Verkehr in Peking: Die Massenmotorisierung schnürt Chinas Metropolen die Luft ab. Foto: Adrian Bradshaw/Archiv
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Verkehr in Peking: Die Massenmotorisierung schnürt Chinas Metropolen die Luft ab. Foto: Adrian Bradshaw/Archiv
Smog in Peking: China stößt weltweit mit Abstand am meisten Treibhausgase aus. Foto: Rolex Dela Pena/Archiv
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Smog in Peking: China stößt weltweit mit Abstand am meisten Treibhausgase aus. Foto: Rolex Dela Pena/Archiv
Im Norden Chinas herrscht erneut dicke Luft. Foto: Wu Hong
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Im Norden Chinas herrscht erneut dicke Luft. Foto: Wu Hong
Kraftwerk in Tianjin: China stößt weltweit mit Abstand am meisten Treibhausgase aus. Foto: How Hwee Young/Archiv
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Kraftwerk in Tianjin: China stößt weltweit mit Abstand am meisten Treibhausgase aus. Foto: How Hwee Young/Archiv
An vielen Tagen liegt Peking unter einer dichten Glocke von Smog. Foto: Jason Fan/Archiv
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An vielen Tagen liegt Peking unter einer dichten Glocke von Smog. Foto: Jason Fan/Archiv
Nicht ohne Maske: Atemschutz gehört in Peking mittlerweile zum Alltag. Foto: Rolex Dela Pena/Archiv
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Nicht ohne Maske: Atemschutz gehört in Peking mittlerweile zum Alltag. Foto: Rolex Dela Pena/Archiv
Nur zu erahnen: Pekings Skyline im allgegenwärtigen Smog. Foto: Diego Azubel/Archiv
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Nur zu erahnen: Pekings Skyline im allgegenwärtigen Smog. Foto: Diego Azubel/Archiv

Erstmals Smog-Alarmstufe "Rot" in Peking

Ein grauer Smogschleier verdunkelt Chinas Hauptstadt. Zum ersten Mal gibt es Fahrverbote. Alle Schulen sind geschlossen. Fabriken müssen die Produktion drosseln. Der Schadstoffindex steigt aber weiter.

Peking (dpa) - Dicke Luft in Peking: Zum ersten Mal gilt in der chinesischen Hauptstadt die höchste Smog-Alarmstufe "Rot". Wegen der Schadstoffbelastung ist die Hälfte der Autos für drei Tage von den Straßen der 22-Millionen-Metropole verbannt.

Alle Schulen und Kindergärten sind geschlossen, damit die Kinder daheimbleiben können. Auch gaben Behörden an, dass "einige Fabriken" ihre Produktion drosseln oder stoppen mussten. Details blieben aber unklar.

Während eine graue, schmutzige Dunstglocke die Hochhäuser Pekings einhüllte, waren die Straßen spürbar leerer als sonst. Wer trotz der schlechten Luft vor die Tür musste, trug meist eine Atemschutzmaske. Die Sichtweite fiel auf wenige Hundert Meter. Die Behörden riefen die Menschen auf, möglichst zu Hause zu bleiben. Besonders gefährdet seien alte und junge Menschen.

"Die Leute werden aufgefordert, Atemmasken zu tragen, aber sollten wir uns nicht darauf konzentrieren, was getan werden kann, um den Smog langfristig zu verringern?", fragte die Angestellte Lu Yinghua. "Ich weiß nicht, ob die Alarmstufe Rot irgendwie hilft, aber ich hoffe, dass die Regierung mir sagen kann, was sie tut."

Es ist das erste Mal seit dem Erlass der neuen Smog-Vorschriften 2013, dass die höchste Alarmstufe "Rot" ausgerufen wurde. Ziel ist eine Verringerung der Schadstoffe um mindestens 30 Prozent. Dennoch stieg der offizielle Luftindex für Peking weiter auf mehr als 300, was als "schwer verschmutzt" gilt.

Die US-Botschaft maß allein für den tückischen Feinstaub einen "gefährlichen" Wert von 356. Das ist das Vierzehnfache des Grenzwertes der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Ärzte warnten, dass die Feinpartikel direkt ins Blut gehen und Krebs erregen können. Die hohen Schadstoffbelastungen schwächten auch das Immunsystem und erleichterten den Ausbruch von Atemwegsproblemen oder Herz- und Kreislauferkrankungen.

"Ich habe das Gefühl, als wenn ich ersticke", sagte die Angestellte Ren Hongjuan. "Wartet auf den Wind!", sagte die Sekretärin Zhang Li. Doch eine Kaltfront soll erst am Donnerstag den Smog wegwehen.

Je nach Nummernschild dürfen Fahrzeuge nur noch abwechselnd an geraden und ungeraden Tagen fahren. Darum waren nach Schätzungen zwei Millionen zusätzliche Passagiere in öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs. Auf Baustellen wurden Freiluftarbeiten eingestellt.

Auch die deutsche Botschaft in Peking musste angesichts des Smogs ihre Aktivitäten einschränken und einen für Mittwoch geplanten Empfang für den Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, Uwe Beckmeyer (SPD), absagen.

Da die Schadstoffe auch aus angrenzenden Regionen nach Peking wehen, wurden laut der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua weitere "Notmaßnahmen" in den Provinzen Hebei und Shandong sowie in der Nachbarmetropole Tianjin ergriffen.

In der 150 Kilometer von Peking entfernt gelegenen Stadt Baoding galten ähnliche Fahrverbote. Rund 2000 Fabriken wurden dort laut Xinhua angewiesen, die Produktion zu verringern oder zu stoppen. Auch mussten 1200 Baustellen ihre Arbeiten bis Ende Dezember einstellen.

In Tianjin wurden Erdarbeiten auf Baustellen verboten. Große Lastwagen mit Baumaterialien dürften nicht mehr in die Stadt rollen, berichtete die Staatsagentur.

Mess-Stationen Peking

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