Feuerwerke in Kuala Lumpur in Malaysia.
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Feuerwerke in Kuala Lumpur in Malaysia.

Jahreswechsel in allen Teilen der Erde

Die ganze Welt feiert ins neue Jahr 2016

Berlin - Die Korken knallen in der Welt: Viele Länder haben den Jahreswechsel von 2015 auf 2016 schon gefeiert. Gerade in den großen Städten soll ein Großaufgebot der Polizei vor Anschlägen schützen - allein in Frankreich sind mehr als 100.000 Polizisten im Einsatz.

Das Jahr ist vorbei, weltweit wird in das Neue gefeiert. Die Einwohner des Pazifik-Inselstaates Samoa dürfen 2016 zuerst begrüßen. Dann folgen Neuseeland und Australien.

Am anderen Ende der Welt haben die Menschen das Jahr 2016 begrüßt. Am Donnerstag um 11.00 Uhr mitteleuropäischer Zeit (MEZ) begann auf Samoa das Neue Jahr. Die Bewohner des Inselstaats Samoa, 16.000 Kilometer von Deutschland entfernt, feiern erst seit 2012 so früh. Die Regierung hatte einen Wechsel über die Datumsgrenze beschlossen - bis dahin hatten die Samoaner östlich der Datumsgrenze gelebt und waren damit in der Silvesternacht als letzte dran gewesen.

Um 12 Uhr deutscher Zeit knallten die Korken auf Neuseeland, den Tonga-Inseln und Fidschi. In Neuseelands größter Stadt Auckland begann bereits vier Stunden vor Mitternacht eine Lichtershow am Sky Tower. In anderen Städten wurde mit Konzerten, Feuerwerk und Strandpartys gefeiert. Um 14 Uhr MEZ feiert Australien.

Am längsten müssen die Bewohner Hawaiis und von American Samoa und der Midway-Inseln auf das Neujahrsfeuerwerk warten. Dort beginnt 2016 erst um 11.00 beziehungsweise 12.00 Uhr MEZ Freitag deutscher Zeit.

Sicherheitsvorkehrungen auf der ganzen Welt

Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt hat sich Deutschlands größte Silvesterparty zunächst langsamer gefüllt als im vergangenen Jahr. Auf der zwei Kilometer langen Festmeile zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule waren am späten Nachmittag etwas weniger Besucher unterwegs, wie eine Sprecherin des Veranstalters sagte. Es gebe noch viel Platz. Bis zum späten Abend werden Hunderttausende Besucher aus aller Welt erwartet.

Nach den Anschlägen in Paris wurden die Sicherheitsvorkehrungen für die Feier in der deutschen Hauptstadt in diesem Jahr verschärft. 600 Ordner wollten für Sicherheit sorgen. Rund um das Gelände sollten mehr Polizisten unterwegs sein: 900 statt 750 wie im vergangenen Jahr.

Auch in Ungarn hat 2016 schon begonnen.

Großen Taschen und Rucksäcke dürfen nicht auf das Gelände mitgebracht werden. An den sechs Zugängen standen Abfallcontainer für die Taschen bereit. Vereinzelt gab es Rangeleien, weil Besucher versuchten, dennoch mit Rucksäcken auf die Festmeile zu gelangen. Wie in den vergangenen Jahren gilt dort auch ein Böllerverbot. Gegen Abend setzte im Berlin-Mitte leichter Regen ein. Laut Deutschem Wetterdienst wird das Regengebiet gegen Mitternacht abziehen.

Bis 19.00 Uhr waren auf den drei Bühnen Bandproben vorgesehen. Danach sollte das Hauptprogramm mit Auftritten von rund 150 Künstlern beginnen. Darunter waren die Dance-Gruppe Mr. President („Coco Jambo“), der Elektropop-Band Glasperlenspiel („Geiles Leben“) und der Berliner Country-Band The BossHoss („Don't Gimme That“) geplant. Kurz vor Mitternacht wollte die wiedervereinigte 90er-Jahre-Boyband Caught in the Act den Silvester-Countdown einläuten. Das Feuerwerk sollte acht Minuten dauern.

In Brüssel wurde das Silvesterfeuerwerk wegen Terrordrohungen abgesagt. Für die Berliner Polizei bestand jedoch kein Anlass, die Feier am Brandenburger Tor infrage zu stellen. „Es gibt keine konkreten Hinweise auf Anschlagspläne“, sagte ein Sprecher am Donnerstag.

Im Bundesstaat New York hatte ein IS-Anhänger an Silvester offenbar einen Anschlag geplant. US-Ermittler konnten ihn verhindern. Am Abend stand indes ein Hotel, das sich in der Nähe des höchsten Hochhauses der Welt in Dubai (Burj Khalifa) befindet, in Flammen.

100.000 Polizisten in Frankreich im Einsatz

In Frankreich sind an Silvester landesweit mehr als 100.000 Polizisten im Einsatz, um die Feiern zum neuen Jahr vor möglichen Angriffen zu schützen. Innenminister Bernard Cazeneuve sagte am Donnerstag, es gebe zwar "keine konkrete Bedrohung". Es bestehe jedoch die allgemeine Drohung der Dschihadistenorganisation Islamischer Staat (IS), Anschläge in europäischen Hauptstädten zu verüben.

Der IS hatte sich zu der Anschlagsserie vom 13. November in Paris bekannt, bei der 130 Menschen getötet und mehr als 350 weitere verletzt worden waren. Zwar findet in Paris die große Silvesterfeier auf dem Prachtboulevard Champs-Elysées statt, doch nur in abgespeckter Form und mit verstärkten Sicherheitsvorkehrungen.

So wurden ein geplantes Feuerwerk gestrichen und eine Lichtershow auf dem Triumphbogen gekürzt. Außerdem werden die Champs-Elysées für eine kürzere Zeit für den Verkehr gesperrt als in den vergangenen Jahren. So sollen stundenlange große Menschenansammlungen verhindert werden.

So feiert die Welt ins neue Jahr 2016

So feiert die Welt das neue Jahr 2016

AFP/dpa

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