgetreten ist. Es sehe danach aus, dass Überdruck an einem Sicherheitsventil eines Tanks dazu geführt habe, sagte ein Sprecher der Umweltbehörde . Das Amt beaufsichtigt die Chemiefirmen der Stadt.

Nach dem Unfall am Donnerstagabend waren 20 Verletzte vorübergehend in Krankenhäuser gekommen, wie ein Feuerwehrsprecher berichtete. Zwei von ihnen wurden stationär aufgenommen, hieß es bei der Polizei. Eine dritte Verletzte - eine Polizistin - sei über Nacht zur Beobachtung in der Klinik geblieben.

Mehr als 100 Gäste eines Hotels in der Nähe der Firma und Menschen in der Nachbarschaft des Betriebs wurden in Sicherheit gebracht. Insgesamt hatten laut Feuerwehr 48 Menschen nach dem Austritt der ätzenden Lauge über Reizungen der Atemwege oder der Augen geklagt.

Die mit Wasserdampf vermischte starke Lauge war aus einem Tank ausgeströmt, was einen Großeinsatz der Rettungskräfte auslöste. Die Firma produziert Zusätze für die Schmierstoffindustrie. Die ausgetretene Lauge werde zur Reinigung metallischer Oberflächen eingesetzt, sagte der Feuerwehrsprecher.

Die Firma sei regelmäßig von der Behörde kontrolliert worden, zwei Mal in diesem Jahr, berichtete der Behördensprecher. Der Betrieb sei aufgefordert worden, umgehend eine Ursachenanalyse vorzunehmen. Der Betrieb könne derzeit mit neun Tanks weiterarbeiten, ergänzte der Sprecher. Der betroffene weitere Tank werde leergepumpt.

Der Unfallalarm war laut Feuerwehr am Donnerstag um 20.44 Uhr eingegangen, rund 120 Feuerwehrleute rückten aus. Etwa eine Stunde später konnte die Feuerwehr den Austritt der gefährlichen Lauge stoppen. Die Schadstoffwolke zog Richtung Nordwesten ab. Im Stadtgebiet wurden Messungen vorgenommen, die aber laut Feuerwehr keine bedenklichen Werte brachten.

In der Nacht zum Freitag gab es Entwarnung. Schätzungen zufolge sei etwa eine Tonne ausgetreten, ergänzte der Behördensprecher. Bei der Lauge handelte es sich um Contram, das als Desinfektionsmittel Kühlschmierstoffen zugesetzt wird, um die Bildung schädlicher Bakterien zu verhindern.

Nordwestlich von der Unfallstelle im Stadtteil Billbrook bis hin zu den Gegenden um Hafencity und Außenalster hatte die Feuerwehr am Donnerstagabend die Menschen über soziale Medien wie Twitter und Facebook aufgefordert, Fenster und Türen sicherheitshalber während der Nacht geschlossen zu halten und sich möglichst nicht im Freien aufzuhalten. Per Lautsprecher seien die Menschen im unmittelbar betroffenen Gebiet informiert worden, sagte ein Polizeisprecher.

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