Es entstand ein Loch, das nach ersten Schätzungen 40 bis 50 Meter tief und mit Wasser gefüllt ist. Foto: Jessica Piper/Landkreis Nordhausen
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Es entstand ein Loch, das nach ersten Schätzungen 40 bis 50 Meter tief und mit Wasser gefüllt ist. Foto: Jessica Piper/Landkreis Nordhausen
Die Erde brach zwischen zwei unbewohnten Gebäuden ein, verletzt wurde niemand. Foto: Sebastian Willnow
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Die Erde brach zwischen zwei unbewohnten Gebäuden ein, verletzt wurde niemand. Foto: Sebastian Willnow
Ein Feuerwehrmann steht vor den zerstörten Gebäuden auf dem ehemaligen Gelände des Katastrophenschutzes. Foto: Sebastian Willnow
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Ein Feuerwehrmann steht vor den zerstörten Gebäuden auf dem ehemaligen Gelände des Katastrophenschutzes. Foto: Sebastian Willnow
Bis zu 50 Meter tief ist der Krater in Nordhausen. Foto: Sebastian Willnow/dpa
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Bis zu 50 Meter tief ist der Krater in Nordhausen. Foto: Sebastian Willnow/dpa
Ein gigantisches Loch klafft in Nordhausen auf dem ehemaligen Gelände des Katastrophenschutzes. Foto: Sebastian Willnow
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Ein gigantisches Loch klafft in Nordhausen auf dem ehemaligen Gelände des Katastrophenschutzes. Foto: Sebastian Willnow
Am Rande des Kraters brachen Teile von zwei unbewohnten Betriebsgebäuden ab und stürzten in die Tiefe. Verletzt wurde niemand. Foto: Jessica Piper/Landkreis Nordhausen
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Am Rande des Kraters brachen Teile von zwei unbewohnten Betriebsgebäuden ab und stürzten in die Tiefe. Verletzt wurde niemand. Foto: Jessica Piper/Landkreis Nordhausen

Erdfall in Thüringen lässt Gebäudeteile im Krater versinken

Ein plötzliches Rumoren, dann bricht das Erdreich am Stadtrand von Nordhausen ein. Ein tiefer Krater schluckt Teile angrenzender Häuser. Ungewöhnlich sind Erdfälle in der Region nicht - diesmal ist wohl ein Hohlraum in der Tiefe die Ursache.

Nordhausen (dpa) - Ein gewaltiger Erdfall hat in Thüringen Teile zweier Gebäude in ein mehr als 40 Meter tiefes Loch rutschen lassen. An den Resten der Häuser hätten sich inzwischen neue, deutlich erkennbare Risse gebildet, sagte Landrat Matthias Jendricke (SPD).

Der Krater am Stadtrand von Nordhausen hat nach Angaben des Landratsamtes rund 30 Meter Durchmesser. Er war bei einem plötzlichen Erdfall am Freitagabend auf dem Gelände eines Betriebshofes entstanden. Geschätzt 70 000 Tonnen Erdreich, Kies und Geröll rutschten in das Loch und füllten es teilweise wieder. Verletzt wurde niemand.

Der Nordhäuser Erdfall ist einer der größten der vergangenen Jahre in Thüringen, wo immer wieder solche Löcher entstehen. Die Behörden gehen davon aus, dass ein unterirdischer Hohlraum in 100 bis 150 Metern Tiefe das Phänomen ausgelöst hat. Der Untergrund bestehe aus Gips und Anhydrit und sei wohl über einen längeren Zeitraum ausgespült worden.

In den beiden betroffenen Gebäuden hatten sich keine Menschen aufgehalten. Für ein benachbartes Wohngebiet besteht nach Behördenangaben keine unmittelbare Gefahr. Das Loch soll nun mit Kies verfüllt werden. Zahlreiche Schaulustige kamen am Wochenende an das weiträumig abgesperrte und bewachte Gelände, um sich den Krater und die zerstörten Häuser anzusehen.

Einsatzkräfte der Feuerwehr brachten am Wochenende Messtechnik unter anderem an einem Streusalzsilo auf dem Gelände an, um mögliche weitere Erdbewegungen feststellen zu können. Feuerwehrleute waren es auch, die die zunächst zwei Löcher entdeckt hatten. Sie hatten bei einer Übung auf dem Nachbargelände ein Rumoren aus der Erde gehört. "Das hat gerauscht wie ein Wasserfall", sagte die Sprecherin des Landratsamtes, Jessica Piper. Die beiden Löcher hatten sich schließlich zu dem gewaltigen Krater verbunden.

Auf dem Gelände hatte es im März 2010 schon einmal einen Erdfall gegeben, allerdings einen kleineren. Bei den damaligen Untersuchungen wurden laut Landratsamt weder Wasser noch Hohlräume gefunden. Von den Erdfällen der vergangenen Jahre in Thüringen war vor allem Tiefenort im Wartburgkreis betroffen. Im November 2011 sackte zudem in Schmalkalden in einem Wohngebiet die Erde ein. Ein Auto, Teile einer Straße und von Garagen stürzten in den zwölf Meter tiefen Krater.

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