Die Jury der Gesellschaft für deutsche Sprache muss aus rund 2500 Vorschlägen das "Wort des Jahres" wählen. 
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Die Jury der Gesellschaft für deutsche Sprache muss aus rund 2500 Vorschlägen das "Wort des Jahres" wählen.

Keine Überraschung

Das ist das Wort des Jahres 2015

Wiesbaden - Flüchtlinge, die Griechenland-Krise oder doch der Abgasskandal? Um den ersten Platz bei der Wahl zum "Wort des Jahres" konkurrieren wie immer mehrere Themen. Das ist der Gewinner 2015:

„Flüchtlinge“ ist zum Wort des Jahres 2015 gekürt worden. Es stehe für das beherrschende Thema und sei stark im deutschen Wortschatz verankert, begründete die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) in Wiesbaden am Freitag die Entscheidung.

Auf Rang zwei landete „Je suis Charlie“, der weltweite Solidaritätsslogan nach dem Terroranschlag am 7. Januar auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ in Paris. Auf Rang drei folgte „Grexit“, das Wortgebilde für die Diskussion um einen Austritt des krisengeschüttelten Griechenland aus der Eurozone.

Für Konkurrenz sorgten 2015 unter anderem der Abgasskandal rund um den Autohersteller VW oder die Diskussion um eine drohende Griechenland-Pleite. Die Jury der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) in Wiesbaden musste aus rund 2500 Vorschlägen auswählen - das "Wort des Jahres" wurde an diesem Freitag (10.00 Uhr) bekanntgegeben.

Signifikanz und Popularität sind entscheidend

Im Rennen waren wieder Wörter und Wendungen, die das politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben eines Jahres sprachlich besonders bestimmt haben. Das waren 2015 auch Begriffe rund um die Pegida-Demonstrationen und um Islamismus. Basis für die Arbeit der Jury sind Fundstücke aus Medien und Einsendungen von Außenstehenden. Für die Auswahl entscheidend ist der GfdS zufolge nicht die Häufigkeit eines Ausdrucks, sondern vielmehr seine Signifikanz und Popularität.

Die Berliner "Lichtgrenze" zum Mauerfall-Jubiläum war das Wort des Jahres 2014. Den sprachlichen Nerv der Zeit hatten in den Jahren zuvor - nach dem Urteil der Jury - die Abkürzung GroKo (2013), die Rettungsroutine (2012) und der Stresstest (2011) getroffen. Die Aktion der Gesellschaft für deutsche Sprache gibt es bereits seit dem Jahr 1977.

dpa

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