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Polizeieinsatz wegen eines "ausgerasteten" ICE-Fahrgastes.

Mann festgenommen

Fahrgast „ausgerastet“ - Zug in Leipzig geräumt

Leipzig - Ausraster mit Folgen: Wegen des aggressiven Auftretens eines Fahrgastes musste am Bahnhof Leipzig-Messe am Mittwochmittag ein Zug geräumt werden. 

Es habe bei der Fahrkartenkontrolle eine Auseinandersetzung gegeben, der Fahrgast habe "sich völlig vergessen", sagte eine Sprecherin der Leipziger Polizei am Mittwoch. Der Mann soll Drohungen ausgestoßen haben - welche konkret, könne zunächst nicht gesagt werden. Die Lage sei "als so schlimm eingeschätzt worden, dass der Zug evakuiert wurde". Verletzte habe es demnach nicht gegeben. Einen Terrorverdacht gebe es nicht.

Es handelte sich laut Bahn um einen ICE auf dem Weg von München nach Berlin. Um 11.48 Uhr sei der Zug gestoppt und anschließend am Messe-Bahnhof geräumt worden. Das Gelände sei großräumig abgesperrt worden, sagte ein Bahnsprecher. Die Leipziger Verkehrsbetrieben teilten mit, dass Straßenbahnen und Busse nicht mehr zur Messe fuhren. 

Sämtliche Fahrgäste hätten den Zug verlassen, der aggressive Fahrgast wurde in einem Waggon eingeschlossen. Später gab der 41-Jährige freiwillig auf. Er habe dies der Polizei signalisiert, indem er sich mit erhobenen Händen an ein Zugfenster gestellt habe. An einer Tür sei er dann von Polizisten in Empfang und vorläufig festgenommen worden. "Große Erleichterung am Bahnhof Leipzig Neue Messe. Lage ist gelöst“, twitterte die Polizei Sachsen am Mittwochnachmittag.

Der 41-Jährige soll psychische Probleme gehabt haben. Er werde jetzt von einem Arzt begutachtet und vermutlich in einer Psychiatrie untergebracht. „Insofern erklärt sich sein Handeln wohl aus seinem geistigen Zustand“, sagte Loepki.

Nach der Festnahme des Mannes sei der Zug mit einem Sprengstoffspürhund durchsucht worden. Gefunden wurde nichts.

Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort. Wegen des Polizeieinsatzes war der Zugverkehr im Großraum Leipzig massiv gestört. Die Strecke Richtung Berlin sei dicht, sagte der Bahnsprecher. Das wirke sich auf die Fernzüge und den S-Bahn-Verkehr aus. Die Züge stauten sich am frühen Nachmittag vor dem Leipziger Hauptbahnhof, andere wurden an kleineren Bahnhöfen angehalten.

dpa/afp

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