Protest gegen die Polizei in Los Angeles - hier am 28. November 2014 wegen der Todesschüsse von Ferguson, die das Land wochenlang in Atem hielten. Foto: Michael Nelson/Archiv
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Protest gegen die Polizei in Los Angeles - hier am 28. November 2014 wegen der Todesschüsse von Ferguson, die das Land wochenlang in Atem hielten.

Empörung nach tödlichem Einsatz

Polizisten erschießen Obdachlosen

Los Angeles - US-Polizisten haben bei einer Auseinandersetzung in Los Angeles einen unbewaffneten Obdachlosen erschossen. Vier Polizisten hätten vor den tödlichen Schüssen mit dem Mann gerungen, Berichtete die "Los Angeles Times".

Während des Kampfes soll der Obdachlose versucht haben, nach der Waffe eines der Polizisten zu greifen. Daraufhin sollen die Polizisten zunächst versucht haben, ihn mit einer Elektroschock-Pistole zu überwältigen, dann schossen sie.

Die Beamten waren wegen eines Raubüberfalls in die Nähe eines Obdachlosenasyls in einem Armenviertel gerufen worden und hatten versucht, den Mann festzunehmen. Augenzeugen sagten, der Obdachlose sei unbewaffnet gewesen. Am Tatort sei tatsächlich keine weitere Waffe gefunden worden, bestätigte ein Polizeisprecher. Zwei Polizisten wurden leicht verletzt.

Ein Video des Gerangels, in dem die Gesichter unkenntlich gemacht sind, sorgt im Internet für Aufregung. "Warum habt Ihr geschossen? Ihr habt ihn doch schon getasert (ihm einen Elektroschock versetzt)", sagt ein Augenzeuge in dem Video, wie CNN berichtet.

Das Video wurde in den ersten sieben Stunden zwei Millionen Mal bei Facebook angeklickt. Ein Passant hatte es mit seinem Handy aufgenommen. "Ich wollte es aufnehmen, um dazu beizutragen, dass alles gut ausgeht. Stattdessen wurde ich Zeuge einer Tragödie", sagte Anthony Blackburn dem Sender CNN.

Der Erschossene, der in der Gegend unter dem Spitznamen "Africa" bekannt war, lebte den Berichten zufolge auf der Straße und schlief in einem Zelt. Er soll psychische Probleme gehabt haben und zeitweilig in einer psychiatrischen Klinik gewesen sei. Polizei und Staatsanwaltschaft wollen den Vorfall untersuchen.

dpa

CNN

Los Angeles Times

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